300. Montagsmahnwache in Potsdam!!!

Die Mahnwache Potsdam,

„Für Frieden und Solidarität ist ein Kind der Mahnwachen-Bewegung die sich bildete nach den Auseinandersetzungen auf dem Maidan in Kiew und anschließenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine, an denen die westliche Welt sehr wohl ihren Anteil hat.

Der Aufruf, die Mahnwachen in allen Orten Deutschlands ins Leben zu rufen und eine kritische Sicht auf Militäreinsatz- und Interessenvertretung Deutschlands zu zeigen, wurden in Potsdam nach kurzer Zeit und zahlreich mit bis zu zeitweilig an die 50 Teilnehmer montags umgesetzt. Derzeit kommen regelmäßig um die 20 Teilnehmer, viele schon über Jahre. Am 10. Februar 2020 werden wir die 300ste Mahnwache abhalten. Hochachtung an all die, die trotz allemund Anfeindungen kommen aus allen Richtungen -, jeden Montag auf dem Steubenplatz am Landtag um 18:00 Uhr sind und ihr Bestes geben, um ihren Mitmenschen das `rüber zu bringen was sie im täglichen Konsum der Massenmedien nicht erfahren.

Oft kommt die Frage wer uns finanziert, wer uns steuert: wir können immer nur wieder sagen, wir finanzieren uns selbst, die Spenden sind nicht riesig. Es steht kein Verein und keine Partei oder ähnliches dahinter. Dass wir da sind, ist unser Wille und die Erkenntnis, dass wir dieses für unsere Kinder und Enkel, eine lebenswerte Zukunft tun. Kritisch sein bedeutet leider, du wirst ausgegrenzt, ob bewusst oder unbewusst. Und ja, nur nicht publik machen, dass dort Potsdamer sind, die sich gegen Kriegspolitik im Konkreten wenden, gegen eine Politik, die nicht im Interesse der meisten Menschen des Landes liegt, die für die Interessen eine Minderheit der Gesellschaft ist.

Und ja, es sieht so aus, als ob es in Deutschland nicht „In“ ist, für Frieden auf die Straße zu gehen. Wann gab es denn den letzten Krieg auf deutschem Boden? Und wenn unsere Generationen dies nicht mehr erlebt haben, dann kann es doch eigentlich gar keine Kriegsgefahr geben. Dann ist es doch völlig überflüssig, für Frieden in die Öffentlichkeit zu treten. ABER: Deutschland und Europa stehen im Zentrum aktueller kriegsähnlicher Vorbereitung! Und es würde oder sollten wir sagen, es wird uns treffen.

300 Mahnwachen in Potsdam für Frieden und Solidarität und es ist nicht absehbar, dass sich Wesentliches geändert hat an der Politik der herrschenden Klasse. Was interessiert es diejenigen, die Proteste einer im Grunde genommen kleinen von Menschen zu beachten. Solange die große Masse Schlafschafe sind und nur so dahin trotten und nicht `mal merken, wie sie sich täglich verarschen und auf Nebensächliches lenken lassen, braucht das System sich um uns keine Sorgen zu machen. Frankreich macht es auch vor und der Staat sitzt es einfach aus, so z.B. mit den Gelbwesten und den Protesten gegen die Rentenreform.

Der 10. Februar wird der Start sein, um die Proteste gegen DEFENDER 2020, eigentlich müsste es INVADER 2020 heißen, zu verstärken. Dieses Manöver ist konkrete Kriegsvorbereitung gegen Russland, da mag die NATO beteuern was sie will. Ein derartiger Truppenaufmarsch des aggressiven Militärbündnisses ist nicht gedacht zum Kuscheln. 20.000 US-Soldaten, dazu weitere 9.000 US-Soldaten von europäischem Boden und 9.000 Soldaten des NATO-Bündnisses sowie riesige Waffenbestände, Panzer und militärisches Gerät sollen, insbesondere ab Ende Februar in die osteuropäischen Mitgliedsstaaten, an die Grenze Russlands verlegt werden.

Aufruf auch an uns Klimaschützer: es muss uns interessieren, dass das Militär unsere Umwelt verseucht, sei es mit Uran oder Kerosin, sei es mit Gedankengut oder auch der Schaffung von Feindbildern. Gerade Aufrüstung, Manövereinsatz verschlingen ungeheure Ressourcen unserer Umwelt. Und unsere Bundeswehr ist keineswegs, wie es mitunter in offiziellen Verlautbarung heißt, marode oder schlecht ausgestattet. Also mach mit, wenn es konkret wird.

Sei dabei zur 300sten Mahnwache auf dem Steubenplatz vor dem Potsdamer Landtag am 10. Februar.

Initiator und Aufruf: Gerhard Labitzke

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