Montagsmahnwache Potsdam - Lichter entzünden

fraktion frieden

Mahnwache Potsdam für Frieden, Solidarität und Menschenrechte

Aufruf an alle Friedenskräfte und Mitstreiter

Das Jahr 2019 ist fast vorbei, Zeit sich darüber Gedanken zu machen, wie es weiter gehen soll. Die neue Friedensbewegung, die Mahnwachen in den verschiedenen Städten des Landes, vorwiegend montags, sind in ihrer Gesamtheit geschrumpft. Der Zulauf und die Resonanz in der Bevölkerung blieb hinter den Erwartungen von vor 5 Jahren. Die Ursache liegt zum Teil in der eigenen Aktivität aber auch im stetigen Gegenwind von Seiten des Staates wie auch linker und sozialdemokratischer Kräfte. Die sich behauptet haben, Hochachtung den Kämpfern, sind in kleiner Teilnehmerzahl, aber sie sind sich ihrer Verantwortung bewusst, auf die stetig steigende Kriegsgefahr hinzuweisen. Wir brauchen uns keine Hoffnung zu machen, dass eine wesentliche Wahrnehmung von Seiten der bürgerlichen Medien erfolgt, wir sind nicht im Einklang mit der Politik des Staates, eines Staates, der bewusst das Profitstreben des deutschen Kapitals fördert. Uns bleibt nur die Möglichkeit der stetigen offenen Verbreitung von Antikriegsmeinungen und der Darlegung, warum die Kriegspolitik nicht im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung steht.

Warum lässt uns der Staat gewähren? Wir stellen in der jetzigen Situation keine Gefahr für das System dar, klein und zersplittert, kaum gemeinsame Aktionen, die wirklich etwas bewegen. Nehmen wir nur als Beispiel Chile, dort ist es gelungen, Massen gegen das System auf die Strasse zu bekommen! Das kann etwas erreichen.

Die Potsdamer Mahnwache für Frieden, Solidarität und Menschenrechte, seit Anfang an Teil der neuen Friedensbewegung, will aus der kleinen Flamme des Aufbegehrens wieder ein Feuer machen, ein Feuer, das nicht nur in einigen Orten glimmt, sondern hell leuchtet.

Wir rufen darum alle Friedenskräfte auf: Lasst uns noch in diesem Jahr eine gemeinsame Aktion durchführen, eine Veranstaltung, die genutzt werden kann, um sich gegenseitig auszutauschen und die Verbindungen neu zu gestalten. Am 21. Dezember ist der Platz vor dem Brandenburger Landtag, der Steubenplatz, bereits als Veranstaltung gebucht. Ab 14:00 Uhr ist geplant, sich dort zu treffen und gemeinsam Lichter zu entzünden.

Potsdam, eine Wiege des preußischen Militarismus, der den deutschen Faschismus begünstigte, ist ein guter Ort für einen neuen Friedenswinter. Über die Feiertage werden wir eine Ruhepause einlegen, aber im Januar geht es weiter, mit neuem Elan und Impuls für das Feuer, das für den Frieden brennt.

Können wir mit Dir rechnen? Stehst du auch auf für den Frieden und mehr Gerechtigkeit in dieser Welt?

Potsdam, 11.11.2019

fraktion frieden; https://www.facebook.com/MontagsdemoPotsdam; c/o Gerhard Labitzke 01525-3978785

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