Beiträge von Mechthild Seithe

    Ich denke,wir sollten damit anfangen,Aufstehen Brandenburg konsequent basisdemokratisch zu gestalten, d.h.


    1.

    Gruppenrat in Brandenburg konstituieren

    • Ortsgruppen von diesem Konzept überzeugen,
    • VertreterInnen für die Landesebene wählen,
    • das erste Treffen der Räte organisieren (wobei ich es gut fände, wenn diese Leute sich erst einmal kennen lernen und orientieren; später könnten diese Gruppenrats-Treffen für Mitglieder offen sein, mit Rede- aber nicht mit Stimmrecht)
    • Der Gruppenrat würde dann regelmäßig tagen und die anstehenden Aufgaben sammeln, strukturieren, Lösungen entwickeln und diese Ergebnisse transparent machen.

    2.

    Dabei fände ich es gut, wenn möglichst viele Mitglieder zur aktiven , mindestens lesenden Teilnahme motiviert werden. Es scheint mir problematisch, wenn - wie derzeit - der Großteil der Mitglieder von den Diskussionen im Forum ausgeschlossen ist. Hierfür wären m.E. verschiedene Umgestaltungen am Forum hilfreich.


    3.

    Zeitgleich wäre es sinnvoll, die Vernetzung zwischen den Ländergruppen zu stärken, dann auch sozusagen erstmal "probeweise" einen überregionalen Rat konstituieren und dort Pläne und nächste Schritte entwickeln


    4.

    Wenn dieser Rat so groß und stabil ist (Größe allein reicht nicht aus!), dass er nach außen treten und sich als Aufstehen präsentieren kann, sollte das geschehen und öffentlich gemacht werden.

    Zu sagen: "Egal wie es zustande gekommen ist, Hauptsache das Ergebnis ist für uns gut", das ist mir zu pragmatisch.


    Erstens ist das Ergebnis insofern nicht wirklich gut, als mit der Bestimmung von oben, wer über die Adressen verfügen darf, die Abhängigkeit ja grundsätzlich geblieben ist.

    Man hat außerdem jemand bestimmt, der uns Basisdemokratie lehren soll - eine ziemlich merkwürdige Idee, finde ich.

    Zweitens lohnt es sich durchaus, über das nachzudenken, was mit Aufstehen in den vergangenen Monaten passiert ist - nämlich um daraus zu lernen. Eine Neuauflage dieser Top-Down Strategie - von wem auch immer sie ausgeht - muss vermieden werden.


    Letztlich geht es um die Frage, wer der Motor für eine erstrebte gesellschaftliche Veränderung ist.

    Ich hatte vor Monaten mal mit Peter Alm eine kleine Unterhaltung über die Rolle der Bais und die der selbsternannten "Dachstrukturen".

    Er stimmte mir schließlich zu, dass - im Bild gesprochen - nicht S.W. und andere ihren politischen Samen über das Land gegossen haben, der aufgehen soll, und den sie als die Gärtner dann gießen, hegen und pflegen sollen aber auch nach Belieben bescheiden und auch einzäunen dürfen. Von "oben" kam nur der Anstoß, und dafür bin ich S.W. auch wirklich dankbar.

    Aber den Samen der Bewegung, die Kraft der unzufriedenen Menschen, ihre Ideen, ihr Wille, endlich aufzustehen, den hat sie nicht gesät, der war schon lange da. Denn das sind wir, die seit langem das Bedürfnis haben, etwas zu ändern, die endlich wieder ihren Unmut über die neoliberalen Verhältnisse laut aussprechen und herausrufen wollen. Und wir warten und hoffen nicht mehr auf den langen und oft fragwürdigen Weg der Parlamente, sondern wollen uns als Bewegung mit unserer eigenen authentischen Überzeugung selbst in die Politik einmischen. Wir sind die Motoren der Aufstehenbewegung. Und nur so kann sie auch funktionieren.


    Wenn das klar ist, kann der Gnadenakt des Trägervereins, uns endlich die uns betreffenden Email Adressen zu übergeben nur dann zum Guten führen, wenn wir zum einen die Aufgabe, diese Adressen zu verwalten, auch demokratisch legitimieren und zum anderen auf die von oben gesandte Anleitung verzichten. Wir müssen uns selbst organisieren: transparent, an die Entscheidungen und Vorstellungen der Ortsgruppen gebunden, in Personalentscheidungen jederzeit revidierbar und in kontinuierlichem und respektvollen Austausch.

    Zur Frage des legitimierten Zugangs zu den Email-Daten:

    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Aufgabe von jemand übernommen werden muss, der von der Basis legitimiert wurde. Da es den Rat der Gruppen noch nicht wirklich gibt (und so nicht die VertreterInnen der Ortsgruppen wählen können) wäre der Vorschlag von ludwig eine Idee.

    Sollten wir aber die Punkte im Forum als Ausgangspunkt für einen "Vertrauenspunktestand" nehmen, sehe ich dabei folgende Probleme:

    1. schließen wir auf diese Weise alle brandenburger AufsteherInnen aus, die nicht aktiv im Forum sind. Aktivität bei aufstehen aber kann schließlich auch ganz anders aussehen.

    2. Ist Beitrag nicht gleich Beitrag. Er kann alles sein von wichtigen inhaltlichen Erörterungen bis hin zu einfachen Fragen oder Halbsätzen.


    Zu der Bedeutung der 1700 email-Adressen selbst:

    Auf der einen Seite sehe ich es wie Eberhardt: Wer da unterschrieben hat, dem gefiel die Idee, dass man endlich etwas gegen das machen könnte, was in diesem Lande stinkt. Wie weit die meisten von ihnen aber bereit sind, wirklich aufzustehen und sich persönlich einzubringen, das weiß man nicht. Die oder der eine wird seine Unterschrift vielleicht schon vergessen haben. Andere haben sich gewundert und sind vielleicht sogar ärgerlich, dass sie nie wieder etwas persönlich von aufstehen gehört haben. Klar, das ist auch richtig: Wer suchet, der findet....

    In OHV wurde ja für unsere 2. Sitzung tatsächlich über diese Mails eingeladen. Dieses Wunder hat damals Enrico Leischner vollbracht. Wir alle ahnten nicht, dass das so schwierig gewesen war. Seit dem ging es dann auch nicht mehr. Zu dieser 2. Sitzung damals kamen 6 oder 7 Neue. Drei davon sind geblieben.

    Und an unserem Stand neulich fanden sich auch zwei Personen ein, die meinten: Sie warteten nun seit September darauf, Kontakt zu uns zu bekommen...

    Also, ein gewisser Effekt wäre durchaus noch denkbar.

    Ich habe neulich auf dem Treffen mit den Berlinern mal formuliert: Wir könnten uns als erste und am nächsten liegende Aufgabe setzen, dass wir genau diese Leute für uns wirklich gewinnen. Sie waren immerhin interessiert und ansprechbar.

    Diskussion und Überlegungen zur Umsetzung des vorgeschlagenen Rates der Gruppen


    Das hier ist der derzeitige Diskussionsstand.

    Wir freuen uns auf eure Meinungen und Anregungen!


    Bernd Lachmann, 9.3.

    Wichtig ist, dass sich der zu gründende "Gruppenrat" regelmäßig trifft. Telefonkonferenzen halte ich aus bisheriger Erfahrung für wenig sinnvoll. Dann schon eher Videokonferenzen - wenn das technisch machbar ist.

    Michael Elte, 10.3.

    Ich finde den Vorschlag zum Rat der Gruppen sehr gut. Mitglieder sollten aus den Basisgruppen gewählt werden. Aufgabe des Rates der Gruppen wäre es zwischen den Versammlungen sich auf landespolitische Themen zu fokussieren und Landesversammlungen vorzubereiten.

    Michael Bode, 13.3.

    Christoph Hilkerbäumer war ebenfalls auf dem Treffen von Brandenburgern mit Berlinern Aufstehen-Vertretern am 10. März 2019 dabei.

    Er hat am 11. März in eine Facebook-Gruppe folgenden Text eingestellt. Er zeigt, dass wir um demokratisch legitimierte Minimalstrukturen nicht herum kommen werden.


    Mechthild Seithe, 14.3.
    Wir sollten uns über diese neue Struktur möglichst bald konkrete Gedanken machen, wäre mein Vorschlag.

    Hier ein paar Überlegungen zu der Arbeit des geplanten Gruppenrates:

    ·       Wichtig scheint mir zum einen, dass sich die Mitglieder mindestens 1 Mal pro Monat treffen.

    ·       Zwischen den Terminen müssten Abstimmungen und Überlegungen hier im Forum stattfinden, bei Bedarf Telefonkonferenzen.

    ·       Jede Gruppe kann max. 2 VertreterInnen schicken. Wobei ich es gut fände, wenn beide dann aktiv dabei sind. Nur so ist gewährleistet, dass die wichtigen Fragen nicht einer Person überlassen bleiben. Man braucht mit Sicherheit einen Gesprächspartner aus der eigenen Gruppe, der die gleichen Erfahrungen macht. Eine bloße Stellvertreter-Struktur (ich meine: die 2. Person tritt nur in Aktion, wenn die 1. ausfällt) halte ich nicht für die bessere Lösung. Wenn 2 Leute gewählt werden, ist aber auch dieses Problem gleich mit gelöst.

    ·       Ganz wichtig wäre mir, dass bei den Versammlungen jedes Gruppenmitglied dabei sein kann - mit Rederecht, aber ohne Stimmrecht.
    Auf diese Weise wäre es den Mitgliedern möglich, auf die Arbeit des Rates Einfluss zus nehmen. Gleichzeitig wird so verhindert, dass sich die Gruppe verselbständigt. In der Regel sollten Mitglieder ihre Teilnahme vorher ankündigen.

    So weit erst mal meine Gedanken. Sicher können wir im Vorfeld eine ganze Menge überlegen. Aber: Natürlich kann der Rat der Gruppen sich dann seine Struktur selbst geben und unsere jetzigen Vorschläge verändern oder anpassen.


    Michael Bode 14.3.
    Die Vorschläge finde ich gut. Damit hätten wir eine demokratisch legitimierte Minimalstruktur. Durch diese Vernetzung könnten sich die Gruppen gut austauschen. Sie wären auch zu kurzfristig anstehenden überörtlichen Fragen handlungsfähig. Der Rat der Gruppen könnte landesweite Arbeitsgruppen - je nach Bedarf - koordinieren. Gegenüber den Berliner Gruppenvertretern und zukünftigen Aktivitäten, die von der Bundesebene kommen werden, wären wir handlungsfähig. Diese Minimalstruktur sollte im Internet transparent dargestellt werden.

    Es wäre gut, wenn sich alle Gruppen dazu baldmöglichst positionieren würden.

    Sebastian M , 14.3.
    Ich finde den Aufbau sehr gut. Es gibt eben auch die Möglichkeit, dass eine Regionalgruppe z.B. einen Vertreter für Belange Brandenburg bestimmt aber auch jemand anderen vor Ort als Koordinator behält.

    Es gibt auch viele Vorbehalte gegenüber der Erstellung von Posten. Diese kann ich verstehen aber wir brauchen eben eine handlungsfähige Struktur für Brandenburg. Ich finde dein Konzept gut, da es eben ganz klar die Rückkopplung der Gruppe verlangt. Es kann also nicht jemand nach seinem Gut dünken handeln und sich als Vertreter einer Gruppe darstellen. Ich hoffe zumindest, dass dies genügend in den Gruppen greift und 1. dem vorbeugt, aber auch 2. der Angst der Leute, dass sowas passiert die Grundlage nimmt.


    Klaus-Peter, 15.3.

    Hallo Sebastian, bei uns in OHV-Oranienburg sehe ich die Situation ganz ähnlich. Wir haben auch keinen "Chef", auch keine "Chefin". Das ist eine bewusste Entscheidung. Die Gruppe wird nach außen vertreten von Moderator und Ko-Moderator (Um es klar zu stellen: Ich verwende keine Gender-Schreibweise. Das grammatische Geschlecht drückt NICHT das physische Geschlecht aus. Mit "Moderator" sind also männliche wie weibliche Personen gemeint.) Die Moderatorenfunktion wechselt zum jeweiligen Monatstreffen der Gruppe.

    Wir haben aber dennoch Mitglieder als Vertreter für die Landesebene bestimmt und auch klargestellt, dass Vertreter mehr sind als bloße Kontaktleute. Ihre Vertretungsbefugnis, sozusagen ihren Handlungsspielraum haben wir an konkrete Fragenkomplexe gebunden. Im Protokoll vom 14.3.2019 unseres letzten Treffens ist das so formuliert:

    "Im Ergebnis der Diskussion bestätigten die Anwesenden, dass wir keinen Leiter, Vorsitzenden o. ä. wählen. Die Kompetenz unserer Vertreter für die landesweite Koordination von „Aufstehen“ wurde erweitert und zugleich konkretisiert auf die vorrangig zu lösenden Probleme:

    - in Gang bringen des Erfahrungsaustausches der Ortsgruppen

    - die Webseite https://aufstehen-brandenburg.org/ soll basisdemokratisch verwaltet werden

    - zur Lösung aller Haftungsfragen sowie zur technischen Hilfestellung und ggf. auch finanziellen Unterstützung sollte wohl ein eingetragener Verein gegründet werden. Hier sind alle Modalitäten noch unklar. Am Diskussionsprozess für Vorschläge sollen unsere Vertreter aktiv teilnehmen."



    Mechthild Seithe 16.3.

    Aufstehen von unten aufbauen heißt: von den an der Basis aktiven MitstreiterInnen in den Gruppen her.

    Wir müssen m.E. an zwei Baustellen arbeiten:

    1.Schaffung und Entwicklung von stabilen, aktiven Gruppen, die auch in der Lage sind, ihre VertreterInnen für die Landesebene zu wählen und Interesse an der Weiterentwicklung von Aufstehen haben.

    2. Organisation einer Verantwortlichen-Gruppe auf Landesebene, in der wirklich die gewählten VertreterInnen aktiver und schon arbeitender Gruppen präsent sind. …

    In einem Rat der Gruppen, so wie er von Michael und anderen hier angedacht wird, sollten alle Mitglieder Rederecht haben. Es soll kein Geheimgremium werden, sondern eine höchst transparente Struktur. …


    Mechthild Seithe,16.3.

    Vorschläge:

    ·       Jede Gruppe meldet offiziell hier im Forum einen oder zwei VertreterInnen aus ihren Reihen für den Rat der Gruppen. (Wo nur Koordinatoren der Gruppensitzungen existieren, müsste mit der Gruppe überlegt werden, wer unabhängig davon die Vertretung gegenüber der aufstehen Landesebene übernehmen soll. Das können natürlich immer auch die Leute sein, die jetzt für ihre Gruppe im Team sozusagen kommissarisch sind.

    ·       Diese gewählten AufsteherInnen sollten sich möglichst bald treffen um ihre weitere Zusammenarbeit zu strukturieren und mit dem bisherigen Orga-Team die Aufgaben abzustecken…..

    ·       Wenn noch nicht alle Wahlen stattgefunden haben, sollte das nach der MV nachgeholt werden. Die neuen - oder schon bekannten - VertreterInnen kommen dann zum Rat der Gruppen hinzu. …

    ·       Wichtig wäre es darüber hinaus, virtuelle und persönliche Ebenen des Erfahrungsaustausches zwischen den Ortsgruppen zu ermöglichen und anzustoßen.

    ·       Eine weitere Aufgabe wäre es, die bestehenden AGs neu zu überdenken und vor allem für möglichst viele Mitglieder aktiv zu öffnen (nicht nur zu warten, dass sich jemand dazugesellt).

    ·       Darüber hinaus würde ich mir kontinuierliche oder auch zeitlich begrenzte thematische AGs wünschen, die dann ihrerseits auch Kontakt zu anderen Thematischen AGS in anderen Bundesländern aufnehmen , um gemeinsame Aktionen zu planen.

    Greenline 18. 3.

    Ich möchte MS bitte ihre Arbeitsfortschritte weiter zur Diskussion zu stellen. (Austausch ist mein Beweggrund für die Teilnahme)

    Und ich finde möglichst viele Forumsmitglieder sollten "diese" kommentieren.

    ….

    Ich finde es sehr positiv das die Struktur der Zusammenarbeit als Basis des Handelns angesehen wird. Es geht ja um die Vernetzung einzelner Gruppen. Und genau das sehe ich als Problem. Was ist die Plattform mit der es gelingt die unterschiedlichen Gruppen (Größe, Struktur) zusammen zu stricken. Eine übergeordnete Instanz, so wie es derzeit aussieht halte ich für contra Produktiv. Sie bietet Ansatzpunkte die Vernetzung der Untergruppen für eigene Zwecke zu benutzen. Ich denke in den kleineren Gruppen werden sich, wie auch von MS angesprochen, Vertrauensmitglieder finden, die auch über den nötigen Zeitlichen Rahmen verfügen um in einer übergeordneten Arbeitsgruppe Rede und Antwort zu stehen. Eine Allgemeine Übergeordnete Tagung ist sicherlich ein Muss. Auch hier ist ein persönlicher Austausch von Nöten. Struktur und rechtliche Fragen müssen sicher einheitlich gelöst werden.

    Das war der Diskussionsstand zum Thema Basisorientierung am 21.3.19.

    Hallo Cornelia,

    erst mal danke für die vielen spannenden Fragen! Ich gehe gleich darauf ein. Aber zunächst eine Erklärung:

    Ich kann gut verstehen, dass dir die Informationen im Forum zu dicht und zu verstreut vorkommen.

    Wir haben gerade deshalb angefangen, die Punkte, die auf der Tagesordnung der nächsten MV stehen, jeweils in einzelnen Themen im allen zugänglichen Bereich des Forums zu diskutieren - damit man die Übersicht behalten kann. Wenn du nachsiehst, wirst du diese Themen in der Liste direkt vor oder nach der Tagesordnung selbst finden.

    Gerade bei dem Punkt 5, wo es um die Frage der Basisdemokratie und das Modell "Rat der Gruppen" gehen soll, haben wir - damit alle die schon gelaufene Diskussion nachvollziehen können- viel Text vorangestellt. Das ist der Tatsache geschuldet, dass es eben auf Koordinatorenebene schon länger eine Diskussion gibt, die ihr aber bisher nicht mitbekommen konntet.

    In Zukunft sollen alle Mitglieder, die Interesse daran haben, wichtige Themen und die Auseinandersetzung damit nachvollziehen und mit ihren Antworten bereichern können.

    Ich persönlich teile deine Befürchtung, dass es zu einem Auseinanderdriften kommen kann, wenn diese Fragen nicht jetzt handfest gelöst werden.


    Nun zu deinen Fragen (ein Teil davon ergibt sich schon aus den Beiträgen zum Tagesordnungspunkt 5).


    • zu Top 4
      Das ist eine gute Anregung. Bisher haben wir dazu noch nichts überlegt. Aber gerade dieser Top ist für viele von uns sehr wichtig und könnte auch vorher hier im Forum schon diskutiert werden.
      Genau die von dir aufgeworfenen Fragen zu Trägerverein etc. werden Gegenstand dieses Tagesordnungspunktes sein. Du hast Recht, ich werde anregen, dass der oder die von uns, die zu Top 4 ein Statement abgeben wird, hier im Forum schon etwas einstellt.
    • zu Top 5
      Wir sind der Meinung, dass es keine gute Alternative zu einem Basis orientierten Modell für Aufstehen gibt.
      Einige Ortsgruppen haben schon anfangen, eine solche Struktur aufzubauen. Unser Anliegen ist es, dass die anderen Gruppen nachziehen, damit ein Rat der Gruppen zeitnah anfangen kann zu arbeiten.
      Der Rat der Gruppen, das sind alle in dieser Funktion von den einzelnen Ortgruppen gewählten VertreterInnen. Sie sind an die Aufträge und Vorstellung ihrer Gruppe gebunden, können also nicht eigenmächtig handeln. Sie sind aber - nach unseren Vorstellungen - nicht notwendig gleichzeitig die VertreterInnen der Gruppen nach außen oder gar so etwas wie die LeiterInnen der Gruppen.
      Ihre Aufgabe ist es, auf Landesebene Aufstehen zu koordinieren, organisatorische und strukturelle Fragen zu lösen, die Vernetzung unter den Gruppen und Gruppenmitgliedern zu fördern und zu unterstützen, Aufstehen Brandenburg auch nach außen zu vertreten, z.B. mit anderen Landesgruppen Kontakte aufzunehmen, und vor allem auch die politische Basisarbeit zu unterstützen und bekannt zu machen.
    • zu Top 6
      Die Diskussion um den Verein kannst du im Thema "TOP 6a der Tagesordnung der 3. Landesversammung: Lösung der Haftungsproblematik ggf. durch Gründung eines Vereins" und die Überlegungen zu Forum und Server im Thema TOP 6b der Tagesordnung der 3. Landesversammlung: Gestaltung, Nutzung und Verwaltung des Forums Brandenburg (u.a. das Impressum-Problem) verfolgen und darfst dich gerne dort einmischen!


    Ich werde, damit sich die Diskussion nicht weiter unter verschiedenen Themen verzettelt, deinen Beitrag zusätzlich in das neue Thema "Tagesordnung zur 3. Landesversammlung von Aufstehen-Brandenburg am 7.April 2019) hinübernehmen und die beiden vorher hierfür relevanten Themen "Rat der Gruppen" und "Aufstehen von unten her aufbauen" dafür versuchen zu schließen.

    Bisheriger Informations- und Diskussionsstand im Forum BB

    Am 9. März hat Michael Bode das Thema mit dem folgenden Text eröffnet:

    Der Ansatz könnte als Muster auch anderen Bundesländern dienen. Wenn viele mitziehen, hätten eine Spitze an der Bewegung, die von uns gelenkt wird.

    Wichtig: Wo noch kein Vertreter oder keine Vertreterin eurer Gruppe für die Arbeit auf der Landesebene gewählt wurde, solltet ihr das schnellstens nachholen, damit auch eure Interessen und Vorstellungen dort mit vertreten sind!

    Was sagt ihr da zu?


    an dieser Stelle wurde gestern dieses Posting aus Versehen abgebrochen. Weiter unten Hier der restliche Teil dieses Textes.




    Anmerkung


    Bei der kommenden Mitgliederversammlung am 7. 4. soll u. a. über den Punkt "Basisdemokratie und Rat der Gruppen" informiert und diskutiert werden (Tagesordnungspunkt 5).

    Auf der Org- und Koordinatoren-Ebene tauschen sich Forumsmitglieder zu diesem Thema seit einiger Zeit aus.

    Wir finden es wichtig, dass auch schon im Vorfeld der Mitgliederversammlung die Diskussion um diesen Punkt nicht an den Mitgliedern vorbeiläuft. Deshalb stellen wir hier im Folgenden 1. den Ausgangstext von Michael Bode ein und tragen 2. sich anschließende, bisherige Diskussionsbeiträge zum Thema "Rat der Gruppen" aus diesem Forum zusammen - zu eurer Information, aber vor allem auch als Aufforderung, euch mit Ideen, Fragen, Meinungen zu diesem Punkt einzubringen

    Auf der Org- und Koordinatoren-Ebene wird derzeit über die zukünftige Struktur von Aufstehen Brandenburg diskutiert.

    Bei der kommenden Mitgliederversammlung, deren Termin noch nicht ganz feststeht (Einladung kommt) soll u.a. über den Punkt "Basisdemokratie und Rat der Gruppen" informiert und diskutiert werden.


    Ich persönlich finde es wichtig, dass schon jetzt diese Diskussion nicht an den Mitgliedern und Interessierten vorbei läuft. Deshalb hier ein Ausschnitt aus einem Posting, das ich eben in den Org Bereich gestellt habe. Es geht um die Vorstellung, wie der Rat der Gruppen initiiert und ins Leben gerufen werden könnte, um unsere Arbeit an der Basis zu unterstützen, uns abzusichern (z.B. Haftungsfragen) und einen besseren Austausch unter den Gruppen in Brandenburg zu ermöglichen:

    • Jede Gruppe meldet offiziell hier im Forum einen oder zwei VertreterInnen aus ihren Reihen für den Rat der Gruppen. (Wo nur Koordinatoren der Gruppensitzungen existieren, müsste mit der Gruppe überlegt werden, wer außerdem die Vertretung gegenüber der aufstehen Landesebene übernehmen soll. Das können natürlich immer auch die Leute sein, die jetzt für ihre Gruppe im Team sozusagen kommissarisch sind .
    • Diese gewählten AufsteherInnen sollten sich schnellstmöglich treffen um ihre weitere Zusammenarbeit zu strukturieren und mit dem bisherigen Orga-Team die Aufgaben abzustecken.
    • Es wäre sinnvoll, wenn ein solches Treffen der schon gewählten Leute noch vor der Mitgliederversammlung stattfinden könnte, um gemeinsam den betreffenden Punkt "Basisorganisation und Rat der Gruppen" für die Tagesordnung vorzubereiten.
    • Wenn noch nicht alle Wahlen stattgefunden haben, sollte das nach der MV nachgeholt werden. Die neuen - oder schon bekannten - VertreterInnen kommen dann zum Rat der Gruppen hinzu.
    • Und nicht vorher oder neben den zukünftigen Gruppenratsmitgliedern müssen dann unter Beratung der schon eingearbeiteten AufsteherInnen u.a. vordringlich die Punkte Finanzierung, Haftung und "Vergesellschaftlichung des Forums" einschließlich der Impressum-Frage behandelt werden.
    • Wichtig wäre es darüber hinaus, virtuelle und persönliche Ebenen des Erfahrungsaustausches zwischen den Ortsgruppen zu ermöglichen und anzustoßen.
    • Eine weitere Aufgabe wäre es die bestehenden AGs neu zu überdenken und vor allem für möglichst viele Mitglieder aktiv zu öffnen (nicht nur zu warten, dass sich jemand dazugesellt).
    • Darüber hinaus würde ich mir kontinuierliche oder auch zeitlich begrenzte thematische AGs wünschen, die dann ihrerseits auch Kontakt zu anderen Thematischen AGS in anderen Bundesländern aufnehmen , um gemeinsame Aktionen zu planen.
    • Und so weiter.....


    Wichtig: Wo noch kein Vertreter oder keine Vertreterin eurer Gruppe für die Arbeit auf der Landesebene gewählt wurde, solltet ihr das schnellstens nachholen, damit auch eure Interessen und Vorstellungen dort mit vertreten sind!

    Was sagt ihr da zu?

    Lieber Gerd,

    mir geht es ähnlich. Ich freue mich sehr über die neuen Bekanntschaften mit Leuten, die nicht nur aufgestanden sind, sondern auch bereit sind, den mühsamen Weg weiter zu gehen.

    Ich denke, man braucht dafür eine verdammt lange Geduld. Die habe ich aus meinen bisherigen politischen Aktivitäten gelernt und werde sie auch nicht so schnell verlieren.

    Ich habe nach meinem Rentenantritt 5 Jahre sehr aktiv in der kritischen Sozialen Arbeit mitgemacht. Einmal fragte ein junger Sozialarbeiter einen der älteren Aktiven (ca. 80 Jahre) in dieser kritischen Bewegung: "Herr X., glauben Sie denn, dass sie noch erleben werden, dass es uns gelingt, die Soziale Arbeit aus der neoliberalen Zwangsjacke zu befreien?" Der ältere Mitkämpfer sah den jungen Mann freundlich an und meinte dann: "Wissen Sie, ich hoffe, dass Sie das noch erleben und nicht erst ihre Enkel."


    Ich halte Aufstehen nach wie vor - oder jetzt, nachdem sich die Herrschaften verabschieden, die meinten, die Bewegung von oben steuern zu können erst recht - für die größte und beste Chance seit Jahrzehnten dafür, dass linke Gedanken, Forderungen und Ziele in der Bevölkerung und dann auch in einer außerparlamentarischen Opposition wieder Fuß fassen können. Und das ist aus meiner Sicht die Voraussetzung dafür, dass in unserem Land der Neoliberalismus und die rechte Bewegung in die Schranken gewiesen werden können.

    noch was


    info.aufstehen.de schickt mir und wohl allen eine Mail, die folgenden Passus enthält:


    "Stärkung der Basis zur Stärkung von Aufstehen

    Am Mittwoch haben sich Mitglieder von Aufstehen mit dem Trägerverein getroffen, um die Dezentralisierung und Stärkung der Strukturen an der Basis voranzutreiben. In einem ersten Schritt wurden für die Bundesländer Verantwortliche gefunden, die nun Schritt für Schritt Zugänge zu den Kommunikationsmitteln der Bewegung bekommen. Damit wird die Selbstorganisation der Landesgruppen ermöglicht. Bei diesem Treffen wurde auch die Einführung eines Gremiums besprochen, in dem sich die Länderverantwortlichen untereinander verständigen können. Der Kreis der Initiatoren, aus dem der Arbeitsausschuss sowie vorläufige politische Vorstand gebildet worden ist, folgt damit dem eigenen politischen Auftrag, die Organisation von Aufstehen sukzessive in die Hände der Basis zu übergeben."

    (Hervorhebung durch mich.)


    Für wie dumm halten die uns eigentlich? Stärkung der Basis durch die Bestimmung der Führungskräfte für die Basis von oben?

    Leute lasst uns zu Potte kommen, ehe uns die Führungsansprüche der da oben miteinander zerstrittenen Rest einer Gründungsclique lahm legen und spalten. Wir dürfen diese erneut von oben eingesetzten Steuerungskräfte nicht akzeptieren.

    Danke Gerd für diesen Link. Woher kommt er? Ist er irgendwo veröffentlicht?


    Ich würde sagen: der Text bringt ein wenig Licht, aber auch jede Menge Schatten ...


    Es finden sich hier gute Ideen und Vorschläge und endlich auch realistische Einschätzungen und sogar auch mal ein paar konkrete Informationen über das, was an der "Spitze" von aufstehen so gelaufen ist. .

    Auf der einen Seite liest sich der Text für mich wie eine Art Offenbarungseid der Spitze. Zum Ende des Textes werden die politischen Aufgaben deutlich an die Basis gegeben.


    Dennoch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass da doch schon wieder Leute von oben an der Struktur und den Inhalten von Aufstehen stricken. Die Vorstellungen von einer Basisdemokratie scheinen sich bei ihnen doch immer noch darauf zu beschränken, die Mitglieder zu einem Kongress und zu einer Stimmabgabe zu bitten, den allein sie vorbereiten und mit dem sie die von ihnen definierten Ziele von Aufstehen verfolgen.

    Denn wieso muss ich mich dort melden, um zu erfahren, wie es mit Aufstehen weitergehen soll?

    Da müsste doch eigentlich stehen: "Bitte lasst uns wissen, wie ihr an der Basis die Weiterentwicklung von Aufstehen plant und welche Schritte und Ziele ihr definiert! Wir möchten euch gerne unterstützen."


    Nur, wir müssen aufstehen auch wirklich von unten her aufbauen! Wenn es nicht gelingt, Aufstehen wirklich von unten her stark und handlungsfähig zu machen, bleibt uns eben doch nichts, als nach Führern von oben zu schielen.

    ich habe meine folgende Anmerkung eben schon im Koordinatorenbereich gepostet. Aber wir sollten solche Überlegungen mit den Mitgliedern teilen. Deshalb hier noch einmal:


    Wir haben das in der Gruppe OHV so geregelt:

    Jede Sitzung der Gruppe wird von einer vorher von der Gruppe "gewählten" ModeratorIn geleitet. Gleichzeitig haben wir dann immer eine KomoderatorIn, die/der auf die während der Diskussionen auf die Zeit achtet, die Liste der Meldungen führt und dann das Protokoll schreibt. Die KomoderatorIn ist beim nächsten Mal dann die ModeratorIn usw.

    Eine Art GruppenleiterIn wollen wir nicht.

    Die Vertretung nach außen z. B. zur Presse übernimmt dann jeweils auch die ModeratorIn bzw. in Absprache die KomoderatorIn.

    Bisher klappt das ganz gut.

    Hallo liebe MitstreiterInnen,


    Gestern hat mich unsere Ortsgruppe OHV zusammen mit Jörg als Vertreterin der Gruppe für die Angelegenheiten der Landesebene BB von Aufstehen gewählt.

    Unsere Gruppenmitglieder sind an einer basisorientierten Struktur von Aufstehen interessiert und erwarten u.a. von mir, nun auf der Landesebene mit dafür zu sorgen, dass eine solche Struktur möglichst bald gefunden wird. Hier im Forum hat Michael Bode einen Entwurf für einen basisdemokratischen Ansatz (Rat der Gruppen) entwickelt, der mir sehr gut gefällt.

    Angesichts der diversen Schwierigkeiten, denen Aufstehen gegenübersteht, ist eine von einer Spitze unabhängige und in sich von der Basis her aufbauende starke Struktur wichtig. So kann man uns am wenigsten auseinander dividieren und die Bewegung drückt dann direkt und tatsächlich den Willen derer aus, die sich sammeln und aufstehen wollen.


    Deshalb meine Frage in die Brandenburger Runde: In welchen Gruppen gibt es schon gewählte VertreterInnen. Bis wann schafft ihr es, diese Leute auszugucken und in die Spur zu setzen?

    Bitte lasst mal von euch hören!

    Apropos hören: ich würde mir in Zukunft ein viel stärkeren und vor allem auch einen politisch-inhaltlichen Austausch zwischen den Gruppen und zwischen Mitgliedern aus unterschiedlichen Gruppen wünschen. Jetzt leistet und plant jede Ortsgruppe für sich politische Arbeit, aber man hört voneinander eher wenig. Ein Austausch von Erfahrungen, Fragen, Themen und Erfolgen führt zum einen dazu, dass man sich besser und auch mal persönlich kennen lernt und zum anderen sind so dann auch gemeinsame Aktionen möglich, die „von unten“ entstehen und von den Gruppen gemeinsam :a:getragen werden.

    Dies ist ein Diskussionsbeitrag, keine Nachricht. Aber wohin sonst könnte man den Beitrag posten?


    ·       Auf keinen Fall sehe ich in Aufstehen eine Art Wahlhelferin für die LINKEN oder einen Anstoß für deren Erneuerung und stärkere Linksorientierung. Dagegen hätte ich nichts, warum auch, aber das ist nicht mein Anliegen und nicht meine Aufgabe.
    Um ihre Partei sollen sich die Leute der LINKS-Partei selbst kümmern. Aber Aufstehen ist dafür nicht das Vehikel.

    ·       Ich sehe Aufstehen als eine basisdemokratische linke, fortschrittliche Bewegung und vergleiche sie am ehesten mit der alten APO. So stelle ich mir Aufstehen vor und so sollte die Arbeit vor allem in den Ortsgruppen verstanden werden.
    Damals haben wir nicht irgendwelche Direktiven oder Ziele von oben vorgesetzt bekommen. Wir waren alle irgendwie beteiligt. Und es gab durchaus auch mehr oder weniger friedliche Auseinandersetzungen um Strömung, um konkrete Zeile etc.

    ·       Natürlich haben wir damals auch die Welt nicht verändert? Stimmt, jedenfalls nicht in grundsätzlichen Fragen. Aber liebe AufsteherInnen, lasst uns erst mal so weit kommen, wie die APO es damals geschafft hat!

    ·       Aufstehen als zukünftige Volkspartei zu sehen, halte ich für den derzeitigen Zeitrahmen unrealistisch und für verfrüht.
    Wir dürfen uns nichts vormachen: Wir sind nach wie vor eine kleine, nicht besonders populäre Minderheit. Die 170000 Leute, die für Aufstehen unterschrieben haben und immer wieder fälschlicher Weise als Mitglieder von Aufstehen bezeichnet werden, die waren sicher interessiert. Aber viel mehr war das erst mal bei den meisten nicht.
    Aus Brandenburg waren des 463. Und heute sind ca. 120 wirklich irgendwo bei Aufstehen tätig: Sie posten im Forum, gehen zu den Regionalsitzungen, machen Öffentlichkeitsarbeit, treten in Kontakt zu der Bevölkerung, - nicht zu vergessen unser ca. 30 Leute starker „Kopf“, der sich vor allem viele Gedanken macht und versucht, den Prozess und die Vielfalt von Aufstehen in Brandenburg zu organisieren und zu vernetzen.

    Wir dürfen uns nichts vormachen: Wir sind nach wie vor eine kleine, nicht besonders populäre Minderheit. Die 170000 Leute, die für Aufstehen unterschrieben haben und immer wieder fälschlicher Weise als Mitglieder von Aufstehen bezeichnet werden, die waren sicher interessiert. Aber viel mehr war das erst mal bei den meisten nicht.
    Aus Brandenburg waren des 463. Und heute sind ca. 120 wirklich irgendwo bei Aufstehen tätig: Sie posten im Forum, gehen zu den Regionalsitzungen, machen Öffentlichkeitsarbeit, treten in Kontakt zu der Bevölkerung, - nicht zu vergessen unser ca. 30 Leute starker „Kopf“, der sich vor allem viele Gedanken macht und versucht, den Prozess und die Vielfalt von Aufstehen in Brandenburg zu organisieren und zu vernetzen.
    Wenn wir erfolgreich sind, dann kann sich diese Frage nach einer neuen Volkspartei vielleicht einmal stellen. Aber heute ist sie absurd, aus meiner Sicht.


    Hinzu kommt, dass sich eine Veränderung unserer Gesellschaft kaum aus den parlamentarischen Zusammenhängen ergeben wird. Petitionen, Schreiben an Minister und Abgeordnete etc., das sind sicher gut gemeinte Aktionen.

    Aber wir sollten nicht unsere Hauptstrategie darin sehen, unsere festgefahrenen und in ihrem Elfenbeinturm erblindenden Parlamentarier um Verständnis und Einsatz zu bitten.

    Dabei kommt nichts heraus, es sei denn, wir könnten eine Lobby finden, die unser Anliegen unterstützt. Doch für das, was Aufstehen will, gibt es so leicht keine Lobby.

    Ich habe viele Jahre im Kampf und die Verhinderung eines neuen, neoliberalen Kinder- und Jugendhilfegesetzes immer wieder erlebt, dass linken Kräften im parlamentarischen System die Hände gebunden waren und wurden. Und auch, dass sich in dieses System eingebundene auch linke Vertreter des Volkes nicht vorstellen können, dass Politik den Druck aus dem Volk selbst braucht. Nach dem Motto: „Schließlich sind wir doch schon da und kümmern sich um alles – soweit es geht.“
     

    Parteien scheinen in unserem formaldemokratischen System durchaus wichtig. Aber ich halte nichts von „unserem System“, einer scheinbaren Demokratie, wo die meisten der alle 4 Jahre vom Volk gewählten PolikerInnen dem Volk was vormachen und sich nicht um seine wirklichen Sorgen kümmern.



    Es stellt sich also immer noch die Frage: Was kann Aufstehen bewirken? Was könnte unser Nahziel sein? Dazu ein paar Thesen:

    These 1:

    Wir alle wissen, dass wir mit unseren Argumenten fast immer nur die erreichen, die ohnehin so denken wie wir. Aber auch das ist schon ein wichtiger Erfolg. Es gibt viele unentschlossene, potenzielle AufsteherInnen, die sich noch nicht so recht orientiert haben, aber gewonnen werden könnten.

    Von einer Bewegung, die die Massen berührt, sind wir aber meilenweit entfernt. Denn die meisten hören uns gar nicht zu.

    These 2:

    Um diese Vielen zu erreichen liebäugeln manche deshalb mit populistischen Werbemethoden, so nach dem Motto, „Wir erwecken bei den Leuten ein Bedürfnis nach Aufstehen, ohne dass sie sich mit den Inhalten auseinandersetzen müssen.“

    So etwas lehne ich ab.
    Das genau unterscheidet uns doch auch von der AfD: Die greifen die Unzufriedenheit auf und machen die Leute mürrisch und aggressiv. Aber eine Lösung haben sie nicht und den Hintergrund für die Problemlagen der Menschen nennen sie auch nicht – denn es sind schließlich auch ihre eigenen Grundlagen, etwa die Erhaltung von Neoliberalismus und die der globalen Wirtschaft.

    Wenn jedoch wir diese, oft sehr berechtigte Unzufriedenheit aufgreifen, können und sollten wir auch die Hintergründe benennen und anprangern. Wir müssen deutlich sagen, was in unserer Gesellschaft nicht mehr stimmt. Und wir können das, weil wir an dieses neoliberale System nicht gebunden sind in unseren Vorstellungen und Zielen, sondern es überwinden möchten.

    These 3:

    Aber das ist ein schwieriger, langwieriger Prozess.
    Insofern müssen wir uns gedulden: Der Aufstieg von Aufstehen zu einer Massenbewegung dürfte bei uns in Deutschland noch ein wenig dauern.

    These 4:

    Eine andere, sehr wichtige mögliche Wirkung unserer Bewegung aber sehe ich in Folgendem:

    Mit unseren Aktionen, Flugblättern, mit unserem Auftreten im Alltag und in der Öffentlichkeit können wir es schaffen, linkes Gedankengut bei der Bevölkerung wieder „salonfähig“ zu machen. Wir müssen erreichen, dass die Bevölkerung linke Ziele und Lösungen als zumindest normal und interessant wahrnimmt. Das heißt, wir müssen die bestehenden Vorurteile in der normalen Bevölkerung abbauen.

    Wir müssen zeigen: Wir sind nette, aber auch streitbare Leute, wir fressen keine kleinen Kinder, wir sind Leute wie alle anderen, wir engagieren uns für die Allgemeinheit und dafür, dass diese Gesellschaft fair und gerechter gestaltet werden kann.

    In den 68er Jahren kam es vor, dass Leute sich schämten, zuzugeben, dass sie nicht links dachten. Der Mainstream war damals ein völlig anderer als heute. Links sein war sozusagen „in“.

    Heute spricht man als Linker leise, wenn man in einer Gaststätte über Politik redet. Wir leben in einer Atmosphäre, wo es den neoliberalen Kräften gelungen ist, linkes Denken und linke Absichten zu verteufeln und für die Bevölkerung als geradezu anstößig erscheinen zu lassen.

    Damit sollten wir aufräumen.

    Aber auch, wenn dieser Bann und dieses Tabu gebrochen sein wird, können wir deswegen noch lange keinen Massenansturm erwarten.

    Aber dann hätten wir eine uns gegenüber veränderte Haltung in der Bevölkerung, wo wir die Leute sehr viel besser ansprechen, überzeugen und begeistern könnten.

    These 5:

    Dieses Ziel ist eine erforderliche Vorstufe zu jedem weiteren Erfolg der Bewegung. Und ich halte sein Erreichen für überaus notwendig, aber auch für durchaus realistisch.





    Lieber Michael,

    ich wollte dir und niemandem etwas vorwerfen. Und ich weiß sehr wohl, wie du zu diesen Fragen stehst.

    Trotzdem habe ich den Eindruck, dass ihr euch nicht wirklich vorstellen könnt, wie es jemand ergeht, der versucht, die offenbar schon bestehenden Strukturen zu begreifen und ihre Komplexität zu durchschauen.

    Natürlich muss man nicht in jedem Post immer wieder alles erklären. Vielleicht würde es helfen, wenn ihr einfach mal eine geballte Übersichtsinformation reinstellt, wo all diese Sachen, die für euch vermutlich klar und selbstverständlich sind, für die anderen AufsteherInnen verständlich und klar erklärt und auch definiert werden.

    Wenn ihr euch hier oder im FB Stichworte und Halbsätze "zuruft," weiß ich oft nicht, was gemeint ist und worum es überhaupt geht. Aber so wird es doch den meisten Leuten ergehen. Und ich wünsche mir sehr, dass ihr das versteht. Das sind keine Vorwürfe, sondern die solidarische Bitte, euch zu überlegen, wie ihr für mich und viele andere von uns wirklich so transparent werden könnt, wie ihr es doch sein möchtet.


    Ich habe null Probleme damit, meine Identität zu nennen. Ich heiße Mechthild Seithe, lebe in Oranienburg und arbeite in der Ortsgruppe Oberhavel mit. Ich bin davon überzeugt, dass es in unserer jungen Bewegung vor allem auf die Ortsgruppen an der Basis ankommen wird. Wir arbeiten intensiv und sind bestrebt, die Gruppe stabil und so zu entwickeln, dass wir miteinander arbeiten können und uns gegenseitig unterstützen.

    Deshalb konnte ich mich bisher nicht wirklich intensiv um die Organisationsfragen kümmern. Sie sind mir nur vom Erzählen bekannt. Wie ja auch ihr bin ich von denen, die meinen, Aufstehen von oben dirigieren zu können, seit längerem sehr genervt. Vielleicht bin ich jetzt überempfindlich geworden. Aber ich kann noch nicht so richtig erkennen, ob die "Führungs-Praxis" inzwischen wirklich anders ist. Ich lass mich aber sehr gerne davon überzeugen. Ich war allerdings noch auf keinerlei Treffen außerhalb unserer Gruppe. Das werde ich nachholen.

    Danke auf jeden Fall Peter für deine ausführlichen Bemühungen , Klarheit zu schaffen.

    Lieber Jörg, wir können morgen Abend telefonieren. Ich bin eben erst nach Hause gekommen und bin dann auch erst morgen Abend wieder im Lande.

    Lieber Michael,

    du sagst, wir müssten das auf der nächsten Vollversammlung diskutieren - bitte, du sagst nicht, wann sie wo stattfindet. Woher soll ich das wissen?

    Dass das Team z. B. demokratisch legitimiert sein soll - in Zukunft - das ist klar. Aber du sagst mir nicht, wer ihr seid. Warum? Es erinnert, mich leider an die alte Anonymisierungs-Technik der Aufstehen-Initiatoren.

    Und den von dir erwähnten Abschnitt im Forum muss ich jetzt mühsam suchen. Warum sagst du nicht genauer, wo ich das finde.


    Mit Transparenz gegenüber den MitstreiterInnen, die nicht so viel wissen über die Vorgänge wie ihr Insider, fängt es eigentlich an.

    Hallo Michael,

    du schreibst:

    "Das Thema Demokratie und Struktur habe ich für die nächste Landesversammlung angemeldet, am Samstag findet eine Telko zur Vorbereitung der Versammlung statt."

    Da geht es für mich leider schon wieder los: Was für eine Landesversammlung? Wer beruft sie ein? Wann ist sie von wem geplant? Wer macht die Telko ?

    Bitte vergesst nicht, dass die meisten von uns keine Insider sind und wir mit vielen so hingeworfenen Informationen nicht wirklich was anfangen können. Das hat mich an der "alten Aufstehen-Clique von oben" ständig genervt und sollte so nicht mehr passieren, wenn wir uns wirklich basisdemokratisch verstehen..

    Ansonsten unterstütze ich den Beitrag von Klaus-Peter.