Beiträge von Mechthild Seithe

    Das Thema wurde schon vor mehreren Monaten hier eingeführt. Aber jetzt hat fast noch niemand auf das Thema Gruppentag regiert, nun ja, 27 mal wurde es heruntergeladen.

    Ich frage mich, warum ich auch nicht oder noch nicht reagiert habe.

    Natürlich bin ich mit dem Grundansatz und den Zielen voll einverstanden. Aber irgendwas am beschriebenen Prozess will mir nicht so richtig gefallen. Irgendwie habe ich mich auch überrollt gefühlt: Während wir noch dabei sind den Gruppenrat aufzubauen und auf gute Füße zu stellen, steht schon wieder ein neues Konzept am Horizont, das alle Energie erfordern würde. Und es scheint auch schon so kompakt und fertig, dass man gar nicht so richtig auf die Idee kommt, etwas Kritisches dazu zu sagen oder eigene Gedanken dazu zu entwickeln.

    Ich fürchte es ist vor allem der Zeitdruck, der einem die Sprache verschlägt, wenn man das Konzept liest. Dadurch kommt so eine Hetze hinein und man würde lieber das Ganze sich in Ruhe, wenn auch mit Energie, entwickeln lassen. Was mich verwirrt und nicht schmeckt ist z.B., dass der Rat der Gruppen,- mühsam zusammengerauft, das Interesse dafür den Gruppen mühsam entlockt, - im Konzept vom Gruppentag keine wirkliche Rolle spielt.

    Aber wenn ich mir über eins sicher bin, dann das: Diese Basisstruktur muss wachsen können, muss lebendig werden können, Krisen durchleben und überstanden haben, eine gemeinsame Geschichte entwickeln können. Wenn man ihr diese Chancen nimmt, gehe sie kaputt und dann wird es richtig schwierig mit der Basisorganisation. Dann steht sie auf tönernen Füßen.

    Unsere Gruppe ist an den Dingen bei aufstehen außerhalb von OHV nicht so sehr interessiert, hat sich aber klar und einstimmig dafür entschieden, dass sie sich nicht an den Trägerverein hängen will, sondern unser eigenes, selbstbestimmtes Aufstehen leben und umsetzen möchte. Vielleicht haben wir auch eine zu große Angst vor Leuten, die nach dem mächtigen Trägerverein schielen.


    Doch allmählich wir mir immer klarer, woher dieser Druck stammt.

    Leute, die es besser einschätzen können als ich, befürchten, dass der Trägerverein mit seinen Angeboten, seiner "Sicherheit", die er auszustrahlen scheint, mit seiner Bekanntheit und öffentlichen "Anerkennung" in null Komma nichts die Basisgruppen und ihre politische Arbeit quasi aus der Bedeutung von Aufstehen ausblendet, lange bevor wir so weit sind, dass wir uns gesammelt haben und selbstbewusst auftreten können.

    Also müssten wir vielleicht doch versuchen, den Gruppen-Tag zumindest erst einmal formal zu installieren und ihn dann aber wirklich zum Leben erwecken und z.B. in den anderen Bundesländern auch Ratsstrukturen anzuregen..

    Wobei ich es in Brandenburg für sinnvoll und ausreichend hielte, wenn die (inzwischen ja überall gewählten und per Wahlprotokoll verifizierten) VertreterInnen ihr Gruppe anmelden könnten. Die Wahl der VertreterInnen beinhaltete ja schließlich den Auftrag, die Gruppen innerhalb von Aufstehen zu vertreten und zwar im basisdemokratischen Sinne.

    Ich fürchte, jetzt die Gruppen in Windeseile dazuzubringen, noch mal zu entscheiden und zu wählen, das könnte sie überfordern und ins Auge gehen.

    Leute, ich werde langsam müde. Wir wollen hier linke, Gesellschaftsverändernde Politik machen und geben unser Bestes, um einen die Gruppen unterstützenden, basisorientierten Rat der Gruppen aufzubauen - und müssen uns nun seit Tagen mit jemandem herumärgern, der ohne jede Hemmung und Rücksicht diffamiert, beschimpft, verdächtigt und irgendeinen Ärger an uns austobt.

    Und der ohne jede Skrupel ständig in unserem Arbeitsforum herumspaziert und sich dort ungefragt einmischt. Ich weiß ja, Admins können überall rein, aber bitte: nur im Rahmen ihrer Aufgaben. Es ist nicht das Recht von Admins, sich einfach in unser Arbeitsforum einzuklinken und dort Stunk zu machen.

    So kann man nicht arbeiten. So kann man vor allem keine Politik machen.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man auf die kommen, dass all das Theater dazu aufgeführt wird, damit sich möglichst viele Forumsmitglieder und Gäste entsetzt von unserem Forum abwenden.


    Ich bitte um Vernunft und Fairness. Andernfalls kann aufstehen einpacken.

    Ich hoffe sogar sehr, dass Harald das liest und mal selbst was dazu sagt. Klartext und keine vagen Hinweise.


    Natürlich gehört er zu uns. Und er gehört ebenso zum Verein. Mehr ist nicht zu sagen.

    Ich empfinde es als unmöglich, dass die an der Basis politisch Arbeitenden keine Verfügung über Mailadresse der in ihrem Bezirk Interessierten und keine Einsicht in die an uns gesendeten Mails haben sollen. Wie soll ich dieses Ansinnen des Trägervereins interpretieren? Warum muss ich es interpretieren? Warum reden wir nicht offen darüber, statt das Problem herunter zu spielen oder zum Tabu zu erklären?

    Peter sagt, wir können halt nichts daran ändern. Also einen anderen Weg suchen? Das wird uns gerade schwer gemacht. Und deshalb ist das Thema Trägerverein für uns eben nicht Schnee von gestern. Aber dann müssten wir an einem Strick ziehen, eine gemeinsame Strategie entwickeln.

    Aber du, Mirco, ziehst unsere ehrliche Sorge ins Lächerliche. Das finde ich echt überflüssig.

    Und wen meinst du mit "ihr". Ich dachte, wir verfolgen eine gemeinsame Sache.

    Und Peter spricht auch noch von "ihr". Gehört er nicht mehr zu uns?

    Ich vermisse Transparenz und manchmal auch Solidarität in unserer Bewegung. Aber vielleicht geht das nicht so schnell bei einer Sammlungsbewegung.

    Ich für meinen Teil will alles andere als spalten - aber auch nicht gespalten werden.

    klingt ja aufregend! auf welcher Seite sammeln sich 178 e-mails an?

    Ehrlich gesagt, finde ich deine Reaktion auf Jörg nicht angemessen. Gerade Jörg ist m. E. jemand, der sehr stark versucht, auf Leute zu zu gehen und der sich für gegenseitiges Verständnis einsetzt.

    Und sooo egal ist für uns der Trägerverein auch nicht. Eben höre ich, dass in der Satzung des Trägervereins steht, dass die Ortsgruppen, die das Logo des Vereins nutzen, Spenden sammeln und an den Trägerverein abgeben sollen. Gefällt dir das?

    Vielleicht sollte man das Thema nicht mehr so aufregend finden. Ist ja nun wirklich nicht neu.

    Aber dass eine linke Sammlungsbewegung, die sich frei entfalten will, von einer selbsternannten anonymen Gruppe "geleitet" werden soll, das finde ich schon ziemlich unangenehm. Und wer weiß, wohin wir geleitet werden. Einfluss darauf haben wir jedenfalls keinen. Top Down habe ich im Berufsleben, bei Parteien und auch sonst reichlich genossen. Würde wirklich gerne mal etwas von unten, also wirklich demokratisch entwickeln.

    Und noch mal. Was hat dieses Thema bitte mit der Partei die Linke zu tun? Verstehe ich nicht.

    Bericht von Michael Bode

    Rat der Gruppen in Brandenburg gegründet!

    Ganz unspektakulär, sachlich und wie selbstverständlich haben die Aufsteher*innen in Brandenburg etwas zustande gebracht, was Aufstehen auch insgesamt braucht -vor allem auch auf Bundesebene-, damit die Bewegung nicht länger Spielball von Einzelinteressen und Objekt von selbsternannten Führern bleibt:

    Am 27. April 2019 hat sich der Rat der Gruppen in Brandenburg konstituiert. Zuvor hatte die Landesvollversammlung den Gruppen im Land empfohlen, sich untereinander zu vernetzen. Sechs von insgesamt sieben Regionalgruppen in Brandenburg haben jeweils Personen entsandt, die den Auftrag haben, eine Vernetzung der Gruppen auf Landesebene sicherzustellen. Eine weitere Regionalgruppe war durch einen Beobachter vertreten. Die Personen, die von den Gruppen entsandt wurden, vertreten ausschließlich die Meinungen ihrer Gruppen, sie haben kein eigenes freies Mandat.

    Themen des ersten Treffens waren u.a. Kommunikation der Gruppen untereinander, Administration des Brandenburger Forums, bundesweite Mailingliste, Zusammenarbeit bei der Erstellung von Materialen, landesweite Arbeitsgruppen, Entwicklung auf Bundesebene, Kontakte mit anderen Bundesländern.

    Damit sind die Aufstehen-Gruppen in Brandenburg landesweit handlungsfähig und können, soweit erforderlich, mit einer Stimme sprechen.

    Wir fordern alle Gruppen in den Ländern auf, sich ebenfalls zusammenzuschließen. Die Brandenburger möchten mit den Zusammenschlüssen der anderen Länder alsbald Kontakt aufnehmen, um eine basisdemokratische Struktur auch auf der Bundesebene zu schaffen.

    Für den von Tomas Strobel und mir vorgeschlagenen "GruppenTag" auf Bundesebene ist es übrigens nicht zwingend erforderlich, sich zunächst auf Landesebene zu organisieren. Dort kann sowohl ein Landesgruppenrat für die in ihm zusammengeschlossenen Gruppen und deren Mitglieder sprechen als auch jede andere Gruppe direkt für sich. Jeder Vertreter ist dort so "stark", wie die Anzahl der Aufsteher*innen in den Gruppen, die er/sie vertritt. So hat die Stimme jedes Mitglieds von Aufstehen das gleiche Gewicht.


    P.S. Dieser Bericht steht auch oben im Blog.

    Da dort aber nach bisherigen Erfahrungen wenig Zugriffe erfolgen, haben wir ihn auch hier in den Öffentlichkeitsbereich gesetzt. Dopplung deshalb bitte entschuldigen.

    Mechthild Seithe hat einen neuen Termin erstellt:

    Klar, auf den ersten Blick denkt man: Jetzt kommen sie endlich mit dem rüber, was sie uns vor acht Monaten versprochen haben. Und schließlich: Sie wollen das Gleiche wie wir auch, berufen sich auf den Gründungsaufruf etc.

    Aber wieso schicken sie dann von ihnen bestellte Personen in die Länder, die dort allein über die E-mail Adressen verfügen, die uns Demokratie beibringen sollen und die allein den Zugang haben zur Kopfstruktur Aufstehen trägerverein.de?

    Hoppla, sind nicht wir diejenigen, die den anderen Demokratie beibringen wollen? Hat je der König den Bauern gesagt, wie sie sich von ihm absetzen und eine Demokratie werden können. Und auch kein selbsternannter Oberbauer hat das Recht dazu.


    Wenn man bei dem Text und vor allem bei den Organigrammen nicht wüsste, worum es dabei geht - man käme nie auf die Idee, dass all das initiiert und aufgebaut, um nicht zu sagen aufgeblasen wird, um Leute zu unterstützen, die versuchen, durch ihre konkrete politische Arbeit an der Basis der derzeitigen Entwicklung unserer Gesellschaft Einhalt zu gebieten und eine andere, menschenwürdige Gesellschaft aufzubauen. Vor lauter Struktur, Kompetenzen, Verantwortungen, Finanzierungen, Medienschaltstellen usw. ist überhaupt nicht erkennbar, worum es geht. Geht es vielleicht eher darum, einen Apparat aufzubauen, der einigen Macht und vielleicht auch eine Lebensgrundlage beschafft?

    Wenn der Kopf so groß ist, dass er den Rest des Körpers verdeckt, dann stimmt da was nicht. Vielleicht sitzt der Kopf dann gar nicht auf dem Körper drauf?

    Ich bin hier nicht in eine Partei eingetreten, die mir ihre Regeln und Meinungen vorgibt und denen ich mich freiwillig beuge. Ich möchte hier endlich Politik von unten machen und die Kraft all derer befreit sehen, die schon lange darauf warten, dass man in diesem Lande wieder sagt, was man denkt, dass man nicht wartet, bis und ob irgendein gewählter "Volksvertreter" die Interessen der Menschen wirklich ernst nimmt, und dass man als ganz normaler Bürger wieder offen und in Solidarität miteinander für eine Gesellschaftserneuerung streiten kann.

    Es geht um die Konstituierung des Brandenburger Gruppenrates.

    Eine Aufgabe des Rates wird natürlich der Kontakt zu anderen Landesgruppen sein -vornehmlich Berlin. Aber zunächst müssen wir uns finden.


    Es wäre übrigens schön, wenn am 25.4. in Potsdam 2, wegen der Gruppengröße vielleicht auch 3 VertreterInnen für den Rat gewählt würden, dann wären wir am 27.4. schon Gruppenräte aus 4 Gruppen.

    Wir sind nicht die einzigen, die an der Basis Orientierung von aufstehen arbeiten:

    In Bayern haben sich in Regensburg VertreterInnen von 20 Aufstehen-Gruppen getroffen und sich organisiert.


    entnommen FB vom 7.4. (aufstehen Würzburg und Umgebung)

    bitte auf das Bild klicken, um es ganz zu sehen -----


    (irgendwann muss sich mal ein Admin erbarmen und mir erklären, was ich hier falsch mache!)


    Hallo greenline,

    die Frage nach dem verbindenden Medium ist eine weitere, m. E. unbedingt bald zu klärende Angelegenheit.


    Es gibt Vereinbarungen, dass FB nur noch im Sinne von Werbung für Aufstehen genutzt werden soll.

    Aber die lieben AufsteherInnen halten sich nicht daran. Im Forum wird wesentlich weniger ausgetauscht und werden auch weniger Ideen eingebracht als in FB. Mich ärgert das sehr, denn auch ich will FB aus vielen Gründen nicht nutzen. Tatsächlich werden sogar Termine vereinbart und der oder die, die nicht ins FB schauen, bleiben bei der Absprache erst mal außen vor. Das macht alles umständlich und kompliziert.

    Die Frage also ist, wie kriegen wir das Forum so hin, dass es unser entscheidendes und zentrales Kommunikationsmedium wird. Dafür müssen aus meiner Sicht zwei Dinge passieren:

    1. Die Webseite mit den Foren muss klarer strukturiert und ansprechender gestaltet werden. Ich hoffe da auf die neuen Admins. Aber wir sollten auch hier nicht warten auf das, was sie schließlich machen werden, sondern unsere Ansprüche an das Forum als Basismitglieder jetzt gleich deutlich machen. Auch die Admins unseres Forums sind natürlich auch an die Vorstellungen der Basis gebunden und auf sie angewiesen.

    2. sollte es in den Gruppen selbstverständlich sein, dass sich jeder im Forum anmeldet. Das werden die Aufständischen aber nur machen, wenn die Anmeldung einfacher geht, wenn das Forum leichter zu überblicken ist und wenn es für sie genug Gründe gibt, auf den Inhalt des Forums neugierig zu sein.

    Ein Grund, das Forum zu nutzen kann es werden, dass die speziellen Ortsgruppenforen wirklich auch für die Kommunikation vor Ort genutzt werden. Bisher ist das so gut wie nicht der Fall.


    In wenigen Tagen wird übrigens das Protokoll der MV vom 7.4. veröffentlicht. Das kann schon mal einige deiner Fragen klären. Wenn Fragen offen bleiben, dann stell sie hier ein, damit alle was davon haben und die Mitglieder wirklich voll und transparent informiert werden können.

    Ich würde sagen, die Partei die Linke hat und hatte schon immer Angst vor einer starken Außerparlamentarischen Opposition. Sie konnte sich zunächst nur vorstellen, dass da eine Partei-Konkurrenz entsteht. So gesehen schien ihnen Aufstehen gefährlich. Dies scheint sich für sie erledigt zu haben. Eine Basisbewegung aber, die stark ist und eben keinen Halt in einer Partei sucht, können sie sich nicht vorstellen. Deshalb hätten sie Aufstehen jetzt gerne als netten, nur mit regionalen Fragen befassten Kooperationspartner, der sie direkt oder indirekt unterstützt.

    Ich persönlich setze nur sehr begrenzt auf die Möglichkeiten parlamentarischer Arbeit für die Durchsetzung wirklich linker Kritik und für system-nicht-konformer Veränderungen. Ich habe selbst miterlebt, wie auch die Partei DIE LINKE hilflos dastand, weil parlamentarische Regeln und Tricks ihre Anliegen ausgebremst hatten. Dass Druck von außen, durch die betroffene Bevölkerung, möglich und hilfreich sein könnte, dass er sogar nötig ist und nicht durch eine Partei gelenkt und vorgegeben sein muss, diese Vorstellung war gar nicht in ihren Köpfen. Für sie hörte Politik da auf, wo man das Parlament aufhört.

    In einem solchen Kontext kann und will ich Aufstehen nicht begreifen.