Beiträge von Bernd Lachmann

    Ich stimme Adi zu, wenn er die Orientierungslosigkeit von "Widerstand 2020" anspricht.

    Aber auch wir bei AUFSTEHEN müssen den Menschen eine konkrete Antwort auf die Frage geben: "Was wollt Ihr denn für eine Gesellschaft?"

    Der Gründungsaufruf sagt in der Überschrift:

    Gemeinsam für ein gerechtes und friedliches Land.

    Wie ist dieses Land dann charakterisiert? Ist es die Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft, wo die Arbeitnehmer weiterhin Ihre Arbeitskraft an Unternehmer verkaufen? Die Krankenpfleger und andere systemrelavante Berufe vielleicht besser bezahlte werden als heute? Die Reichen immer noch Reicher werden? Wir weiter alle 4 Jahre bei Wahlen unsere Stimme abgeben und dann zusehen, wie die Berufspolitiker nicht das machen, was die Mehrheit des Volkes will? ...

    Wir müssen uns für ein völlig neues System einsetzen, dass es so noch nicht gab. Wir müssen uns mit den Themen Macht, Demokratie, Geld, Banken-und Finanzsystem u.v.m. auseinandersetzen. Dann reift die Erkenntnis, wo die Wurzeln des Übels liegen.

    Die Regionalgruppe Brandenburg wird sich im 2.Halbjahr im Rahmen einer gegründeten Arbeitsgruppe intensiv mit dieser Thematik beschäftigen. Wir würden uns freuen, wenn es uns gelingt hier bundesweit etwas zu bewegen und interessierte Mitstreiter zu gewinnen. Für unsere Bundeskanzlerin gibt es zur heutigen Gesellschaft keine Alternative, in der Corona-Krise fehlt ihr der Weitblick. Wörtlich sagte sich kürzlich: "Wir können nur auf Sicht fahren". Wir sollten Alternativen und mehr Visionen und Weitblick haben.

    Die Bundesregierung will uns weismachen, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter ihr steht. Doch das ist schon lange nicht mehr der Fall.

    25 Jahre nach der Wende erkannten viele Ostdeutsche, dass die Versprechen von Kohl und Merkel nach blühenden Landschaften "Seifenblasen" waren. In Dresden gingen Bürger auf die Straßen und formierten sich zu "Pegida". Hier kamen vielfältige Unzufriedenheiten mit dem System hoch, aber die Systemparteien schoben diese Bewegung in die rechte Ecke. Auch DIE LINKE verhielt sich so. Lachender Sieger war letztlich die AFD, die sich diesen Menschen zuwandte und letztlich ihre Erfolge bei den Wahlen erntete.

    Dann wurde 2018 AUFSTEHEN als linke Sammelbewegung aus der Taufe gehoben. Spontan registrierten sich 170.000 Anhänger. Was daraus wurde ist bekannt.

    DIE LINKE vergab sich hier wieder die CHANCE, Menschen, die offensichtlich ein anderes gesellschaftliches System wollten, als Wählerpotential zu gewinnen. Stattdessen wurde Sarah Wagenknecht krank gemobbt und AUFSTEHEN Spaltungsabsichten unterstellt. Der Trägerverein trug aktiv oder passiv dazu bei, dass AUFSTEHEN von der Mehrheit der Bevölkerung nicht wahrgenommen wird.

    Die jetzige Corona Krise zeigt deutlich die Schwächen und Mängel des kapitalistischen Systems. Große Teile der Bevölkerung ordnen sich widerspruchslos allen Maßnahmen unter, auch der Abschaffung aller Grundrechte. Im Bundestag regt sich kein Widerspruch, außer bei der AFD. DIE LINKE stellt zwar Forderungen, die soziale Härten abmildern sollen, aber ansonsten ist sie mit den Maßnahmen der Regierung konform. Sie vergibt erneut die Chance jetzt deutlich für einen Systemwechsel zu kämpfen und vielen unzufriedene Bürgern einen Ausweg aufzuzeigen. Einerseits liebäugelt man noch mit einem ROT-ROT-Grün bei der nächsten Bundestagswahl, andererseits werden Meinungen, die nicht regierungskonform sind wieder in die Schublade von Querfront und Verschwörungstheorie gesteckt. SO wird DIE LINKE nie zu einer Partei werden, die die Massen hinter sich bekommt.

    Kein Wunder also, dass es Potential für eine neue Bewegung oder Partei wie "Widerstand 2020" gibt. Ich finde das beachtlich, dass schon über 60.000 Menschen ihren Beitritt erklärt haben. Die Sponsoren dieser Partei kommen zum Großteil aus dem Bereich der Ärzteschaft und Juristen. Aber die Gründungsidee jetzt nicht zu schweigen, sondern Widerstand zu leisten kommt offensichtlich bei vielen Bürgern an. Alle sind aufgerufen, an einem Parteiprogramm mitzuarbeiten. Das dieses noch nicht fertig ist, kann ich nachvollziehen.

    Ich vermute, dass dieser Partei aber auch schnell der Ruf einer Rechtspartei angehängt wird. Alles was dem bestehenden System gefährlich werden kann bekommt ja bekannter Weise auch schnell die "Verschwörungsetikette" angehängt. Ich für mich werde die Entwicklung erst einmal neutral beobachten, ihr aber nicht Spaltungsabsichten unterstellen. Das hat man uns als AUSSTEHEN von der ersten Stunde an unterstellt. Die Frage ist, ob wir mit AUFSTEHEN überhaupt noch in die Lage kommen, tatsächlich Menschen für unsere Ziele zu sammeln/ zu gewinnen oder ob andere es uns vormachen, wie es geht.

    Genügend Stoff zu diskutieren und handeln - bevor es zu spät ist.

    In der derzeitigen Corona-Krise reden die Regierungsvertreter pausenlos davon, dass der Schutz von Gesundheit und Leben der Menschen das Wichtigste ist und auch vor wirtschaftlichen Interessen steht, also auch den Verlust von Arbeitsplätzen und Insolvenzen rechtfertigt.

    Das klingt ja sehr human und christlich. Aber das wahre Gesicht zeigen sie mit ihren Taten. Milliarden für weitere Aufrüstung, weltweite Rüstungsgeschäfte, Verlängerung der Kriegsbeteiligung der Bundeswehr im Ausland usw. !

    Warum sorgt sich die Regierung nicht auch hier um Schutz von Gesundheit und Leben der Menschen? Waffen sind dazu da, um zu töten. Und wir exportieren diesen Tod! Dafür müssen auch die Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie gesichert werden. Was für ein Widerspruch!!! Wie lange wollen wir das noch dulden???

    Die Corona-Krise führt zu immer mehr Einschränkungen im öffentlichen Leben.


    Eines Tages mag der Virus eingedämmt und auch wirksame Medikamente oder Impfstoffe vorhanden sein, aber Corona hat viel mehr offen gelegt als ein Gesundheitsrisiko für die Menschen.


    Es zeigen sich die Mängel des kapitalistischen Systems ganz deutlich. Der Markt regelt eben nicht alles.


    Wir müssen wachsam beobachten, was uns die Politik an Maßnahmen verordnet und wem diese Maßnahmen nützen.


    Werden wieder nur Banken und Großkonzerne gerettet oder steht diesmal wirklich der Bürger im Mittelpunkt?


    Werden Menschen endlich gerecht für ihre Arbeit entlohnt oder müssen sie sich für ihre Arbeit am Limit mit einem Dankeschön der Politik begnügen?


    Wir alle sind Menschen auf diesem Erdball – egal mit welcher Hauptfarbe und Herkunft.


    Jetzt gilt bei uns die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern. Wie sieht es damit in den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland und der Türkei aus?


    Warum gibt es überhaupt so viele Flüchtlinge?


    Waffenexporte exportieren Krieg und importieren Flüchtlinge. Aber nicht nur Krieg macht Menschen zu Flüchtlingen, auch die Gefahr zu verhungern oder zu verdursten.


    Warum müssen Menschen, oft auch Kinder, verhungern, verdursten oder an fehlenden Medikamenten sterben?  Weil wir auf Kosten dieser Menschen im Überfluss leben.


    Und wenn uns dieser Überfluss in Gefahr gerät, werden wir zu „Hamstern“ – selbst wenn es um Toilettenpapier geht. Denken wir in diesen Zeiten an die Menschen, denen es noch viel schlechter geht als uns und sorgen wir durch Solidarität und mit einem Politikwechsel dafür, dass es Allen gut geht und nicht nur dem einen Prozent der Reichen.


    Der Staat wirft die Gelddruckmaschine an, kappt die Schuldenbremse und nimmt Kredite von Banken auf. Als das ist keine Lösung.


    Kürzen wir endlich die sinnlosen Milliarden im Rüstungshaushalt und setzen diese Gelder zum Gemeinwohl ein.


    Die nächsten Bundestagswahlen lassen nicht mehr lange auf sich warten und wie immer werden wir mit Wahlversprechen geködert werden.


    Es ist Zeit für einen Systemwandel. Mischen wir uns ein solange wir noch die Zeit dazu haben.


    Bleibt gesund, wachsam und kämpferisch :a::thumbup:

    Bernd Lachmann

    AUFSTEHEN Brandenburg an der Havel

    Was würde passieren, wenn Russland Ähnliches plant und durchführt?

    Große Truppenverlegungen nach KUBA oder Mexiko… ???

    Wie würden USA und NATO reagieren???

    Die NATO erwartet von Putin, dass er so etwas nicht wagt und hofft, dass er den Worten traut, dieses NATO-Manöver wäre nicht gegen Russland gerichtet.

    Das blinde Vertrauen in ein Nichtangriffspakt mit Deutschland hat die Sowjetunion im 2. Weltkrieg bitter zu spüren bekommen.

    27 Millionen Menschenleben kostete dieser Fehler.

    Den gleichen Fehler wird Russland kein 2.Mal machen.

    Wir sitzen alle auf einem Pulverfass und die NATO zündelt an der Lunte. So wie Deutschland jetzt die „Drehscheibe“ für die Truppenverlegungen nach Ost wird, würde es in einem Krieg mit Russland ebenso zum Hauptschlachtfeld werden.

    Wollen wir das riskieren?

    • Nehmen wir dieses Kriegsmanöver nicht widerspruchslos hin!
    • Beteiligen wir uns an den geplanten bundesweiten Protestaktion.
    • Entlarven wir die Lüge von der Notwendigkeit und Harmlosigkeit dieses „Kriegsspiels“!

    Wer fragt eigentlich hier nach „CO-2 Ausstoß“ und Belastungen für Mensch und Umwelt? Niemand! Dafür tragen die Bürger höhere Kraftstoffkosten und andere Mehrbelastungen.

    Verbreitet diesen Aufruf auch über Eure Kontakte.

    Aus Anlass der kommenden Manöver im Osten Europas und zum besseren Verständnis der Sorgen, die mit der imperialen Gewalt der USA wachsen, erinnern die Nachdenkseiten an den Brief eines tschechischen Oberstleutnants. Er durchschaute die imperiale Strategie der USA und gab seine Natoorden zurück.

    Hallo Adi,

    hatte den Brief gerade unter Material eingestellt. Da hatte ich Deinen Kommentar noch nicht gelesen, aber doppelt hält besser.

    Hallo Susanne,

    ich stimme Dir zu. Nur müssen wir noch eine/n "Greta" für das Thema Frieden finden. Aber Eine wird's wohl nicht schaffen.

    Ein Lösungsweg scheint aber möglich und erfolgreich zu sein. Wir müssen uns bei den Klimademos einklinken und überall den Zusammenhang von Klima - Militär- Rüstung - Krieg ansprechen und zwar laut und nicht leise.

    Bundestag hat heute mit Mehrheit das Klimapaket beschlossen. In den Nachrichten war zu hören, dass nun auf ALLE höhere Kosten zukommen.

    Aber 10 Cent höhere Spritkosten könnten ja dazu führen, das Auto stehen zu lassen. :/

    Das wird nicht passieren, denn die meisten brauchen das Auto und gewöhnen sich nach und nach an die höheren Kosten. So tragen wir mit unserer Kostenbeteiligung dazu bei, dass die Bundeswehr weiterhin mit Panzern und Flugzeugen CO2 in die Luft blasen kann.

    So funktioniert Klimaschutz in den Köpfen der gut bezahlten Berufspolitiker.

    :/ || :cursing:

    Bernd Lachmann hat einen neuen Termin erstellt:

    Lieber Bernd, was ich noch sagen wollte: Danke nochmals für den ausgezeichneten Vortrag auf dem Friedensforum am 14.10, in Bergholz-Rehbrücke. Kann man den übrigens auch irgendwo im Netz finden? Wäre m.E. auch gut zu gebrauchen als Werbung für Deine Friedensforen. Mögliche Interessierte können sich so vorab einen Eindruck verschaffen. Natürlich kann das Anschauen am Bildschirm nicht die persönliche Teilnahme ersetzen, da kommt ja noch viel mehr rüber als am Bildschirm. Alleine schon die Diskussion danach.

    Deinen wirklich (leider immer noch oder schon wieder) hochaktuellen Brecht-Text habe ich hier mal in meine Evernote-Notizen reingenommen, da kann sich den jeder runterleden.

    Lieber Adi, ich danke Dir für Deinen Kommentar. Im Netz steht mein Vortrag nicht, wüsste auch rein technisch nicht, wie das umzusetzen wäre.

    Bernd Lachmann hat einen neuen Termin erstellt:

    Die LINKE NUTHETAL hat mich gebeten,

    ein öffentliches Friedensforum am 14.10.2019 um 19:00 Uhr in Bergholz-Rehbrücke durchzuführen.

    (Einzelheiten siehe Anhang.)


    Ich werde dieser Bitte gern nachkommen und würde mich freuen, wenn auch viele Mitglieder von AUFSTEHEN aus der näheren Umgebung teilnehmen.

    Seht und hört Euch einen interessanten Powerpoint Vortrag an und lasst uns gemeinsam beraten, was wir gegen die Kriegstreiber tun können.


    Ich bin gern bereit weitere Friedensforen in anderen Städten und Gemeinden Brandenburgs durchzuführen.