Allgemeine Vorschläge für Vernetzungstreffen

  • Hallo,


    Wir glauben es besteht Einigkeit bei allen Teilnehmern der VK, dass ein gewisser Optimierungsbedarf besteht. Hierzu möchten wir ein paar Vorschläge unterbreiten.


    Generelles zu Themen innerhalb der VK

    (Siehe hierzu auch Inhalte und Vernetzung, weiter unten)


    Wir finden die VK nicht den besten Ort, um über Inhalte der Themen im Detail zu diskutieren.

    Unsere Wunschvorstellung:

    1) Es wird ein Thema aufgeworfen, also z.B. hier im Forum.

    2) Die Ortsgruppen diskutieren intern über das Thema.

    3) Die Ortsgruppen bringen sich entweder als Einzelpersonen oder als Ansprechpartner hier ins Forum zu dem Thema ein und diskutieren dort das Thema mit anderen Ortsgruppen. Möglicherweise landet deswegen das Thema auch wieder bei der Ortsgruppe.

    4) In der VK landet das Thema dann entweder in Form eines allgemeinen Konsenses oder auch in Form eines Dissens. Bei einem Dissens wird dann in der VK abgestimmt. Es wurden in der VK zwar ein paar Stimmen laut, dass Demokratie immer auf eine Konsensentscheidung hinauslaufen soll, und das ist sicherlich auch wünschenswert, wir halten das aber für etwas illusorisch.

    5) In der VK wird dann nur etwas Konkretes beschlossen, also z.B., wenn jemand eine Aktion vorschlägt den Termin, welche Ortsgruppe sich beteiligen o.Ä. aber eben keine längeren Diskussionen über die Inhalte eines Flugblatts für eine Aktion.


    Wir wissen auch nicht, ob es wirklich so sinnvoll ist, z.B. die Beschlussvorlagen oder andere Themen, nochmals in längerer Form zu erwähnen. Entweder sie wurden gelesen, wozu dann nochmal vorstellen? oder eben nicht. Im letzteren Fall erübrigt sich das für die meisten Ortsgruppen wohl auch, da die meisten Anwesenden wohl allein gar nicht entscheidungsbefugt sind.


    Und, auch dieses müssen wir leider ansprechen, Wenn Beschlussvorlage A hier im Forum steht, dann ist es auch nur diese Beschlussvorlage über die abgestimmt werden kann, aber nicht Beschlussvorlage A + Änderungen oder Ergänzungen, oder dieses muss, in einem großen Zeitabstand zur VK, passieren.


    Es könnte der Einwand kommen, dass dann die im Vorteil wären, die im Forum gut und viel schreiben, aber dieses ist ein eher generelles Problem, und trifft auf Facebook und die VK genauso so zu.


    Es wurde von einigen Teilnehmern zwar, wieder mal, geäußert, dass die Dokumente nicht vorlagen oder, wegen Corona, nichts in der Ortsgruppe diskutiert werden konnten, hierzu sollte man zwar eine Lösung finden, aber wir empfinden es eben nicht als Zweck der VK die Dokumente zu Verfügung zu stellen oder erst dort auf diese Hinzuweisen. Wenn die Kommunikation Mails oder Forum <->Ortsgruppen nicht funktioniert, muss dafür eine Lösung gefunden werden. Das mögen die jeweiligen Ortsgruppen zwar als Benachteiligung sehen und sie fordern, eventuell zu Recht, eine Möglichkeit der Diskussion, auf der anderen Seite, und so empfinden wir das, fühle wir uns auch etwas benachteiligt, wenn man durch immer wieder erneutes Aufwärmen der selben Themen irgendwie nicht weiter kommt und diese bei uns in der Ortsgruppe schon ausgiebig diskutiert wurden.


    Tagesordnung


    Wir sehen eine gewisse Notwendigkeit, die Tagesordnung auch möglicherweise, während der VK ändern zu können. Dieses sollte aber generell vermieden werden. Ergänzungen zur Tagesordnung bzw. neue Punkte, können ja z.B. 14 Tage vorher hier ins Forum geschrieben werden und dann in die Tagesordnung aufgenommen werden. Wenn sich was neues direkt innerhalb der VK ergeben sollte, sollte dieses nach „Sonstiges“ verschoben werden.


    Wir sehen dieses Punkt zwar als schwierig an, da fehlen sicherlich auch Erfahrungswerte, aber man sollte vielleicht auch mal über eine ungefähre Zeitvorgabe bei den Tagesordnungspunkten nachdenken. Z.B. Heute Punkt 5 "Aktionen Bundesebene" in Anbetracht der Sachlage, dass einige Termine eigentlich fest vorgegeben sind, z.B. Weltfriedenstag o.Ä. kann man diesen Punkt eigentlich gar nicht auf die nächste VK verschieben. Anderes als die Beschlussfassungen o.Ä. zum Thema Vernetzung wurden in den bisherigen VKs nicht ausreichend behandelt.


    Es gibt da eine Sache bei Parteitagen von Parteien, die man sich für VKs vielleicht auch mal überlegen sollte. Es besteht dort die Möglichkeit einen Geschäftsordnungsantrag einzubringen: „Ich beantrage eine Abstimmung über das Ende der aktuellen Aussprache“. So mancher mag sowas zwar als „abwürgen“ empfinden, wenn die Mehrheit der Teilnehmer es aber so empfindet, dass die aktuelle Aussprache zu nichts führt, sollte man vielleicht besser die Mehrheit berücksichtigen.


    Es sollte darauf geachtet werden, dass die jeweilige Rede mit dem jeweiligen Tagesordnungspunkt übereinstimmt.


    Jeder sollte zu einem Tagesordnungspunkt nur einmal seine Meinung äußern. Lange Reden und Gegenreden über denselben Punkt und von denselben Personen sind zu vermeiden.


    Abstimmungen und Technisches


    Der genaue Wortlaut der Abstimmung sollte in den Chat o.Ä. geschrieben werden.


    Das mit dem m im Chat für eine Wortmeldung ist okay, dennoch finden wir den Chat selber auch sehr wichtig.


    Wie sieht es aus, wenn man in der VK zu einer Abstimmung kommt, die nicht nur auf Ja oder Nein hinausläuft? Das mit dem Hand heben und zählen ist auch nicht so gut. Hier sollte man sich etwas überlegen.


    Andere Formen der Abstimmung, wie Konsensieren, sind so auch kaum möglich.


    Um offen und ehrlich zu sein, uns kommen nach der heutigen Konferenz auch generelle Zweifel auf, was diejenigen machen, die bei einer oder mehreren Abstimmungen unterliegen.


    Es dauert bei jeder VK etliche Zeit, bei der vorletzten ca. 1:30 Stunden, bis man überhaupt bei Punkt 1 der Tagesordnung war.


    Uns ist aufgefallen, dass die jeweiligen Teilnehmerlisten Differenzen bezüglich der anwesenden Ortsgruppen aufweisen. Vielleicht ist es auch unsere Wunschvorstellung, aber so sicher, dass alle Ortsgruppen vom Vernetzungstreffen wissen, sind wir uns nach wie vor auch nicht, oder sind wir wirklich nur noch so wenige? Es kann auch sein, dass einzelne Ortsgruppen mittlerweile nicht mehr teilnehmen wollen.


    Inhalte und Vernetzung


    Das Ursprungsthema war eigentlich Vernetzung. Vernetzung bedeutet für uns aber nicht ausschließlich Strukturen, sondern auch z.B:


    - Vielleicht gibt es 2 verlorene Aufstehen Seelen in Wuppertal, die, wegen Personalmangel, einfach wenig machen können. In Düsseldorf sind wir zwar auch nicht sehr viele, aber wir denken durchaus, dass 3 bis 4 von uns eventuell an einem Wochenende nach Wuppertal fahren würden, wenn man es denn überhaupt wüsste.


    - Vielleicht hat die Ortsgruppe Leipzig einen genial aufgemachten Infostand, die Ortsgruppe Rostock hat das Ding für Rostock gefunden, was Leute anzieht. Hat Köln eventuell einen genialen Flyer zum Thema Altersarmut? Von all dem weiß die Düsseldorfer Ortsgruppe leider nichts.


    - Bundwesten Aktion, gibt es irgendwo vielleicht noch irgendwo übrig gebliebene Bundwesten mit Aufdruck?


    - Themen Gründungsaufruf, Themen auf der Straße wie es Aufsteher gerne hätten, Themen auf der Straße wie es Passanten interessiert, gibt es hier Differenzen? Gibt es Ideen der Umsetzung? Ist das lokal oder bundesweit? usw.


    - Termine. Diese sind häufig fest vorgegeben, insbesondere auch dann, wenn ihn auch andere Gruppierungen nutzen. Weltfriedenstag, 1.Mai und welche Termine es da sonst noch so gibt. Auf jeden Fall wird hier nicht auf Aufstehen gewartet.


    Das sind alles nur (willkürliche!!!) Beispiele, die uns so zum Thema Vernetzung einfallen, also vor allem auch die gegenseitige Unterstützung in Form von Ideen-, Material- und Erfahrungsaustausch und eventuell gemeinsame Aktionen, auch mit der direkten „Nachbarschaft“, aber eben nicht nur Strukturen.


    - Welche Infrastruktur ist dazu sinnvoll und notwendig? Gibt es Infrastruktur, wo möglicherweise Änderungen notwendig sind (Wir denken hier speziell an Facebook)?


    - Welche Art und Umfang dieser Vernetzung ist überhaupt gewünscht?


    Für die vorherigen Punkte ist keine umfangreiche Personalstruktur notwendig, denken wir. Höchstens im Einzelfall, wenn es z.B. darum geht für irgendwas einen Admin, Moderator o.Ä. zu finden. An diesem Punkt sollten, wenn möglich, aber immer mehr als eine Person zuständig sein.


    - Da die bisherigen Infrastrukturen seit der ersten VK kaum genutzt wurde, besteht hier überhaupt Interesse und Notwendigkeit?


    Was ergibt sich daraus für den Trägerverein? Stichwort "Trägerverein als Dienstleister", es ist schlecht, wenn keine einheitliche Meinung besteht, worin dieser Dienst überhaupt bestehen könnte und was erforderlich ist.


    Auf der anderen Seite, ergeben sich dadurch aber möglicherweise Punkte, die durchaus Einfluss auf irgendwelche Strukturen also auch diverse Beschlussfassungen haben könnten und diesen sogar in einzelnen Punkten widersprechen?


    Ortsgruppe Düsseldorf

    Stellvertretend Peter Flindt

  • Danke Peter für diesen Beitrag.

    Du behandelst in weiten Strecken mögliche Regeln für die Behandlung von Themen mit dem Ziel der Abstimmung,

    Dabei ist weder die Art der Abstimmung, noch die Art der Einigung etwas, das zur Zeit bei den Teilnehmern als eine einhellige Meinung ab zu bilden ist.

    Im 2. Teil zielst Du auf den Begriff Vernetzungstreffen ab. Das ist meines Erachtens der wirkliche Schwerpunkt. Auch wenn das Initiatoren Team behauptet, dass diese Aufgabe erfüllt sei , so warten wir immer noch auf die Offenlegung aller Teilnehmer mit deren E-Mail Adressen.

    Wenn Du um weiteren Verlauf beispielhaft Fragen auf zählst, die uns alle betreffen und die im freien Austausch zu behandeln sind, dann sind wir genau bei der Offenen VK mit dem Thema: Lasst uns beraten. Diese Beratung halte ich pers. für zur Zeit wesentlich wichtiger als irgend welche Abstimmungen nach welchem Prinzip auch immer. Wir alle sind mündige Bürger und auch mündige Aufsteher die sich in Augenhöhe frei und in Respekt zur gemeinsamen Beratung begegnen sollten. Da braucht es keine Abstimmung mit Stimmen zählen, damit nachher wer eigentlich? Wem gegenüber erklären kann: Aufstehen hat sich demokratisch da zu oder zu etwas anderem entschieden. Das sollte nicht das Ziel einer Vernetzung sein, sondern das erste und wichtigste Ziel ist die Bereitstellung von Vernetzungs Daten, auf Grund derer dann eine freie Beratung erfolgen kann. Sollten sich im Laufe dieser Beratung, und das wird unweigerlich passieren, Formen des Umgangs verfestigen, weil sie sich in der Praxis als sinnvoll und erfolgreich erwiesen haben, so kann man das dann gerne Strukturen nennen.

    Wir sind noch weit davon entfernt mit einer Stimme zu sprechen, das kann man auch nicht mit Gewalt erzwingen, indem man die Teilnehmer einer VK zu bestimmten Handlungsformen verpflichtet. Das haben für mich die beiden letzten Versuche gezeigt. Deswegen werbe ich für eine offene, im Zugang nicht reglementierte VK zur Beratung derjenigen, die sich beraten wollen. Der Gastgeber achtet dabei darauf, dass die Regeln des respektvollen Umgangs miteinander eingehalten werden. Er sollte auch dann, wenn jemand meint einen Anderen persönlich an zu greifen, Ihn nach Ermahnung und wiederholtem Nichtbeachten stumm schalten können. Sonst brauchen wir eigentlich keine Regeln. Der Moderator hat lediglich die Wortmeldungen nacheinander auf zu rufen und darauf zu achten, dass jeder ausreichend zu Wort kommt ohne den Anderen die Möglichkeit durch überlange Beiträge zu Wort zu kommen zu nehmen,

    Lasst uns das mal am 9. August versuchen.

  • Ich möchte Ottopeter in seiner Sicht unterstützen und auch bitten, unnötige Bürokratie zu vermeiden. Das Konsensprinzip halte ich für unverzichtbar und demzufolge Abstimmungen mit Mehrheiten für nicht sinnvoll. Grundsätzlich gilt in einer Bewegung das Prinzip der Freiwilligkeit. Jede Abstimmung bedeutet, auf die Mitarbeit der Unterliegenden zu verzichten. Es gibt (zum Glück) kein Mittel, Aufsteher zur Aktion zu verpflichten. In Bezug auf den grunsätzlichen Sinn der Vernetzung stellst Du wie selbstverständlich auf die Hauptaufgabe Aktionen ab. Das ist, meine ich zu eng gesehen und verleitet, Demos, Mahnwachen u.ä. als das eigentliche Ziel zu betrachten. Das können diese Aktionen aber nicht sein, es ist notwendig, allgemeiner anzusetzen. Aktionen müssen immer einen realisierbaren Zweck haben, der im Gesamtziel der Bewegung eingebettet ist. Nicht Aktionismus, sondern wirkliche Veränderung im Ergebnis einer Aktion ist gefragt. Was ich meine, ist, dass die formalen Regeln der Konferenzen diese nicht inhaltlich beschränken dürfen. Und es sollten sich gerade bei der Wahl von Aktionsformen keine Automatismen einschleichen. Das ist nämlich der Hauptgrund dafür, dass soviel unnütz agiert wird. Übrigens ist das auch ein Grund, warum oftmals linke Aktion so wenig erfolgreich ist. Die Parteien sollten, auch aus diesen Gründen, nicht unbedingt als Vorbild genommen werden. Ich äußere hier meine Meinung, obwohl ich nicht für eine Gruppe spreche. Steffen Beck

  • Liebe Aufsteher*innen der Ortsgruppe Düsseldorf, lieber Peter,

    über euren konstruktiven Beitrag im Brandenburger Forum freue ich mich sehr und kann ihn in den meisten Punkten teilen.


    Genau so, wie ihr die Erfordernisse der Vorbereitung einer VK durch eine vorherige Diskussion in einem Forum umschreibt, war bzw. ist vom Initiatoren-Team ursprünglich auch schon das hiesige Diskussionsforum im Forum Brandenburg angelegt, nur dass sich die Diskussion hier ziemlich in Grenzen gehalten hat.


    Letzteres mag einerseits durch unsere beschränkte Reichweite -wobei wir in der Tat davon ausgehen müssen, dass es leider kaum besonders viel mehr aktive Gruppen gibt, als wir erreichen konnten-, andererseits auch durch das -positiv formuliert- ausbaufähige Interesse an einer bundesweiten Bündelung der verbliebenen Kräfte und der Schaffung der dafür erforderlichen Struktur bedingt sein.


    Zu recht sprecht ihr viele wichtige Aspekte der Vernetzung, des Austausches, der Verfügbarmachung von Vorhandenem etc. an. Ebenfalls zu recht befasst ihr euch auch mit der Frage der Entscheidungsfähigkeit und welche Probleme sich in diesem Kontext stellen und zu lösen sind.

    Damit hebt ihr euch wohltuend von denen ab, die immer noch nicht begriffen haben, dass es sich bei beiden Aspekten, dem der Vernetzung und dem der Herstellung von Entscheidungsfähigkeit, nicht um solche handelt, die im Widerspruch zueinander stünden oder sich gar ausschlössen, sondern um solche, die sich notwendig ergänzen:


    Breit diskutieren, demokratisch entscheiden, gemeinsam handeln.


    Das muss die Devise für aufstehen sein.


    Entscheidungen sind eine objektive Realität, der man -jedenfalls im demokratischen Sinne- nicht gerecht wird, wenn man ihre Existenz und ihr Erfordernis leugnet. Entscheidungen fallen, so oder so! Selbst etwas nicht zu entscheiden, ist eine Entscheidung.


    Die Frage ist doch die, ob die Entscheidungen von einem Vorstand, einem Anschieberstammtisch, also sowas, wie einem Schattenvorstand, oder demokratisch von der breiten Basis, befördert durch das proaktive Bemühen um Einbeziehung Aller getroffen werden.


    Unter basisdemokratischen Gesichtspunkten ist jedenfalls die funktionale Rolle des Vorstandes eines TV einerseits und eines -ebenfalls selbsternannten- "Anschieberstammtisches" andererseitsgenau dasselbe, nur dass der eine mehr Gestaltungs- und Steuerungsmacht hat, als der andere.


    Solange die Basis den ihr gebührenden Platz nicht mit Demokratie ausfüllt, greifen eben andere zu, Vorstände oder Schattenvorstände.


    Beide erkennt man verlässlich daran, dass sie weder die direkte Demokratie noch die beste Form der indirekten Demokratie, nämlich das weisungsgebundene, also imperative, Mandat, auf die politische Tagesordnung stellen und sogar nach Kräften durch Verleumdung als "Pöstchenwirtschaft" etc. dagegen kämpfen, obwohl das weisungsgebundene Mandat gerade das genaue Gegenteil davon ist, weil der Mandatsträger jederzeit abberufen werden kann.
    Bei Vorständen und Schattenvorständen geht das nicht so einfach. Wen man nicht gewählt hat, kann man auch nicht absetzen.

  • grundsätzlichen Sinn der Vernetzung stellst Du wie selbstverständlich auf die Hauptaufgabe Aktionen ab.

    Das versuchte ich mit dem Beispiel Rostock und "Ihr Ding" anzudeuten.
    Aktionen wie Infostände, Demos etc. ob jetzt alleine oder mit anderen zusammen halte ich durchaus für wichtig und sinnvoll, und das ist auch das was ich überwiegend bei Aufstehen finde (Bei dem wenigen was ich überhaupt so von anderen Ortsgruppen finde...).
    Aber auch hier, irgendeine Ortsgruppe hatte man so ein Glücksrad wo jeder drehen konnte und eine Kleinigkeit gewinnen konnte. Vielleicht finden sowas ja auch andere Ortsgruppen eine gute Idee.

    Mir schwebt unter Aktionen aber auch etwas anders vor, ich weiß nur nicht was genau. Sei es jetzt aktive Aktionen, ich meine MW oder Brandenburg hat irgendwo mit anderen Bäumen gepflanzt, oder Witten nimmt an einem Projekt Teil, wo es, zusammen mit anderen Gruppen, um direktere Bürgerbeteiligung in der Politik geht. Ich muss gestehen, ich bin bei sowas eben wenig eigenkreativ, ich brauche da schon etwas Inspiration. Ich meine mit dieser Inspiration nicht, dass man es dann einfach nur kopiert, ich denke dass ist auch stadtabhängig, aber so die Richtung in der man vielleicht man denken könnte.


    Breit diskutieren, demokratisch entscheiden, gemeinsam handeln.

    Es wird eben nicht breit diskutiert, damit fängt es doch schon an. Ich glaube ich brauche dir nicht zu sagen wie viele Grüppchen es so gibt, die dieses Vernetzungstreffen, oder auch andere Sachen, generell ablehnen.
    Wird auf Facebook oder z.B. hier im Forum irgendwo über Aufstehen diskutiert? Auch kaum bis gar nicht.

    Dann Treffen in der VK auf einmal verschiedene Meinungen aufeinander und die Probleme fangen an.

  • zum Zitat von PF:

    Ich glaube ich brauche dir nicht zu sagen wie viele Grüppchen es so gibt, die dieses Vernetzungstreffen, oder auch andere Sachen, generell ablehnen.


    Ich beschäftige mich seit ich denken kann mit Fragen: Wer hat die Macht? Wer ist an der Macht? Welche Sprache verwendet der an der Macht sich Befindende? Setzt er durch seine Macht gezielt Worthülsen in die Welt, um seine Gegner zu verwirren?

    So gelangten Abstrakta in die Welt, die jedes Individuum anders deuten kann, wenn es nur will. So etwas würden auf jeden Fall die an der Macht sich Befindenden nützen, um ihre Gegner täglich aufs Neue zu spalten. Urheber dieser Worthülsensprache ist im Heilig Römischen Reich Deutscher Nation bis heute die Institution Kirche. Ihre tatsächliche Macht über die Gehirne der Gehirngewaschenen wird leider verharmlost und total unterschätzt.

    Der Begriff "Demokratie" ist auch eine solche Worthülse wie "Kommunismus" oder auch "Diktatur".

    Nach meiner Vorstellung ist Demokratie, wie ich sie verstehe nur im Kommunismus möglich, so wie ich diesen Begriff verstehe. Kommunismus gibt es nirgends. Für mich ist das heute - im Gegensatz zu meiner Sturm und Drang-Zeit, eine Utopie. Also gibt es auch für mich nirgends eine Demokratie und sollte, wie der Kommunismus, auch nicht angestrebt werden, da beides für mich sinnlos ist.

    Von Obrigkeiten verbreitet, hören wir überall und täglich mehrmals vom Gespenst der Diktatur bei den anderen Bösen in der Welt, da ja man selber in demokratischen Verhältnissen lebe. Ich weiß, dass sie wissen, dass das nicht stimmt. Aber sie haben Jahrhundertelange Erfahrung mit dem Vorleiern ihres Weltverständnisses und ihrem Gedankengut. Auch in den Ländern des Heilig Römischen Reiches, was nun zur EU werden soll sind Diktaturen an der Macht. Das empfinden auch alle meine Mitstreiter so. Nach meiner Sicht eine Provokation der seit ca. 390 an der Macht sich befindenden Staatskirche. Dort irgendwo sitzen die Denkfabrik und die sprudelnden Quellen neuer Worthülsen.

    Wenn überall Diktaturen herrschen, und das ist so nach meinem Weltverständnis, weil Demokratie nur im unrealisierbaren Kommunismus möglich ist, möchte ich folgende Gedanken zu einer positiven Diktatur formulieren:

    In einer positiven Diktatur bin ich bereit, Kompetenz und Entscheidungsmöglichkeit jemandem den ich persönlich kenne, abzutreten. So kann jener in einer nächst höheren Instanz unter hoffentlich Gleichgesinnten in meinem Interesse für mich entscheiden, usw.

    Im real existierenden Sozialismus wurde eine Diktatur der alles Sinnvolles Schaffenden angestrebt. Leider ist dies durch Inkompetenz der Machteliten nicht dauerhaft dazu gekommen.

    Solch eine Diktatur würde ich jedoch jeder Schein-Demokratie vorziehen, da wir alle wissen, wer in der EU z.B. das Sagen hat. Deshalb: Demokratie ist Utopie. Ich kann jemandem vertrauen, den ich persönlich kenne und ihm deshalb erlauben, auch für mich zu entscheiden.

    Zu Einigkeit im demokratischen Selbstfindungsprozess wird es nie kommen. Das wissen meine Gegner und lachen sich über diese an Demokratie Glaubenden halbtot.

    Opa Jürgen aus Putlitz

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