Wie gehen wir mit Corona um?

  • Die Corona-Krise führt zu immer mehr Einschränkungen im öffentlichen Leben.


    Eines Tages mag der Virus eingedämmt und auch wirksame Medikamente oder Impfstoffe vorhanden sein, aber Corona hat viel mehr offen gelegt als ein Gesundheitsrisiko für die Menschen.


    Es zeigen sich die Mängel des kapitalistischen Systems ganz deutlich. Der Markt regelt eben nicht alles.


    Wir müssen wachsam beobachten, was uns die Politik an Maßnahmen verordnet und wem diese Maßnahmen nützen.


    Werden wieder nur Banken und Großkonzerne gerettet oder steht diesmal wirklich der Bürger im Mittelpunkt?


    Werden Menschen endlich gerecht für ihre Arbeit entlohnt oder müssen sie sich für ihre Arbeit am Limit mit einem Dankeschön der Politik begnügen?


    Wir alle sind Menschen auf diesem Erdball – egal mit welcher Hauptfarbe und Herkunft.


    Jetzt gilt bei uns die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern. Wie sieht es damit in den überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland und der Türkei aus?


    Warum gibt es überhaupt so viele Flüchtlinge?


    Waffenexporte exportieren Krieg und importieren Flüchtlinge. Aber nicht nur Krieg macht Menschen zu Flüchtlingen, auch die Gefahr zu verhungern oder zu verdursten.


    Warum müssen Menschen, oft auch Kinder, verhungern, verdursten oder an fehlenden Medikamenten sterben?  Weil wir auf Kosten dieser Menschen im Überfluss leben.


    Und wenn uns dieser Überfluss in Gefahr gerät, werden wir zu „Hamstern“ – selbst wenn es um Toilettenpapier geht. Denken wir in diesen Zeiten an die Menschen, denen es noch viel schlechter geht als uns und sorgen wir durch Solidarität und mit einem Politikwechsel dafür, dass es Allen gut geht und nicht nur dem einen Prozent der Reichen.


    Der Staat wirft die Gelddruckmaschine an, kappt die Schuldenbremse und nimmt Kredite von Banken auf. Als das ist keine Lösung.


    Kürzen wir endlich die sinnlosen Milliarden im Rüstungshaushalt und setzen diese Gelder zum Gemeinwohl ein.


    Die nächsten Bundestagswahlen lassen nicht mehr lange auf sich warten und wie immer werden wir mit Wahlversprechen geködert werden.


    Es ist Zeit für einen Systemwandel. Mischen wir uns ein solange wir noch die Zeit dazu haben.


    Bleibt gesund, wachsam und kämpferisch :a::thumbup:

    Bernd Lachmann

    AUFSTEHEN Brandenburg an der Havel

  • Hartes Vorgehen in Corona-Krise trotz unzuverlässiger Daten? Hinweis auf lesenswerten Artikel in Sputnik

    Mit einem Kontaktverbot für die Bevölkerung will Deutschland verhindern, dass sich der neue Virus Sars-Cov-2 weiter ausbreitet. Während einige Experten solche Maßnahmen gefordert haben, haben andere vor den Folgen gewarnt.

    David L. Katz, Gründungsdirektor des Yale-Griffin Prevention Research Center, schrieb am Freitag in der „New York Times“ , es gebe eine bessere Strategie, die Pandemie zu bekämpfen, als jene, die weltweit von den meisten Politikern eingeschlagen würden. Anstelle der Variante „Gemetzel“ zielgenaue „chirurgischer Schläge“ durch Konzentration auf den Schutz der Risikogruppen.


    Schweden praktiziert sie schon - und verzichtet auf Schließung der Schulen und Grenzen.

  • Die Armen und Bedürftigen organisieren jetzt ein Hilfsprogramm, damit sich um die Risikogruppe, die bereits Abgeschriebenen, die mittellosen Alten, die unser Staat bereits abgeschrieben hat, gekümmert wird. Ähnliches Konzept, wie bei den Tafeln.

    Wir beschäftigen uns mit uns selbst, anstatt die Verursacher zur Verantwortung zu ziehen.

    Wenn diese "Corona-Kriese" tatsächlich so gefährlich wäre, wie man uns versucht einzureden, denn sollte sich der Staat darum kümmern, dass die Gruppe der Gefährdeten geschützt wird. Aber sie organisieren das Gegenteil, indem Schulen und Kitas geschlossen werden, landen die Enkel aus der Not heraus trotzdem bei Oma und Opa. Weil Mama und Papa zur Arbeit gehen müssen, weil sie sonst raus fliegen oder keine Geld mehr haben um zu überleben.

    Wäre diese "Seuche" so gefährlich wie beschrieben, denn könnte man die Wehrpflichtaussetzung zurück nehmen und zehntausende junge Mädchen und Männer für den Zeitraum dafür nutzen, sich um diese gefährdeten Gruppen zu kümmern. Diese mit kostenlosen Lebensmitteln und Medikamenten versorgen. Aber auch als sozialer Kontakt, nicht körperlicher Kontakt, da zu sein. Ängste zu nehmen, echte Hilfe zu geben. Aber auch für die Millionen alleinstehenden Mamas und Papis, die nicht mehr ein noch aus wissen.

    Alle Bildungseinrichtungen und Geschäfte sofort wieder öffnen, das Leben so normal wie möglich weiter gehen lassen. Aber die Risikogruppen schützen und die Kranken- und Pflegeeinrichtungen nicht mehr dem obersten Ziel, der Profitmaximierung, unterwerfen. Damit würden wir ein Großteil der jährlichen Todesfälle (20.000 bis 30.000) wegen den Krankenhauskeimen, verhindern. Hunderttausende würden wieder in ihren Pflegeberuf zurück kehren, und unsere Regierung würde nicht in Osteuropa die letzten gut ausgebildeten Kräfte nach Deutschland holen, um hier die Preise und Bedingungen zu drücken.

    Wenn man das alles betrachtet, könnte man annehmen, hier sind völlig inkompetente Kräfte an den Hebeln der Macht. Leider ist es nicht so. Das hier passiert alles nicht zufällig. Der Mensch ist nur eine Ware, Profitmaximierung steht über dem Wohl der Menschen. Und Corona wird genutzt, die größte Massenenteignung der Geschichte so aussehen zu lassen, als handele es sich um ein Naturereignis.


    Im Nachbarforum wird hierzu auch diskutiert. Fühle dich herzlich eingeladen.


    https://aufstehen-forum.net/to…orona-tod?_=1585135826356

  • Wer rechnen kann ist klar im Vorteil!!!



    Für mich der beste FAZ Artikel aller Zeiten. Beschreibt die vollständige Unfähigkeit und Getriebenheit der Regierenden, die innerhalb weniger Wochen mehr Menschen enteignen und wirtschaftlich vernichten, als je zuvor. Es gibt noch Sternstunden bei den Leitmedien, mal wieder eine Perle durch die Zensur gerutscht.

    Übernahme aus der FAZ öffentlicher Lesebereich:

    Auch eine Krise der mathematischen Bildung

    Wer rechnen kann und ein Zahlenverständnis hat, ist dem Schwindel der Statistik nicht wehrlos ausgesetzt

    Von Wolfgang Meyerhöfer

    Einsame Bestattungen: Jede halbe Stunde wird auf dem Friedhof von Bergamo ein Corona-Toter beerdigt. AFP

    Wie wird man zu einem Corona-Toten? Das klingt zwar zynisch, ist aber eine interessante mathematische Frage. Mathematische Bildung zielt auf die Fähigkeit, sinnhaft mit Zahlen umzugehen. Sie ist natürlich auch die Fähigkeit, Integrale und quadratische Gleichungen zu lösen, aber der Umgang mit Corona ist zunächst einmal nur ein mehr oder weniger sinnhafter Umgang mit Zahlen. Es sind Zahlen, die Kontaktsperren und Geschäftsschließungen legitimieren.

    In der statistischen Praxis wird ein Mensch, der mit Corona stirbt, als ein an Corona Gestorbener gezählt. Ob er an Corona gestorben ist, geht daraus nicht hervor. Der Unterschied ist mathematische Haarspalterei. Wenn die Anzahl der Corona-Toten in Italien über Existenzen von Tagelöhnern und Geschäftsleuten in Deutschland entscheidet, wird sie aber plötzlich existentiell. Und dann zeigt sich, ob Politiker und Administratoren über eine ausreichende mathematische Bildung verfügen, um die zentralen Fragen zu stellen. Das italienische Nationale Gesundheitsinstitut (Istituto Superiore di Sanità) ISS spricht von „Covid-19-Positiven“, also von Menschen, die mit Corona gestorben sind. Medien und Politik in Deutschland reden aber davon, dass diese Menschen an Corona gestorben seien.

    Das Robert-Koch-Institut (RKI) spricht für Deutschland von „Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen“. Das dürfte daran liegen, dass es in vielen Fällen gar nicht eindeutig möglich ist, anzugeben, woran ein Patient gestorben ist. Man behilft sich dann damit, alle Krankheiten anzugeben, die der Patient hatte – was aber in der Covid-19-Statistik unter dem Stichwort „Vorerkrankungen“ ein wenig verwischt wird. Das RKI sollte in seinen Veröffentlichungen auf diese Zählweise hinweisen.

    Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens basieren ja nicht auf der Anzahl der „Corona-Toten“ in Deutschland, sondern auf der Anzahl der positiv Getesteten. Die Mathematiklehrer der Republik freuen sich, denn hier sieht man eine exponentielle Funktion. Da jeder Infizierte mehrere andere Menschen ansteckt, explodieren die Zahlen der Angesteckten in schönen Mustern, die man zeichnen und in Exponentialfunktionen abbilden kann.

    Dies ist aber leider nur „mathematische Bildung erster Ordnung“. Wir sehen rasant steigende Infizierten-Zahlen, und diese Kurve ängstigt uns. Die Kurve ängstigt uns selbst dann, wenn wir wissen, dass diese Kurve ein Maximum erreichen und danach ebenso rasant wieder fallen wird – wir wissen ja nicht, ob wir das Maximum schon erreicht haben. Es lässt sich immerhin feststellen, dass das Maximum spätestens bei 83 Millionen erreicht ist, dann sind eben alle infiziert.

    Mathematische Bildung zweiter Ordnung fängt aber erst nach dem Zeichnen der Kurve an. Die Kernfrage ist nämlich nicht, wie steil die Kurve verläuft oder wo das Maximum liegt. Die Kernfrage ist: Welches Problem beschreibt die Kurve? Es gibt viele Viren und Bakterien, bei denen die Durchseuchungsrate der Bevölkerung hundert Prozent beträgt. Die Infektionsrate ist also gar nicht die zentrale Frage. Zu fragen ist, ob es eigentlich schlimm ist, wenn viele Menschen mit Corona infiziert sind.

    Eine hohe Anzahl von Infizierten ist genau dann schlimm, wenn damit eine hohe Anzahl an Arztbesuchen oder an durch Corona Gestorbenen einhergeht. Wenn viele Tote auch noch das Coronavirus in sich tragen, so ist dies noch kein Problem. Wenn immer mehr Menschen Corona-infiziert sind, so ist dies auch noch kein Problem – solange sie nicht zum Arzt gehen müssen und somit medizinische Infrastruktur in Anspruch nehmen. Noch wird öffentlich nicht die alles entscheidende Frage gestellt, wie hoch die Rate der Infizierten ist, die ernsthafte ärztliche Hilfe benötigen. Und wie hoch ist die Mortalitätsrate, also die Rate der Corona-Infizierten, die durch Corona sterben?

    Da diese Art des Coronavirus relativ neu ist, können noch keine allzu verlässlichen Daten darüber vorliegen, wie viele Infizierte ärztliche Hilfe benötigen. Schließlich testen wir derzeit vorrangig diejenigen, bei denen bereits eine verschärfte Problemlage vorliegt. Das Problem der Datenerhebung kann in einem Mittelstufen-Klassenzimmer bildend diskutiert werden. Dabei ist erkennbar, dass die Gefährlichkeit eines neuen Virus verlässlich abgeschätzt werden kann, indem man eine repräsentative Stichprobe der Bevölkerung testet und dann den Krankheitsverlauf der dabei positiv Getesteten verfolgt.

    Die Forderung nach mathematisch gebildetem Handeln heißt aber, dass diejenigen, die über unsere Lebens- und Wirtschaftspraxis entscheiden, so lange und so intensiv nachfragen, bis sie verstehen, inwieweit neuere Studien über Covid-19 unseren Blick auf die Gefahrenlage verändern – und dass sie dem interessierten Teil der Bevölkerung dann auch erklären, aufgrund welcher Argumente sie zu ihren Deutungen und politischen Entscheidungen gelangt sind.

    Wir hören aus dem politisch-administrativen Raum derzeit eher, dass Fachleute Empfehlungen gegeben haben und dass diese Empfehlungen befolgt werden. Es gibt aber auf keinem wissenschaftlichen Gebiet einen Konsens der Fachleute – außer wenn Gremien einseitig besetzt wurden. Die Fachwissenschaften leben vom Streit, und die Politik hat die Pflicht, offenzulegen, wie sie innerhalb dieses Streites zu ihren Entscheidungen gekommen ist. Der Gesundheitsminister soll erklären, warum seine Fachleute bestimmte zentrale Studien für stimmig oder für wenig stimmig halten und warum er sich als Zuschauer des Expertenstreits für die eine oder für die andere Deutung entschieden hat, als er uns nahelegte, keinen Spielplatz zu betreten.

    Politik ist insbesondere in Krisenzeiten die Kunst, trotz unvollständiger Informationslage Entscheidungen zu treffen. Sie ist aber eben auch die Kunst, Entscheidungen wieder rückgängig zu machen. Mathematisch gebildet zu sein heißt auch, zu wissen: Wenn Entscheidungen mit Zahlen begründet wurden, dann können sie mit Zahlen zurückgenommen werden, sie können aber auch ohne Zahlen zurückgenommen werden. Es sind eben nie die Zahlen, welche die Entscheidungen vorgeben. Die Zahlen strukturieren unsere Weltsicht nur ein wenig vor.

    88 Prozent der mit Corona Gestorbenen sind über 70 Jahre alt. Das legt den Gedanken nahe, die Kontakt-Restriktionen auf diesen Personenkreis zu begrenzen oder diesem Personenkreis massive Hilfe zur Kontaktminimierung zur Verfügung zu stellen. Dieser Gedanke könnte womöglich als eine Art „Alten-Bashing“ gedeutet werden. Er legitimiert sich nicht aus den Zahlen, er spielt nur mit den Zahlen. Er legt aber ebenso den Weg frei für eine Option, die derzeit ein wenig in den Hintergrund tritt – die Option, dass den Gefährdeten die Zahlen vorgelegt werden, dass sie ihren Risikograd selbst einschätzen und selbst eine Entscheidung über ihre Kontaktdichte treffen. Es scheint so als hätten ältere Menschen sich auch schon vor der Kontaktsperre und ohne staatliche Repression ansteckungsmindernd verhalten.

    Ebenso unklar ist, bei welchen Datenlagen welche Restriktionen wieder gelockert werden. Bei welcher Infektionsrate darf man bis 19 Uhr statt bis 18 Uhr ins Restaurant? Bei welcher Todesrate darf man wieder in ein wenig besuchtes Museum, in dem man ohnehin immer fast allein ist? Wann dürfen in Covid-19-freien Landkreisen die Geschäfte wieder öffnen? Momentan scheint das Ziel eine größtmögliche Sicherheit zu sein. Die gibt es aber nie. Offenbar sind Entscheidungsträger vorrangig von der Angst bestimmt, dass sie für Tote verantwortlich gemacht werden. Getrieben werden sie dabei vom Fluch der großen Zahlen. Egal wie viele Grippetote es in den letzten Jahren gab, jeder einzelne Grippetote dieses Jahres wird schwer auf den Schultern der Ministerpräsidenten lasten.

    Das mag auch damit zu tun haben, dass wir es uns abgewöhnt haben, über Kosten und Nutzen offen zu sprechen. Der Mathematikunterricht nimmt hier seine staatsbürgerschaftliche Verantwortung nicht wahr. Dort wird nicht darüber informiert, dass auch in normalen Zeiten Tote administrativ immerfort monetarisiert werden. Bei jedem Straßenbauprojekt werden Verkehre in Tote und Verletzte umgerechnet, und die verrechnet man mit dem erwarteten Nutzen der Maßnahme. Das ist zynisch, aber sinnvoll – es verhindert nämlich allzu sinnlose Projekte. In Krisensituationen sollte man im Krisenstab ein paar Personen einbeziehen, die auch unter Druck in Kosten-Nutzen-Kategorien denken können: Wie viele (echte) Tote verhindert man, wenn die Friseure geschlossen bleiben – und was kostet das?

    Ebenso wird nach Corona darüber zu sprechen sein, ob es langfristig nicht billiger ist, ein paar mehr Intensivbetten vorzuhalten, als aus Angst vor kollabierenden Krankenhäusern lahmzulegen, und ob es langfristig nicht doch preiswerter ist, Krankenhäuser staatlich zu betreiben. Es darf wieder gerechnet werden.

    Der Autor lehrt Mathematikdidaktik an der Universität Paderborn.

    Quelle: https://zeitung.faz.net/faz/po…22ZUy4AiBSAwCYQtrimC7FsSM




    https://aufstehen-forum.net/to…urch-die-zensur-gerutscht

  • ... hier kommt man auch zum Fazit - 'aufstehen':


    Lieber Ray, das hat mit aufstehen nur verbal etwas zu tun. Tatsächlich ist das AfD-Neoliberalismus pur, und zwar mit einem geldtheoretischen Konzept von vorgestern. Schau mal hier. Da behauptet der Interviewte tatsächlich, unsere Regierung sei mit ihrem aktuellen Konjunkturprogramm dabei und zwar fest entschlossen, den Sozialismus einzuführen und die Marktwirtschaft abzuschaffen.

    Mehr Gaga geht kaum.

  • Wer rechnen kann ist klar im Vorteil!!!

    Da hat der Autor des FAZ-Artikels recht, und in der Tat spricht er einen bisher kaum wahrgenommenen Schwachpunkt an, nämlich dass die derzeitigen rigiden Maßnahmen auf sehr schwankendem Boden stehen. Die unfassbare Inkompetenz des RKI (und auch anderer politikberatender Fachleute und natürlich auch der Politiker) im Umgang mit Statistik wird deutlich. Der bekannte Experte für GesundheitsStatistik Gerd Bosbach hat das letzte Woche schon hiersehr gut geschrieben. Ich finde es schon besorgniserregend, dass sich die Politiker auf solche inkompetenten Experten stützen.

    Fairer Weise muss ich aber auch einräumen, dass Politiker anders als wir (klugscheißerischen8o) Leser unter enormem Entscheidungsdruck stehen. Sie müssen unter Zeitdruck entscheiden, ob und wie auf Verordnungsebene gehandelt wird und auf welchen Expertenrat sie sich dabei stützen. Offen gesagt, möchte ich nicht in der Haut der maßgeblichen Politiker stecken. Wahrlich kein leichter Job.


    (Übrigens Guido, wenn Du demnächst mal wieder ein dickes Buch lesen solltest, bitte nicht alles hier ins Forum reinkopieren. Link zum Text genügt ;);))

  • Bringt Corona eine Spaltung der linken Medien und eine neue Querfrontdebatte?

    "Wie gehen wir mit Corona um?" Das ist die Überschrift dieses Themas hier im Forum. Und darum geht es hier, und zwar im politischen Sinne. Und es geht ans Eingemachte! Das Thema droht die linke Szene zu spalten. Und den Unterschied zwischen links und rechts zu verwischen. Mal wieder. Hatten wir vor einigen Jahren doch schon einmal bei den Friedensmahnwachen unter dem Schlagwort "Querfront".

    Heiner Bücker, Herausgeber der täglich erscheinenden CO-OP-News und Betreiber des Anti-Kriegscafé in Berlin, hat heute Nacht unter dem Titel "Die Corona-Querfront um KenFM & Co"heftige Kritik daran geäußert, dass in vielen alternativen Medien Skeptiker und Kritiker an der öffentlichen Berichterstattung zur Corona-Pandemie zu Worte kommen. Zu den ersten und bekanntesten gehört der ehemalige Lungenfacharzt, Leiter eines Gesundheitsamtes und SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Wolfgang Wodarg. Er vertritt die Meinung, dass die ganze Krise das Resultat eines unzureichend geprüften Tests auf die neue Variante des Corona-Visus und auf die durch falsche Zahlen weltweit losgetretene Hysterie in Politik, Medien und Öffentlichkeit ist,

    Da sowohl links als auch rechts orientierte alternative Medien die Kritiker zu Wort kommen lassen, sieht Heiner Bücker eine neue Querfront. Er beklagt einen verzerrten Blick dieser Medien auf die Fakten und mangelnde Solidarität mit Ländern wie Italien, Spanien, Venezuela, Kuba, Russland und China, die sich alle klar im Kampf gegen das neue Corona-Virus positioniert haben. Zudem bringe speziell Ken Jebsen (KenFM) neben seiner jüngsten verantwortungslosen Thesen zum Thema Corona zunehmend rechtspopulistische Personen ins Gespräch.

    In seinem heutigen Artikel kritisiert er nun erstmal auch die Nachdenkseiten, weil sie KenFM gegen kürzliche Angriff im ARD-Magazin Monitor verteigigt haben. Er hat angekündigt, die Nachdenkseiten in Zukunft deshalb nicht mehr zu empfehlen.


    Meine Meinung:

    Heiner Bücker ist ein großartiger und engagierter Friedensaktivist. Aber mit seiner Solidarisierung mit den Mainstreammedien in der Berichterstattung zu Corona und deren, gefiltereter, weitgehend unkritischen Berichterstattung über die medizinischen und epidemiologischen Sachverhalte und Entwicklungen hat er sich verrannt. Er verkennt, dass es gerade in Zeiten mit unsicherer Faktenlage wichtig ist, gegenüber schnellen und scheinbar ganz und gar unumstrittenen Erklärungen skeptisch, ja misstrauisch zu bleiben. und deswegen eben gerade auch Skeptiker und Kritiker anzuhören und ihnen eine Tür in die öffentliche Debatte zu öffnen - jedenfalls dann, wenn sie plausibel und in sich konsistent argumentieren. Und Interviewpartner danach zu filtern, ob sie zuvor schon Interviews mit AfD-nahen Medien gegeben haben, ist auch nur eine form von unsachgemäßer Zensur.


    Es ist auch nicht Aufgabe der Medien, in einer unsicheren Faktenlage selber Position zu beziehen. Es kommt im Gegenteil darauf an, dem Leser oder Zuschauer ein breites Spektrum an Argumenten anzubieten und sie in die Lage zu versetzen, sich selbst ein Bild zu machen. Das ist es, was meines Erachtens kritische, selbst nachdenkende Leser unterscheidet von unkritischen Medienkonsumenten, die eine vorgekaute fertige Position präsentiert haben wollen - zeitsparend und ohne dass sie sich selbst groß einen Kopf machen müssen.


    Das öffnet dann allerdings auch Wege für entsprechend ausgerichtete Komfort-Medien, die öffentliche Meinung zu beherrschen und im Interesse ihrer kapitalkräftigen Eigentümer die Politik zu steuern. So wird aus Demokratie durch Kapitalkonzentration auf der einen Seite (siehe dazu auch den hervorragenden Artikel in Multipolar "Die größte Filterblase aller Zeiten") kombiniert mit Bequemlichkeit auf der anderen Seite langsam aber sicher eine Scheindemokratie. Wahre Demokratie ist aber leider mit gewissen Unbequemlichkeiten verbunden. Wer Demokratie möchte, kann nun mal nicht hinter dem Ofen sitzen bleiben, sondern muss aufstehen ... und braucht Medienkompetenz! ich empfehle die nachdenkseiten.

    Die Co-Op-News aber, tut mir Leid Heiner, enttäuschen mich in dieser wichtigen Debatte. Ich werde sie aber trotzem weiter lesen und empfehlen.

  • Hallo liebe Leute,


    es ist einiges im Wandel und wir können noch nicht wissen, in welche Richtung das geht. Viele Leute, auch Ärzte, halten die Maßnahmen rund um das Corona-Virus für übertrieben und die meisten wirtschaftlichen Konsequenzen stehen uns erst bevor. Ich habe mir deswegen die aktuellen Bücher von Dirk Müller, Max Otte und Markus Krall gekauft und gehe sie der Reihe nach durch. In "Weltsystemcrash" von Max Otte ist beispielsweise zu sehen, dass es in Italien bereits vor wenigen Jahren 224 Milliarden faule Kredite im Bankwesen gab, doppelt so viele als in Griechenland. Und jetzt steht in Italien alles still wegen der Corona-Krise. Da werden wohl viele Blasen platzen.


    Auch habe ich mal die Tagesschauen und Tagesthemen vom Februar durchgesehen und daraus einen Zusammenschnitt erstellt:

    (bzw. hier: https://www.doku.video/tagesschau)


    Zuerst wurden ja hauptsächlich die Chinesen kritisiert und wer vor stärkeren Folgen bei uns warnte wurde als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Ich teile die Ansichten der Tagesschau freilich nur selten, finde es aber wichtig, das zu sehen, bei dem sich viele Deutsche informieren.


    Am Samstag war ich bei "Nicht ohne uns" in Berlin und habe ein paar Fotos gemacht:

    https://www.doku.video/nicht-ohne-uns

    Vielleicht könnte ja das auch mal was für die Aufstehen-Bewegung sein. Infos gibt es hier: https://www.nichtohneuns.de/


    Über Weiterverbreitung der Links würde ich mich freuen.


    Herzlichen Gruß aus dem Norden Oberhavels


    Markus

  • Der Kampf gegen das Virus und die abweichende Meinung

    Von Henry Mattheß. Die Ereignisse um das Coronavirus SARS-CoV-2 werfen ein Schlaglicht auf das derzeitige gesellschaftliche Klima, insbesondere in Politik und Medien. Als ob aus dem Mediendesaster beim Flüchtlingsthema nicht hätte gelernt werden können, wird wieder versucht, Andersdenkende durch Verschweigen und Diffamieren mundtot zu machen. Und wieder bedient man sich dafür der Begriffe Fake News und Verschwörungstheorie, um Kritiker unterschiedslos in teils hoch manipulativer Weise diskreditieren zu können. Dabei wird fantasievoll der Eindruck erweckt, es handele sich um querfrontartige Netzwerke.

    Quelle: Geld und mehr - Blog von Norbert Häring

  • Bill Gates beschreibt Covid-19 als ersten Anwendungsfall der Known-Traveller-Horrorvision des Weltwirtschaftsforums

    11. 04. 2020 | Das Weltwirtschaftsforum, der Club der größten multinationalen Unternehmen, arbeitet an einer globalen Überwachungsarchitektur. Einstiegsprojekt ist das Known-Traveller-Digital-Identity-Programm (KTDI). In einem offenbar nachträglich bereinigten Interview vom 24. März beschreibt Microsoft-Gründer Bill Gates, wie Covid-19 ein erster globaler Anwendungsfall für diese Infrastruktur sein könnte.

  • Die letzte große Einnahmequelle des kapitalistischen Wirtschaftssystems war bis vor kurzem der Tourismus, der fast ohne eigene Kosten und Investitionen die Ressourcen der Natur, die Ökosysteme der Erde und die Völker der 3.Welt-Erde schamlos ausgenutzt hat. Dabei wurde der materielle Einsatz der Milliardäre und Billiardäre um ein Vielfaches wieder zurück in die Kassen weniger gespült.

    Das ist die Angst, die Bill Gates umtreibt: der Reiseboom, die letzte große Einnahmequelle der Unverfrorenen könnte mit einem Mal zusammenbrechen. Von diesem Ende des Sinnlosen träume ich seit etwa 50 Jahren, und hoffte immer inbrünstig, dass das kommt. Niemand in der dritten Welt wird in den Hotels der Raffgierigen gerecht entlohnt, niemandem gefällt, dass die Hotelbauten und die Scheiße und anderen Abfälle der Touristen, ihre sauberen Küsten verunstalten. Endlich könnte mein Traum von einer sauberen Welt mit ehrlichen Kontakten der Menschen aller Länder dieser schönen Welt wahr werden. Wir müssen es nur schaffen, alles zu enteignen, was Land, Luft, Wasser, Verkehr, Versorgung usw. betrifft. Nur davor haben diese Aasgeier Angst und dass man sie gerecht bestraft. Wie eine Bestrafung jener aussehen könnte, dazu sollte sich jeder jetzt schon Gedanken machen. Ich möchte Angst bei ihnen verbreiten. Dass sie abgeurteilt werden, steht bei mir außer Zweifel. Die Zeit ist reif.

    Ja, die Hinweise von Adi Goldbach, der offensichtlich, im Gegensatz zu mir, viele Zeitungen usw.liest, zeugen davon, dass er der Sache immer auf den Grund gehen muss und das auch durchsetzt und so zur echten Aufklärung beiträgt. Bravo Adi Goldbach.

    Jürgen P. Putlitz

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