Aufstehen - wie weiter? Ortsgruppen in der Verantwortung. Ein Aufruf.

  • ***WICHTIGES UPDATE VOM 27.3.2019***
    Details siehe unten, insb. Terminänderung.

    Aufruf

    Eine Initiative der Aufsteher

    Tomas Strobel und Michael Bode

    ********** A U F R U F **********

    AN ALLE ORTSGRUPPEN

    Vorbemerkung:

    Wir sind wütend, wütend auf eine selbsternannte Elite, die die Führung von Aufstehen für sich beansprucht hat!

    - Erst beanspruchen sie die Führung von Aufstehen,

    - dann versagen sie auf ganzer Linie, wobei wir uns hier jegliche Differenzierung zwischen Arbeitsausschuss nebst seinem Vorstand einerseits und dem Trägerverein andererseits ersparen,

    - und dann kommen sie in ihrer unermesslichen Arroganz daher und erklären Aufstehen für gescheitert!

    Erst veröffentlichen Reste des Arbeitsausschusses um Bülow, Volmer, Auhagen etc. eine Erklärung des Scheiterns von Aufstehen auf Bundesebene:

    Die Ortsgruppen mögen sich doch bitte fortan um sich selbst kümmern (als täten sie das nicht schon längst!) und sich bitteschön maximal bis zur Bundesland-Ebene organisieren.

    Darüber hinaus -also für die Bundesebene selbst- beanspruchen sie -die bisher versagt haben- weiterhin die Führung! Wie anmaßend ist DAS denn?

    Gleichzeitig kommt ein Florian Kirner mit seiner Erklärung daher, noch nie sowas schreckliches wie Aufstehen erlebt zu haben, und entschuldigt damit seinen eigenen kläglichen Rückzug statt die Chance für echte Basisdemokratie zu ergreifen. Sehr hilfreich...

    Und nun -das ist der vorläufige Höhepunkt der Selbstzerlegung der Politprominenz- tritt Ludger Volmer in der TAZ nach und erklärt dort erneut Aufstehen für gescheitert!

    GESCHEITERT?

    Gescheitert sind hier allein diese in Hinterzimmermanier in ihren Gremien abgeschottet agierenden grauen Eminenzen. Dass viele von ihnen vielleicht wohlmeinend waren und noch sein mögen, vermag ihr Scheitern nicht in ein besseres Licht zu stellen.

    Gescheitert sind die, die mit ihrem unsäglich undemokratischen "vorläufigen Statut" aus Aufstehen einen Prominentenwahlverein am Gängelband ihrer Führung machen wollten.

    Aber AUFSTEHEN selbst?

    NEIN, AUFSTEHEN ist nicht gescheitert.

    AUFSTEHEN LEBT!

    AUFSTEHEN?

    Das sind die vielen Menschen, die voller verzweifelter Hoffnung politisch aktiv geworden sind!

    AUFSTEHEN?

    Das sind die Mitglieder der Ortsgruppen, die es mit viel Herzblut und Eigeninititative geschafft haben, sich zusammenzufinden, sich kennenzulernen, sich zu vertrauen!

    AUFSTEHEN?

    Das sind um die 200 Ortsgruppen, die es trotz aller Widrigkeiten auf "Führungsebene" schon geschafft haben, sich mit vielen großen und kleinen Aktionen an die Öffentlichkeit in diesem Land zu wenden, die schon jetzt mit vielen Initiativen aktiv in die Politik eingreifen!

    AUFSTEHEN?

    Das sind die, die riesige und politisch rege diskutierende Facebook-Gruppen aufgebaut hatten, die eigene Foren auf die Beine gestellt haben, die die Vernetzung der Gruppen vorantreiben, die sich jetzt Gedanken über weitere Instrumente der Bewegung machen, wie internetgestützte Abstimmungstools für alle Aufsteher*innen, wie Vereinsgründungen und vieles mehr!

    Und was fällt der arroganten Politprominenz dazu ein? Aufstehen sei gescheitert?!

    Die einzige Stimme, die nicht in diesen voreiligen Grabgesang einstimmt, ist bislang die von Sahra Wagenknecht, die ohne wenn und aber erklärt hat, dass nun die

    BASIS die FÜHRUNG

    übernehmen muss und die sich weiterhin -und ohne eigenen Führungsanspruch- für Aufstehen, für die Basis von Aufstehen, für uns, einsetzen will, die dafür sogar Positionen in der eigenen Partei aufgibt.

    JA, jetzt ist die Basis am Zug, die Basis, die in Wirklichkeit immer schon der Zug selbst war!

    Denn machen wir uns doch nicht kleiner als wir sind:

    Die Initialzündung kam zwar von Einzelpersonen mit politischem Gewicht.

    Aber dass sich daraufhin 170.000 Menschen zu Wort meldeten, fällt doch nicht einfach vom Himmel!

    Dahinter stecken 170.000 Menschen mit ihren Schicksalen, Wünschen und Träumen, Menschen die die Schnauze voll haben von der menschenunwürdigen rechten Politik in diesem Land, Menschen, die engagiert sind, die mitreden wollen, die aktiv werden wollen, die einen grundlegenden Kurswechsel für alle Menschen in diesem Land wollen!

    Das wollen die immer noch!

    Genauso, wie diese Menschen schon da waren, bevor die Initialzündung von AUFSTEHEN kam, so sind sie jetzt nicht auf einmal weg, nur weil eine Handvoll selbsternannter Führer*innen versagt hat!

    Ja, wir sind weiterhin da und der Kurswechsel ist weiterhin nötig, nötiger denn je, wenn wir nicht zulassen wollen, dass die Menschen in diesem Land und die Menschen weltweit weiterhin dem Profitinteresse weniger Superreicher unterworfen bleiben, einem Profitinteresse, das Mensch und Umwelt -mit Händen greifbar, mit unseren Sinnen fühlbar- global und unwiderruflich zu zerstören droht!

    Die Superreichen in ihren abgeschotteten Luxusdomizilen,

    - die in den Medien immer nur "die Wirtschaft", "die Börse" oder "die Finanzwelt" genannt werden,

    - die sich von ihren eigenen Schreiberlingen gerne "ehrbar" nennen lassen,

    - die sich Dinge, die sich Menschen, Medien, Militär, der Menschheit gehörende globale Rohstoffe nach Belieben "kaufen" und für sich arbeiten lassen können, gekauft mit Geld, das sie nicht mit eigener Hände Arbeit verdient haben,

    wird das alles wenig scheren, solange es sie nicht direkt und persönlich betrifft, in ihrem Kokon der Eitelkeiten.

    Treffen dagegen wird es und tut es schon Milliarden von Menschen, die schon jetzt ihre Arbeit, ihre gesunde Umwelt, ihre Lebensgrundlagen verloren haben und noch weiter verlieren werden, wenn......

    ja, wenn was?

    .....wenn WIR nicht AUFSTEHEN!

    AUFSTEHEN heißt selber tun, heißt sich einzumischen, statt als passives Opfer zu verharren!

    AUFSTEHEN heißt selbst Verantwortung zu tragen, einzeln und gemeinsam, statt sie zu delegieren!

    AUFSTEHEN heißt selbst führen statt sich -von wem auch immer- führen oder gar vereinnahmen zu lassen!

    Bei AUFSTEHEN sitzen nicht die Geführten an der Basis, sondern die Basis IST die Führung und ihre Vertreter sind die Geführten! So funktioniert echte Demokratie! Da wird die Verantwortung nicht an der Garderobe abgegeben.

    Das ist unser Anspruch an Politik von und für die Menschen!


    WAS IST ALSO ***JETZT*** ZU TUN?


    Bevor erneut irgendwelche "Führungsansprüche" erhoben werden, die der Bewegung schon so viel Schaden zugefügt haben, müssen wir, müssen nun die Ortgruppen als der arbeits- und organisationsfähige Kern der Bewegung ihre Stimme erheben!

    Dazu bedarf es keines langwierig und kostspielig zu organisierenden Bundeskongresses, keiner Vorab-Überlegungen, wie genau die demokratische Organisation von Aufstehen funktionieren soll, ob da z.B. ein E-Voting, ob Landeskonferenzen Sinn machen, keine Klärung von Details, wie Vereinsgründung, Auswahl des besten Foren-Konzeptes für Aufstehen etc.

    Dies alles kann entweder den selbständig agierenden Gruppen überlassen bleiben oder es sollte ohnehin erst durch die gesamte Bewegung entschieden werden, ohne dem hier vorgreifen zu wollen.

    Ein Schritt nach dem anderen!

    Was wir JETZT brauchen, ist die klare Ansage:

    WIR SIND AUFSTEHEN UND

    WIR VERTRETEN UNS SELBST!

    Das geht so einfach, nämlich so:

    Bitte verteilt diesen Aufruf und seine Begründung in allen euch verfügbaren Kanälen,

    - sei es auf Facebook,

    - sei es in den vielen Foren, die es inzwischen gibt,

    - sei es in all euren Mailverteilern, die euch zur Verfügung stehen!


    Fortsetzung folgt

  • Aufruf -Teil 2


    1. Wählt eine(n) beauftragten Vertreter*in eures Vertrauens und protokolliert, wie viele Gruppenmitglieder ungeachtet ihres Stimmverhaltens an der Wahl mitgewirkt haben, also egal ob für, gegen oder Enthaltung.

    Diese Zahl bildet vorläufig das Stimmgewicht eures beauftragten Vertreters.

    Euer Vertreter soll sich umgehend hier im Board unter "GruppenTag" anmelden und die Protokollnotiz mit einstellen:

    https://forum.aufstehen-mv.org/posting.php?mode=post&f=49

    (Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Gastgebern, den Betreibern des Forums Mecklenburg-Vorpommern, für ihren Einsatz für Aufstehen!)


    2. Sobald sich dort mind. 15 Gruppen gemeldet haben, die für mindestens 300 Gruppenmitglieder stehen, wird dieser Kreis öffentlich proklamieren:


    **********WIR SIND AUFSTEHEN!**********


    Warum sind wir Aufstehen? Weil wir zum jetzigen Zeitpunkt das am besten demokratisch legitimierte Gremium der Bewegung sind.

    Wir rufen euch alle auf: Meldet euch hier an

    https://forum.aufstehen-mv.org/posting.php?mode=post&f=49

    zur Veranstaltung unseres ersten "GruppenTag" und verbreitet diese Nachricht so breit wie möglich.

    Der erste GruppenTag von Aufstehen wird nach Ablauf der heute beginnenden, angemessenen Ladungsfrist am Mittwoch, dem 24.4.2019 ab 18.00 Uhr im Forum forum.aufstehen-mv.org stattfinden.


    [UPDATE 27.3.19, alte Fassung und Gründe siehe unten*]
    Der Kreis der 15 Gruppen/300 Mitglieder (Quorum) setzt sodann einen Termin für den ersten GruppenTag fest, der -vorbehaltlich einer abweichenden Entscheidung des Quorums- hier im Forum forum.aufstehen-mv.org stattfinden soll, und verabschiedet den Entwurf einer Tagesordnung für den ersten GruppenTag.
    [UPDATE ENDE]

    Als Tagesordnung werden wir vorschlagen:


    TOP 1: Beschlussfähigkeit

    Beschlussvorlage:

    "Nach umfassend verbreiteter Ladung und auf der Grundlage der Anzahl der hier vertretenen Ortsgruppen stellen wir fest:

    Wir sind Aufstehen, wir sind dem Gründungsaufruf verpflichtet und wir sind beschlussfähig."


    TOP 2: Selbstermächtigung

    Beschlussvorlage:

    "Wir erklären uns hiermit bis zum endgültigen Beschluss eines Statuts der Bewegung zum höchsten politischen Gremium von Aufstehen auf Bundesebene, das den Namen "GruppenTag" führt. Die Autonomie von Orts-, Regional- und Landesverbänden bleibt unberührt."


    TOP 3: Statut

    Beschlussvorlage:

    "Wir rufen alle Ortsgruppen von Aufstehen auf, in einer breit angelegten Diskussion Positionen insbesondere zu folgenden zentralen Fragen zu entwickeln:

    - Entwicklung und Beschluss eines basisdemokratischen organisatorischen Statuts der Bewegung.

    - Inhalt von Kooperationsgesprächen mit dem Trägerverein im Interesse einer konstruktiven Konsolidierung aller Kräfte und Ressourcen von Aufstehen.


    TOP 4: Aufruf zum 1. Mai, Tag der Arbeit

    Beschlussvorlage:

    "Unser erster politischer Akt soll bekräftigen, dass wir Aufstehen als eine Kraft sehen, die das Bündnis mit allen fortschrittlichen Menschen sucht. Er gilt den arbeitenden und den von Arbeit ausgeschlossenen Menschen in diesem Land:

    Wir rufen alle Aufsteher*innen auf, die Kundgebungen und Aktionen zum 1. Mai nach Kräften zu unterstützen!


    TOP 5: Presseerklärung

    Beschlussvorlage:

    "Wir beschließen die folgende Presseerklärung:

    [Textvorschlag: 'Aufstehen - Sammlungsbewegung hat sich mit dem heutigen Tage neu aufgestellt. Sein höchstes politisches Organ ist der heute zum ersten Mal tagende GruppenTag, dem Vertretungsorgan der Ortsgruppen von Aufstehen. Durch dieses Organ wird die Gesamtheit aller Ortsgruppen künftig über alle Belange von Aufstehen auf Bundesebene entscheiden.']"


    TOP 6: Nächster GruppenTag

    "Die nächste Tagung des GruppenTags wird für [Vorschlag: Mittwoch, den 08.05.2019, 18.00 Uhr] anberaumt. Vorschläge zur Tagesordnung, Vorstellung von Entwürfen zum Statut und zum Verhältnis zum Trägerverein sollen hier im Forum eingereicht werden.

    Mit der rein organisatorischen Koordination nebst Entwurfs einer Tagesordnung aus den eingereichten Vorschlägen werden X, Y und Z beauftragt, die zu diesem Zweck öffentlich in diesem Forum tagen.

    Das ist das Ende der Versammlung und der Neuanfang für AUFSTEHEN auf Bundesebene!

    ***********************************

    In eigener Sache:

    Wir haben diesen Aufruf als zwei einfache Aufsteher verfasst, ohne jegliche darüber hinausgehende Legitimation, nur getragen von der Hoffnung, damit ein wenig zum Erstarken von Aufstehen beizutragen.

    Umso mehr würden wir uns freuen, wenn dieser Aufruf möglichst viele Unterstützer*innen findet!

    Bitte teilt uns eure Unterstützung direkt in dem für diese Aktion und den dort für die Unterstützer reservierten Bereich im Forum "forum.aufstehen-mv.org" oder mithilfe eines Kommentars zu diesem Beitrag in der Gruppe "Aufstehen - Selbstbestimmte Bewegung" mit.

    Bitte nennt euren Namen und euren Wohnort oder den Namen der Gruppe, der ihr angehört, -gerne auch in Verbindung mit einem kurzen Kommentar. Alle Unterstützer*innen werden in der nachfolgenden Liste nachgetragen:

    **********************************

    WIR UNTERSTÜTZEN DIESEN AUFRUF: ….


    * UPDATE 27.3.2019, alte Fassung:
    "Der erste GruppenTag von Aufstehen wird nach Ablauf der heute beginnenden, angemessenen Ladungsfrist am Mittwoch, dem 24.4.2019 ab 18.00 Uhr im Forum forum.aufstehen-mv.org stattfinden."

    Begründung der Änderung:
    Wir wollen nur vorschlagen und nichts festsetzen, was nicht auch schon besser demokratisch legitimiert festgesetzt werden könnte. Deswegen war es nicht sinnvoll, schon den Termin für einen ersten GruppenTag vorzugeben. Das sollte daher, ebenso der Ort des ersten GruppenTages, dem Quorum vorbehalten bleiben.

  • Peter Alm

    Hat den Titel des Themas von „Aufstehen - wie weiter? Ortsgruppen in der Verantwortung. Ein Aufruf. Teil 1“ zu „Aufstehen - wie weiter? Ortsgruppen in der Verantwortung. Ein Aufruf.“ geändert.
  • Die Idee kommt für mich etwas unerwartet. Nicht das ich sie schlecht finde aber parallel zu den anderen Strukturen, wenn es diese geben sollte ? Jetzt noch an einer neuen Front arbeiten, da müsste ich mich Entscheiden. Ich halte das für eine gute Alternative wenn wir es nicht schaffen uns in Brandenburg zu organisieren.

    Der Weise ist friedliebend, aber er kennt keine Kompromisse. Der gewöhnliche Mensch macht Kompromisse, aber ist nie friedliebend.


    Konfuzius


    (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

  • Hallo Jörg,

    das sehe ich kein entweder oder:
    In dem Aufruf heißt es dazu, dass der GruppenTag als oberstes Organ für Aufstehen auf der Bundesebene Sinn macht, aber dadurch die Autonomie sowohl der Orts- als auch der Landesgruppen, die es zumindest noch nicht überall gibt, nicht Weise eingeschränkt wird.

    So kann Aufstehen z. B. auf Bundesebene mit anderen bundesweit agierenden Organisationen Bündnisgespräche führen, es kann eine bundesweite Pressestelle geben, es können Solidaritätsadressen, politische Stellungnahmen mit basisdemokratisch legitimierten Aussagen verbreitet und zu Aktionen aufgerufen werden, eben alles, was auf einer Bundesebene Sinn macht. Daneben bleiben die landes-, regional- oder gruppenbezogenen Angelegenheiten unberührt.
    Das sind nur Beispiele. Da gibt es sicher noch weitere Dinge, für die eine Bundesebene sinnvoll ist. Jedenfall nicht zum regieren von oben nach unten, sondern stets als direkter Ausdruck der Stimmen aller Aufsteher*innen.

  • Ich unterstütze alles, was in Richtung Basisdemokratie, verstanden als Direkte Demokratie, geht. Den Aufruf habe ich auch in mein Blog übernommen und zwar mit dieser für mich wichtigen Vorbemerkung:

    • Nachfolgend dokumentiere ich nicht bloß einen (weiteren) Aufruf der sich an „Aufstehen “ wendet, einen weiteren Appell, der die ominösen 170.000 „Aufsteher“ im Visier hat. Mit dem basisdemokratischen Ansatz, der hier vertreten wird, stimme ich grundsätzlich überein.
    • Nicht überein stimme ich damit, dass hier keine kritische Auseinandersetzung mit Wagenknecht geführt wird. Wagenknecht hat als politische Führerin nicht weniger versagt als die anderen, hier zu Recht kritisierten, Führer. Dazu habe ich hier bereits kurz Stellung bezogen.
    • Ohne eine gründliche Wagenknechtkritik gibt es keine gründliche Kritik der Parteiendemokratie und ohne diese bleibt der lange Weg zur wirklichen Basisdemokratie=Direkten Demokratie verschlossen. Und – eigentlich eine Selbstverständlichkeit – als Vorfeldorganisation der Linkspartei (in welcher Form auch immer) ist „Aufstehen“ nicht möglich.
  • Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    auch ich bin für basisdemokratisch organisierte Strukturen und für maximale Transparenz. Mit Michael Bode habe ich telefoniert und meine Bedenken zum Text des Aufrufs vorgetragen.

    Klar benannt werden im Vorspann

    - die massive Kritik am Vorstand,

    - wollen keine Bevormundung von oben,

    - wollen demokratisch legitimierte Gremien.

    Kernsätze: 1. "Wir sind wütend, wütend auf eine selbsternannte Elite, die die Führung von Aufstehen für sich beansprucht hat!" (Das ist starker Tobak.)

    2. "Wir sind Aufstehen und vertreten uns selbst." (Das ist eine starke Ansage.)

    Aber kann aus dieser Ansage eine Selbstermächtigung gemäß TOP 2 abgeleitet werden? Meines Erachtens: nein. Ich halte TOP 2 für anmaßend. Eine Selbstermächtigung eines politischen Gremiums auf Bundesebene am 24.04.2019, durch mindestens 15 Regionalgruppen mit 300 Aktiven? Ist das eine ausreichende basisdemokratische Legitimierung für die Bundesebene? Meines Erachtens: nein! Es geht um

    - den Aufbau funktionstüchtiger regionaler Strukturen in allen Bundesländern,

    - die Schaffung überregionaler Strukturen oder Vernetzungen und darauf basierend

    - die Schaffung eines oder mehrerer Gremien auf Bundesebene.

    Dabei ist zu beachten, wie mit dem bereits Geschaffenen umgegangen wird. Somit stimme ich auch zu, dass zu überlegen ist, wie das Verhältnis zum bestehendenden Trägerverein geregelt wird.

    Wir müssen auch beraten, ob wir uns, wie bisher, auf Landesebene organisieren oder in enger Verbindung mit Regionalgruppen aus Mecklenburg-Vorpommern.

    Ottopeter aus Mecklenburg-Vorpommern hat andere Vorstellungen als Michael Bode und ich. Solche Unterschiede sollten beachtet werden bevor man ein Zusammengehen beschließt.

    Also langsam Schritt für Schritt und nicht voreilige Zusammenschlüsse auf überregionaler Ebene mit unzulässiger Sebstermächtigung.

    Basisdemokratisch legitimierte Gremien auf Bundesebene schaffen geht nur, wenn Vertreter aus mindestens 12 Bundesländern teilnehmen, aber nicht 15 Gruppen aus 2 Bundesländern!

  • Lieber dize Wieso sollte die Selbstermächtigung eigentlich unzulässig sein? Woraus ergäbe sich die Unzulässigkeit? Weil der

    Verein es verboten hätte? Hat er aber nicht. Wäre aber auch egal: sie sind nicht von uns gewählt, und es gibt keine Regel, die uns zum gehorchen zwingen könnte. Hinzu kommt: der Verein hat uns doch, obwohl wir es nicht bräuchten, ausdrücklich aufgefordert, uns selbst zu organisieren. Also müsstest Du doch wenigstens diesen Aufruf respektieren!


    Nun stellt sich doch nur noch die Frage, WIE wir es hinbekommen, uns selbst zu organisieren. Wir könnten warten, wie Du es vorschlägst. Aber auf was nur? Auf wen? Wartest Du auf Sahra? Sie ist raus aus der "Führung". Und hat ebenfalls zur Selbstorganisation aufgerufen.


    Willst Du warten, bis Ottopeter seine fundamentale Ideen von absolut strukturfreier Basisdemokratie aufgibt?


    Wer sollte uns erlösen, außer wir tun es selbst?


    Es gibt bundesweit einige Bestrebungen zur Selbstorganisation, zum Beispiel die Gründung von Internetportalen und Foren, wo sich alle registrieren sollen. Willst Du diesen Weg gehen? Oder einfach gar nichts machen? Ausser Abwarten hast Du ja leider keinen wirklichen Vorschlag zur Selbstorganisation unterbreitet.


    Der richtige Ansatzpunkt für die Selbstorganisation sind die über 200 Ortsgruppen. Hier findet die eigentliche Arbeit von Aufstehen statt. Die Ortsgruppen sind der Kern der Basis.


    Wenn sich diese Basis selbst organisieren will, müssen sich in einem ersten Schritt die Ortsgruppen vernetzen. Daran geht kein Weg vorbei. Das ist aber bisher nicht passiert. Wie kommen wir aber dahin? Es wird nicht gelingen, dass sich alle Ortsgruppen sofort und von selbst vernetzen. Aber irgendwie muss man doch mal anfangen. Es bedarf eines Anstosses. Der Start können 15 beliebige Gruppen aus ganz Deutschland mit mindestens insgesamt 300 Mitgliedern sein. Das ist ist nicht viel, um sich selbst als Aufstehen zu bezeichnen. Aber: es gibt nichts anderes, das sich mit mehr Berechtigung als Aufstehen nennen könnte. Ist mir jedenfalls nicht bekannt. Dieser Zusammenschluss wäre nur der Start, es würde eine Sogwirkung entstehen, viele weitere Gruppen würden sich schnell anschließen.


    Ich weiß nicht, ob es gelingt. Die Alternative wäre: nichts tun, abwarten, ob ein Erlöser kommt. Wenn nichts passiert in nächster Zeit, wird Aufstehen scheitern. Daher will ich nicht untätig bleiben, so bin ich nicht gestrickt.


    Für Brandenburg würde ich mir wünschen, dass möglichst viele Ortsgruppen sich dort anmelden. Unabhängig davon sollten die Brandenburger Gruppen Räte (oder Vertreter, der Name ist egal) wählen, damit sich die Gruppen in Brandenburg besser und effektiver vernetzten können. Das ist überhaupt kein Widerspruch zu der Sammlung der Gruppen auf Bundesebene. Wir brauchen beides.

  • Lieber Michael,

    Deine Interpretation meiner Ausführungen entsprechen nicht meinen inhaltlichen Intensionen.

    Unzulässigkeit der Selbstermächtigung bezieht sich auf die ungenügende Anzahl von Gruppen. Aus 15 Gruppen aus 2 Bundesländern kann man nicht basisdemokratisch ein Bundesgremium schaffen.


    Mein Verständnis von basisdemokratischem Aufbau besteht in der konsequenten Weiterführung von dem, was wir gegenwärtig machen. Wir agieren in regionalen Gruppen und in thematischen Arbeitsgruppen und bereiten unsere Teilnahme an Aktionen vor wie Ostermarsch, 1. Mai usw. oder bereiten eigene Veranstaltungen vor. Dabei haben wir ein Mix von Zusammenarbeit - physische Anwesenheit in Gruppen und Austausch im Netz. Es geht darum, in beiden Bereichen effektiver zu werden. Hier ist die Bildung eines Fördervereins auf Ebene Bundesland Brandenburg oder auf kleineren regionalen Ebenen förderlich. Darauf habe ich bisher auch hingewirkt. Ich halte ein Gremium auf Bundesebene für erforderlich. Der vorgeschlagene Weg nach TOP 2 ist aber nicht der geeignete Weg zur Schaffung eines solchen Gremiums. Dafür bedarf es Vertreter aus möglichst allen 16 Bundesländern, mindestens mehr als 8 Bundesländern.

  • Lieber Michael,

    Deine Interpretation meiner Ausführungen entsprechen nicht meinen inhaltlichen Intensionen.

    Unzulässigkeit der Selbstermächtigung bezieht sich auf die ungenügende Anzahl von Gruppen. Aus 15 Gruppen aus 2 Bundesländern kann man nicht basisdemokratisch ein Bundesgremium schaffen.


    Mein Verständnis von basisdemokratischem Aufbau besteht in der konsequenten Weiterführung von dem, was wir gegenwärtig machen. Wir agieren in regionalen Gruppen und in thematischen Arbeitsgruppen und bereiten unsere Teilnahme an Aktionen vor wie Ostermarsch, 1. Mai usw. oder bereiten eigene Veranstaltungen vor. Dabei haben wir ein Mix von Zusammenarbeit - physische Anwesenheit in Gruppen und Austausch im Netz. Es geht darum, in beiden Bereichen effektiver zu werden. Hier ist die Bildung eines Fördervereins auf Ebene Bundesland Brandenburg oder auf kleineren regionalen Ebenen förderlich. Darauf habe ich bisher auch hingewirkt. Ich halte ein Gremium auf Bundesebene für erforderlich. Der vorgeschlagene Weg nach TOP 2 ist aber nicht der geeignete Weg zur Schaffung eines solchen Gremiums. Dafür bedarf es Vertreter aus möglichst allen 16 Bundesländern, mindestens mehr als 8 Bundesländern.

    Hallo Dize,


    ich teile im Grundsatz deine Meinung, wenn ich aber merke das wie in der Vergangenheit, eine informelle Struktur (resultierend aus alten politischen Verbindlichkeiten ) die Basisdemokratischen Bestrebungen zu lenken versucht oder gleich durch Struktur aus der Vergangenheit zu ersetzen. dann werde ich das nicht mit tragen. Mir ist bewusst Aufstehen brauch meine Mitarbeit nicht. Allerdings muss Aufstehen den Beweis erbringen, gebraucht zu werden. Kann es das erreichen als Altparteien 2.0 ?

    Ich hoffe das wir in Brandenburg zu einer guten Zusammenarbeit kommen.

    Mit dieser Sorge stehe ich nicht allein und jeder wird seinen Weg finden die einen werden einfach wegbleiben bzw gar nicht erst teilnehmen. Ich habe inzwischen viele Leute kennengelernt ,:a::) welche nicht auf Symbolfiguren warten und auch keinen selbsternannten Trägerverein brauchen.

    Mit anderen Worten es besteht ein ernsthaftes Problem der Spaltung, darüber sollten wir uns mal unterhalten.:?:

    Der Weise ist friedliebend, aber er kennt keine Kompromisse. Der gewöhnliche Mensch macht Kompromisse, aber ist nie friedliebend.


    Konfuzius


    (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

  • Es ist ein Widerspruch in sich in einem Punkt eine Führung abzulehnen und in einem anderen sich selbst als solche kegitimieren zu wollen auf Basis einer Handvoll Leute.

    Außer Ottopeter kenne ich niemanden, der eine Führung ablehnt. Und ich schon gar nicht.


    Die entscheidende Frage ist nur, auf welchem Wege diese Führung zustande kommt.


    Ich möchte eine Führung, die sich von der Basis, also in erster Linie von den Ortsgruppen, demokratisch ableitet. Dafür müssen sich die Ortsgruppen durch gewählte Vertreter oder Räte vernetzen, sonst wird das nicht gehen. Das geht nur schrittweise, mit 15 Gruppen kann man starten. Oder möchtest Du eine höhere Zahl, Isabelle? Dann schreib das doch, ich fände das prima! Zu hoch sollte die Zahl aber nicht am Anfang nicht sein, weil das sonst für den Anfang einfach praktisch nicht funktionieren wird.


    Eine andere Möglichkeit ist, dass ein demokratisch nicht-legitimierter Verein führt, dessen Mitglieder wir nicht kennen. Oder ein politischer Vorstand, der ebenfalls nicht gewählt wurde und sodann zurückgetreten ist. Oder "Ländervertreter", die vom Verein, aber nicht von den Ortsgruppen benannt worden sind.


    Welche Art der Führung möchtest Du eigentlich, Isabelle C. ? Für welche Art der Führung möchtest Du Dich aktiv einsetzen und aktiv darum werben? Was sagst Du zu dem Rat der Gruppen, mit dem sich die Basis demokratisch organisieren würde? Zu vielen Dingen habe ich hier Deine Kommentare gelesen. Ich würde mich freuen, wenn Du und Peter Alm sich auch dazu positionieren würden.


    Ich freue mich vor allem auf Deine konkreten und praktisch durchführbaren Vorschläge!!

  • Dafür bedarf es Vertreter aus möglichst allen 16 Bundesländern, mindestens mehr als 8 Bundesländern.

    Das wäre auch mein Wunsch!! Aber wie willst du das erreichen? Wie willst Du auf einen Schlag so viele Ortsgruppen zusammenbekommen? Hast Du einen konkreten Vorschlag? Leider hilft es manchmal nicht, nur zu wünschen. Wir wissen auch, dass 15 Ortsgruppen mit 200 Leuten mittel- und langfristig zu wenig sind. Aber das soll doch nur der Start sein! Und bitte nenne mir ein Gremium in Aufstehen, das zur Zeit oder in absehbarer Zukunft besser und mit mehr Berechtigung legitimiert wäre, sich als Basis zu bezeichnen, als eben diese mindestens (!) 15 Ortsgruppen!

  • Das wäre auch mein Wunsch!! Aber wie willst du das erreichen? Wie willst Du auf einen Schlag so viele Ortsgruppen zusammenbekommen? Hast Du einen konkreten Vorschlag? Leider hilft es manchmal nicht, nur zu wünschen. Wir wissen auch, dass 15 Ortsgruppen mit 200 Leuten mittel- und langfristig zu wenig sind. Aber das soll doch nur der Start sein! Und bitte nenne mir ein Gremium in Aufstehen, das zur Zeit oder in absehbarer Zukunft besser und mit mehr Berechtigung legitimiert wäre, sich als Basis zu bezeichnen, als eben diese mindestens (!) 15 Ortsgruppen!

    Ich denke auch das ein Anfang gemacht werden soll. Aber lass uns doch erst mal die MV abwarten. Unabhängig davon können die Gruppen eine Meinung bilden und wenn wir es schaffen uns in Brandenburg zu organisieren können wir auch gemeinsam teilnehmen wenn es gewollt ist.

    Der Weise ist friedliebend, aber er kennt keine Kompromisse. Der gewöhnliche Mensch macht Kompromisse, aber ist nie friedliebend.


    Konfuzius


    (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

  • Ich denke,wir sollten damit anfangen,Aufstehen Brandenburg konsequent basisdemokratisch zu gestalten, d.h.


    1.

    Gruppenrat in Brandenburg konstituieren

    • Ortsgruppen von diesem Konzept überzeugen,
    • VertreterInnen für die Landesebene wählen,
    • das erste Treffen der Räte organisieren (wobei ich es gut fände, wenn diese Leute sich erst einmal kennen lernen und orientieren; später könnten diese Gruppenrats-Treffen für Mitglieder offen sein, mit Rede- aber nicht mit Stimmrecht)
    • Der Gruppenrat würde dann regelmäßig tagen und die anstehenden Aufgaben sammeln, strukturieren, Lösungen entwickeln und diese Ergebnisse transparent machen.

    2.

    Dabei fände ich es gut, wenn möglichst viele Mitglieder zur aktiven , mindestens lesenden Teilnahme motiviert werden. Es scheint mir problematisch, wenn - wie derzeit - der Großteil der Mitglieder von den Diskussionen im Forum ausgeschlossen ist. Hierfür wären m.E. verschiedene Umgestaltungen am Forum hilfreich.


    3.

    Zeitgleich wäre es sinnvoll, die Vernetzung zwischen den Ländergruppen zu stärken, dann auch sozusagen erstmal "probeweise" einen überregionalen Rat konstituieren und dort Pläne und nächste Schritte entwickeln


    4.

    Wenn dieser Rat so groß und stabil ist (Größe allein reicht nicht aus!), dass er nach außen treten und sich als Aufstehen präsentieren kann, sollte das geschehen und öffentlich gemacht werden.

  • Hallo Mechthild und Michael, ich bin ja erst seit kurzem hier habe aber mit großem Interesse eure Beiträge verfolgt. Verwundert bin ich über die nicht vorhandene Struktur von Aufstehen Deutschland. Ich hätte gedacht dass der derzeitige Überbau von Aufstehen in eurem Sinne eine Struktur erarbeitet.

    Mein erster Gedanke war eine Übernahme des Aufstehen Vereins durch die Ortsgruppen. Das wird sicher nicht möglich sein.

    Daher möchte ich fragen ob für euch oder die Mitlesenden auch ein ,,normaler,, mitgliederfinanzierter Verein vorstellbar ist? Ich hätte nichts dagegen eine Informationsstruktur zu finanzieren. Wenn man Deutschlandweit nach oben genannten Vorschlägen Leute mobilisiert dann sollte doch genügend Geld vorhanden sein um einen Server zu mieten und eine Info/ Forumsplatform zu betreiben. Es stellen sich schon für dieses Forum Administratoren freiwillig zur Verfügung!

    Mein Vorschlag zu Diskussion, ohne das ich mich mit den Hintergründen weiter beschäftigt habe,,

    -Alle Kontakte nutzen um andere Ortsgruppen abzusprechen.

    -Einen Verein Gründen der die Informations und Vernetzungsplatform darstellt.

    -Aus den Mitgliedsbeiträgen Server und Plattform finanzieren.

    Diese deutschlandweite Plattform sollte dann ähnlich Mechthild s Vorschlägen durch die Ortsgruppen ,,versorgt,, werden.

    Ich könnte mir auch vorstellen daß man den gesamten Überbau einfach ,, einkauft,, und die Arbeit in den Ortsgruppen bis hin zum Gruppenrat macht??

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