Was kann dieses Forum? Was kann Facebook? Eine Schmähkritik aus Usersicht.

  • Zielgruppe? Usebility? Konkurrenz der Plattformen? Anregungen


    Ihr solltet unbedingt mal im Auge behalten, wie sich der Traffic auf den eigenen Foren im Vergleich zu FB entwickelt, vor allem, was die Besucherzahlen anbelangt, Leute, die mal vorbeischauen.


    Ich fürchte, wir bezahlen den Rückzug auf eigene Foren teuer mit mangelnder öffentlicher Wahrnehmung.

    Erst Recht sollten die FB-Gruppen nicht als "Schaufenster" konzipiert sein. Die Leute wollen selber herumschwadronieren, sich mit anderen auseinandersetzen, eigene Themen setzen. Da gehören eben auch Schattenseiten dazu.

    Sie wollen sich auch über die Bewegung informieren. Dazu gehören auch Diskussionsprozesse, die innerhalb der Bewegung laufen. Da entsteht eine künstliche Grenze zwischen "innen" und "außen".


    Mir scheint, die eigenen Foren führen zu einem inhaltlichen Veröden der FB-Seiten, so dass die keinen Interessenten mehr vom Hocker reißen. Man kann die Lebendigkeit der Bewegung in der FB-Öffentlichkeit gar nicht mehr so wahrnehmen, es sei denn man geht in die eigenen Foren von Aufstehen. Da lauern große Hemmschwellen, hier und auch bei anderen, in die ich mal hineingeschaut habe.


    Da muss man sich dann erstmal anmelden und sich komplett umorientieren, weil das Interface total anders aussieht. Es ist zwar besser strukturiert, aber optisch ´ne Bleiwüste. Das tut sich kaum einer an, der nicht sowieso schon dabei ist.
    Und wie gesagt, die FB-Seiten veröden, weil der Kontent abgezogen wird, dahin, wo die Aufsteher unter sich sind. Fatal!

    Die FB-Gruppen sind nunmal leider DAS Instrument, um Politik, unsere Politik, unmittelbar an die Leute heranzutragen und sich direkt mit ihnen auseinanderzusetzen. Jede Diskussion dort hat Außenwirkung, ist gelebte politische Arbeit, über die wir unsere Inhalte, unseren Willen, etwas gegen die bestehenden Verhältnisse zu tun, an die Menschen bringen, die wir gewinnen wollen!


    Zum Forum selbst

    Das Mindeste zur Verringerung der Hemmschwelle für neue Besucher wäre es, wenn auf der FB-Seite ganz oben dick und fett sowas stünde, wie:


    "Hallo, wir begrüßen dich. Hier bekommst du einen ersten Eindruck, aber so richtig geht die Post in unserem Forum[link] ab! Da siehst du, wie lebendig wir diskutieren, streiten und Aktionen planen!

    Du kannst dich einfach mit deinen Facebook-Daten einloggen, schon bist du dabei!"


    Für so eine Ansage würde ich in FB glatt den Banner ganz oben verwenden.

    Sowas geht nämlich und die Leute nutzen das Vertraute, ohne ihre Daten wieder irgendwo reinpinnen zu müssen, bevor sie dann mal irgendwas machen oder dürfen.


    Und wenn sie dann endlich drin sind, im Forum, das werden nur die Zähesten sein, dann landen sie auf einer Startseite, wo man immer noch nichts schreiben kann, wo man keine Bilder sieht.

    Statt dessen: Listen, Listen und nochmal Listen!


    Kennt ihr eine Zeitung, die auf jeder Ausgabe vorne ihr Inhaltsverzeichnis abdruckt? Ich nicht!

    Da findet man AUFMACHER!


    OK, ich suche weiter und finde ganz oben an siebter Stelle das Wörtchen "Forum". Ist jemand von euch schon mal auf die Idee gekommen, in ebay einen Top-Kontent über die oberste Navi-Zeile zu suchen? Ich nicht.


    Aber ok, gefunden, Toll! denk ich.

    Denkste! Ich klick drauf und ein nichtssagendes Pulldown-Menü öffnet sich. Dynamischer Kontent? Die heißesten Diskussionen? Stehen da nicht.


    Nun gut, ich habe am Rande mitbekommen, dass die Bleiwüste darunter jetzt irgendwie anders aussieht und scroll runter.


    Au weiah! Das hatten wir doch schon: Listen, Listen, Listen.......! Jetzt alle Gruppen, die ich am Start mal vielleicht wahrgenommen habe, im Großdruck. Eindrucksvoll!

    Dann diese Themen! "dies, das & jenes", "Fragen, Kritik und Anregungen" ja zu was denn? Ich hab doch immer noch keinen informativen Kontent gesehen!

    "Teststrecke", oh ja, ganz genial, lande ich jetzt beim Programmierer?

    "Plauderecke" Die Spannung steigt!


    Endlich, ja, ja, da ist was, eine heiße Spur in der Bleiwüste! "Öffentlicher Bereich" Das lässt hoffen.

    Und noch ein Klick! Wieder eine Liste, aber wenigstens eine, die einen Inhalt erahnen lässt, der mich vielleicht interessieren könnte. Also suche ich.


    Erster Eintrag: "Landesvollversammlung", hört sich jetzt für mich als Neuling nicht so spannend an.

    Zweiter Eintrag: "Was ist/Was will diese Seite/dieses Forum?" Kein Kommentar.

    Dritter Eintrag: "Zugang zum Mitgliedsbereich" Da überkommt´s mich als Neuling!

    Nun kommen die Themen.


    Ich bin am Ziel und fast am Ende meiner Schmähkritik.


    Ja, auch hier wieder Bleiwüste. Und in so großen Buchstaben mit so großen Abständen, dass man auf einen Blick mehr weiße Flächen als Kontent wahrnimmt, was wohl primär an der linken Spalte liegt. Deren Inhalt könnte man locker auf ein Drittel des Platzes eindampfen.....


    Ich will jetzt mal aufhören und mich bei allen entschuldigen, die sich mit diesem Forum viel, viel Arbeit gemacht und ein strukturiertes Forum auf die Beine gestellt haben, in dem Insider gut diskutieren können. Ich würde an dieser Aufgabe kläglich scheitern.

    Da ich selbst schon mal ein bißchen herumprogrammiert und eine Internetseite aufgebaut habe, habe ich durchaus eine Vorstellung davon, wie unglaublich viel Arbeit es ist, erstmal so weit zu kommen.


    Aber damit Interessenten für Aufstehen gewinnen? Wohl leider eher nicht. Da fehlt die Dynamik, das Tempo, das "Klickvergnügen", das einem Facebook, diese scheiß Datenkrake, nunmal serviert. Die sind damit nicht umsonst so gross geworden.


    ERGO: Wir brauchen dort einen dynamischen Auftritt. Das geht -zur Zeit- am besten mit einer lebendigen FB-Gruppe, in der auch mal die Fetzen fliegen. Das schafft Unterhaltungswert, macht neugierig, lockt einen aus der Reserve, regt zum (Mit-)Denken an.

    Dazu braucht man entspannte Admins und Moderatoren, die diesen Affenzirkus, der da eben auch manchmal abgeht, cool moderieren können und nicht gleich bei jedem persönlichen Wort unter der Decke hängen oder die Vorstellungen von einem kultivierten Gesprächskreis durchdrücken wollen, die wenig mit der Realität zu haben. Man muss ja nicht der Verrohung der Sprache das Wort reden, aber wenn einer da einem anderen mal blöd kommt, dann ist das eben so. Da geht doch die Welt nicht von unter. Da sollte man sich nicht vor Bange machen.


    Jedenfalls ist das kein Grund, sich in mehr oder weniger private Zirkel zu verkriechen. Wir wollen doch offen und transparant sein. Haben wir was zu verbergen? Es gibt doch wahrlich genug Möglichkeiten, vertrauliche Informationen anderswo auszutauschen, wenn´s denn sein muss.

    Aber das betrifft doch nicht die Diskussionen, die Lebendigkeit und auch die Schwierigkeiten und Probleme, die bei Aufstehen eine Rolle spielen!


    Und schließlich und endlich: Teilen kann man hier auch nichts.

    Der so entscheidende, gar nicht zu überschätzende virale Charakter, den FB hat, geht hier völlig verloren!

    Allein dieser Satz hat schon mehr Gewicht, als der ganze Schmarren, den ich vorher geschrieben habe.

  • Lieber Bernd, es freut mich, dass du meine Kritik konstruktiv siehst. So ist sie gemeint, wenn auch etwas mit dem Dampfhammer ;-)

    Es bleibt natürlich neben der Verbesserung der Usability und der "marketingmäßigen" Verknüpfung mit der Facebook-Gruppe die politische Entscheidung der Ortsgruppe zu diskutieren, welche Rolle Facebook spielen soll. Die Schnittmenge sehe ich zwischen dem, was im Forum unter "öffentlicher Bereich" läuft und einer moderierten FB-Gruppe.

    Die FB-Gruppe kann dann z.B. den Hinweis enthalten: Du interessierst dich für eine Ortsgruppe, für unsere Aktionsvorbereitung? Richtig kennenlernen kannst du uns in unserem Forum......
    Ich find FB ätzend, aber noch schlechter wäre es, die Schnittstelle zur breiten Masse zu kappen, die wir gewinnen wollen und die nun mal leider erheblich besser auf FB adressiert werden kann.

    Herzliche Grüße nach Brandenburg

    Tomas

  • "Die FB-Gruppen sind nunmal leider DAS Instrument, um Politik, unsere Politik, unmittelbar an die Leute heranzutragen und sich direkt mit ihnen auseinanderzusetzen. Jede Diskussion dort hat Außenwirkung, ist gelebte politische Arbeit, über die wir unsere Inhalte, unseren Willen, etwas gegen die bestehenden Verhältnisse zu tun, an die Menschen bringen, die wir gewinnen wollen!"


    Ich bezweifle, dass diese Einschätzung zutrifft.

    Politische Arbeit passiert mit dem direkten Gegenüber, nicht zuletzt auf der Straße, wo wir entsprechende Aktivitäten starten müssen (nicht in erster Linie Demos),

    Für intensive differenzierte und zugleich zielgerichteter Diskussionen ist FB ebenfalls schlecht geeignet.

    Der Wildwuchs zahlreicher Fora führt zur Zersplitterung.

    Er ist entstanden aus der Not, dass die Bundesebene von "Aufstehen" nicht von Anfang an ein qualifiziert geführtes Forum gestartet hat und das bis heute nicht hinkriegt.

    Dieses Forum wird dringend gebraucht.

  • Lieber Klaus-Peter,

    Zitat

    Politische Arbeit passiert mit dem direkten Gegenüber, nicht zuletzt auf der Straße, wo wir entsprechende Aktivitäten starten müssen (nicht in erster Linie Demos),


    Das ist eine extrem gefährliche Reduktion. Damit negierst du die Relevanz jeglicher Medien, angefangen bei Zeitungen, TV, Rundfunk bis hin zum Internet. Das spielt sich alles nicht auf der Strasse ab, ist aber trotzdem politische Arbeit.
    Es macht keinen Sinn, das eine gegen das andere auszuspielen.

    Für intensive differenzierte und zugleich zielgerichteter Diskussionen ist FB ebenfalls schlecht geeignet.

    Das ist nur bedingt richtig, aber es ändert nichts daran, dass FB die mit Abstand größte Community ist, deren Bedeutung man nicht einfach negieren kann. Oder würdest du z.B. auch beim TV, öff oder privat, sagen: Nö, brauchen wir nicht, da kann nicht differenziert Diskutieren etc.?

    Außerdem kann man da sehr wohl gehaltvolle Diskussionen führen. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Lediglich der zeitliche Rahmen ist enger als in einem Forum, wo man eine Diskussion bis zum Sankt Nimmerleinstag strecken kann, weil sie nicht gleich wieder in der Timeline absäuft.
    Der Massenzuspruch für FB ist nun mal ein Fakt. Die haben alle ihre Gründe, warum die gerade FB gut finden.

    Und da muss man anknüpfen.

    Der Wildwuchs zahlreicher Fora führt zur Zersplitterung.

    Nein, dem kann man begegnen. Natürlich ist niemand gehindert, eine Gruppe nach der anderen aufzumachen. Das verhinderst du mit einem Forum auch nicht. Damit überlässt du aber dem Wildwuchs das Feld.

    Es wäre nichts einfacher als die Diskussion dort zu strukturieren, so wie es anfangs auch mal gelaufen ist, z.B. : Es werden Ländergruppe eingerichtet, die als solche von Aufstehen autorisiert sind; nicht jede Ortsgruppe muss ein eigenes FB-Gruppen-Forum haben. Daneben mag es noch themenspezifische Gruppen geben. Fertig ist die Laube. Damit setzt man sich ganz klar von sonstigem Wildwuchs, den man sowieso nicht in der Hand hat, ab, ohne ihnen allein das Feld zu überlassen. Das ist viel schädlicher für die Bewegung, weil sie in FB dann nur noch über den Wildwuchs wahrgenommen wird.


    Dass es schließlich an einem vernünftigen bundesweiten Forum fehlt, sehe ich auch so. Das wäre eine erste Adresse, die jeder sofort fände, wenn er "Aufstehen" googled. So ein Forum, richtig gut gemacht, könnte event. FB in Sachen Attraktivität, Usability etc. das Wasser reichen, sozusagen ein FB 2.0 Aber selbst das bräuchte noch ein Tor zu anderen Medien, um die Leute dort abzuholen.

    Dass aktuell ein solches Forum fehlt, ist ein Grund mehr, zumindest zunächst auf die riesige FB-Community zu setzen.
    Wie war der Anspruch? Wir wollen auf der Strasse und im Internet präsent sein!

    Wenn du nicht auf dem zentralen Platz, sondern irgendeinem Vorort einer Stadt oder im Internet stehst, bist du nicht präsent, sondern unsichtbar.

  • Viel Kritik. Das muss erst mal sacken. Aber Kritik kann auch hilfreich sein. Vielleicht kann Peter aus den Hinweisen noch was machen.


    Richtig. Viel Kritik. Aber ich sehe es genauso wie Bernd Lachmann, Kritik kann und sollte hilfreich sein. Wobei ich jetzt nicht gesagt haben möchte, dass ich die vorgebrachte Kritik von Tomas völlig von der Hand weisen möchte. Ganz im Gegenteil, einiges ist durchaus berechtigt, anderes bedarf hingegen einer interpretierenden Erklärung, denn der Kritik entnehme ich, dass Tomas auf unserem zweiten Landestreffen nicht anwesend war.

    Ein paar Worte vorweg. Ich habe mich bewusst mit einer Antwort zurück gehalten, da ich erstens die Webseite ja bisher mehr oder weniger im Alleingang gestaltet habe und mich zum Zweiten auch nicht in der Rolle sehe hier immer auf alles als Erster antworten zu müssen.

    Zum Thema:

    Ich fürchte, wir bezahlen den Rückzug auf eigene Foren teuer mit mangelnder öffentlicher Wahrnehmung.


    Erst Recht sollten die FB-Gruppen nicht als "Schaufenster" konzipiert sein. Die Leute wollen selber herumschwadronieren, sich mit anderen auseinandersetzen, eigene Themen setzen. Da gehören eben auch Schattenseiten dazu.


    Sie wollen sich auch über die Bewegung informieren. Dazu gehören auch Diskussionsprozesse, die innerhalb der Bewegung laufen. Da entsteht eine künstliche Grenze zwischen "innen" und "außen".


    Das Landestreffen hat sich ganz klar auf eine Trennung geeinigt. Facebook-Seiten dienen als Schaufenster in die Facebook-Welt. Hier werden unsere Aktionen, Aktionen von Aufstehen insgesamt usw. geteilt. In die Facebook-Gruppen werden diese ebenfalls geteilt, da - wie Anja Gsottschneider auf dem Landestreffen ausführte, der FB-Algorithmus so angelegt ist, dass Gruppeninhalte in den Timelines bevorzugt gezeigt werden. In den Gruppen werden, können und sollen auch andere Beiträge geteilt und diskutiert werden. Nämlich solche, die von allgemeiner Bedeutung bzw. allgemeinem Interesse sind. Facebook dient uns also ganz klar auch als Generator für Interessenten.


    Organisatorisches hingegen wollen wir ganz bewusst ins Forum verlegen. Hier sind wir unter uns. Klar kann sich hier Jede/r anmelden. In die internen Bereiche kommen aber nur Leute, die sich mindestens einmal auch im realen Leben in einer unserer Gruppen haben blicken lassen und die wir somit persönlich kennen.


    Die internen Mitgliederbereiche dienen also der "Arbeit" unserer Landes-, Regional- und Ortsgrupen. Dazu bitte auch folgende Beiträge lesen: Was ist / Was will diese Seite / dieses Forum? und Möglichkeiten für Regional- und Ortsgruppen auf dieser Webseite




    Startseite, wo man immer noch nichts schreiben kann, wo man keine Bilder sieht.


    Statt dessen: Listen, Listen und nochmal Listen!


    Hier stehen im Moment einfach mal die wichtigsten Infos. Unsere Gruppen und Termine.


    Letztendlich ist aber auch das kein starres Gebilde, sondern kann und sollte von uns allen mit Leben erfüllt werden. Das diskutieren wir auch gerade im Orga-Team, können wir aber parallel natürlich auch hier diskutieren. Allerdings würde ich persönlich ungern eine Aufstehen-Bild-Zeitung aus der Seite machen ;-).


    Zum Schluss noch eine Frage an dich Tomas - Wer bist du? Ich habe zwar eine Ahnung aufgrund deiner Schreibweise, bzw. meine eine Ähnlichkeit im Schreibstil zu einem Tomas bei Facebook zu erkennen, möchte hier aber keine unbewiesenen Vermutungen äußern.

    Beste Grüße

    Peter

  • Lieber Peter,
    Danke für den Hinweis zum Teilen, vielleicht wären die Buttons besser klein, dafür aber an jedem Kommentar sichtbar zu machen. Bei mir hingen die unter der Monitorkante.
    Dann hab ich´s versucht, mit dieserm Ergebnis:

    Außerdem wäre die Fehlermeldung besser wegklickbar on the fly im gleichen Tab untergebracht. Wenn man nämlich statt mit ok zu bestätigen einfach auf die nicht abgedeckte Hauptseite zurückklickt, versteckt sich die Fehlerseite dahinter. Wenn man dann wieder den gleichen (oder einen anderen?) Fehler produziert, landet die Meldung in dem verdeckten Fenster, das weiter dafür verwendet wird, man sieht aber nichts davon und kommt nicht weiter.


    Listen auf der ersten Seite:

    Mir ist schon klar, warum da Listen stehen. Die Frage ist ja: Wen willst du dort adressieren? Die Leute, die die Seite eh kennen? Für die reichen auch Hinweis an der Seite "Alle Termine" und "zu den Gruppen" etc.


    Willst du aber die Neulinge adressieren und anlocken, dann ist das ein no go erster Güte.

    Die erste Seite soll ja auch nicht gleich wie die Bildzeitung aussehen, aber sowas, wie ein Bloggerformat mit einigen informativen Highlights und ein paar Bildchen mit Überschrift und Textanriss zum Weiterklicken wären schon schön.

    Die Leute wollen was sehen und nicht das Gefühl haben, durch eine Bibliohek zu gehen und nur Buchrücken zu sehen.


    Dass man sich auf dem Landestreffen in Sachen FB anders geeinigt hat, weiß ich, halte die Entscheidung aber aus den genannten Gründen nicht für richtig.

    Wie gesagt: Es muss ja nicht jede Gruppe ein FB-Quassel-Forum haben, aber die FB-Landesgruppen (rip) haben doch schon einen immensen Traffic generiert, von dem man in einem "abgeschotteten" Forum nur träumen kann.

    Sowas fehlt einfach und überlässt den Platz anderen, die nicht so in die Bewegung eingebunden sind.


    Liebe Grüße
    Tomas

  • Lieber Klaus-Peter,




    Politische Arbeit passiert mit dem direkten Gegenüber, nicht zuletzt auf der Straße, wo wir entsprechende Aktivitäten starten müssen (nicht in erster Linie Demos),


    (...)

    Du siehst "eine extrem gefährliche Reduktion" und meinst, ich würde "die Relevanz jeglicher Medien" negieren.

    Ts, ts, ts...

    Lies doch einfach mal, was ich geschrieben habe. (Ich meine "verstehendes Lesen", nicht FB-Gefuchtel.)

    Vielleicht haben wir tiefer gehende Differenzen, was das Wesen des Politischen betrifft.


    Sorry, ich verstehe nicht, was ich mißinterpretiert haben soll.

    Du hast eindeutig auf den "direkten Gegenüber" abgestellt, mit dem "politische Arbeit passiert". Das hast du in Abgrenzung zu FB getan, wo es dieses direkte Gegenüber dann wohl nicht gebe bzw. deiner Meinung nach nicht in den Prozess politischer Arbeit einbezogen ist.

    Dazu habe ich lediglich -vielleicht ein wenig überspitzt- angemerkt, dass es diese direkte Gegenüber in vielen Medien nicht gibt, über die aber gleichwohl politische Prozesse ablaufen, ebenso, wie auf FB.


    Kannst du mir bitte erläutern, was du in diesem Zusammenhang mit "verstehendes Lesen", nicht FB-Gefuchtel" verstehst?


    Viele Grüße

    Tomas

  • Wie gesagt: Es muss ja nicht jede Gruppe ein FB-Quassel-Forum haben, aber die FB-Landesgruppen (rip) haben doch schon einen immensen Traffic generiert, von dem man in einem "abgeschotteten" Forum nur träumen kann.

    Sowas fehlt einfach und überlässt den Platz anderen, die nicht so in die Bewegung eingebunden sind.


    Lieber Tomas,


    ich plädiere für eine sachlich-konstruktive Debatte über Ziele, Inhalte und organisatorische Aufgaben, die möglichst eine motivierende Wirkung für viele Teilnehmer entfaltet. Verständigung über den Kurs und Motivierung zur Umsetzung bei Wahrung von Persönlichkeitsrechten und Sicherheitsbedürfnissen von Teilnehmern sind mir wichtiger als ein leichter Zugang zu einem "Quassel-Forum" . Ich war zeitweise erschrocken über die Art und Weise der Debatte auf FB . Trotz Netiquette wurde von einigen Teilnehmern ein vorwurfsvoller Umgangston angeschlagen. Ich möchte mich mit Mitstreitern austauschen und keinen unsäglichen Schlagabtausch mit Trollen führen.


    Also ich bin für Verbesserung der Kommunikation zwischen Mitstreitern und der Gestaltung der Webseiten, des Forums, von FB-Seiten. Eine konstruktive Unterstützung der Arbeit von Peter Alm ist sehr erwünscht. Zustimmung auch zu Deiner Position, dass Moderatoren sich darauf einstellen sollten, auf einige Beiträge "locker" zu reagieren. Wir müssen jedoch beachten, dass es Leute gibt, die die Entwicklung von Aufstehen absichtlich behindern wollen.


    Liebe Güße


    Dittmar

  • Hallo Tomas,

    ich schrub: "nicht zuletzt auf der Straße" und Du machtest daraus eine "äußerst gefährliche Reduktion".

    "nicht zuletzt" schließt aber gerade Niemanden aus, sondern hebt nur Einen hervor, den Passanten.

    Den Unbekannten sprich an, den Passanten, der Dir nichtsahnend entgegenkommt.

    "Ins Volk gehen!" - damit fing man im gärenden Russland am Ende des 19. Jahrhunderts an.

    Ich habe nichts dagegen, wenn Leute FB pflegen. Doch mit dem "lebendigen Leben" hat FB wenig zu tun.

    Wir machen voraussichtlich am 18.2. eine Straßenaktion (ein kurzfristige Initiative aus Gründen INF-Kündigung). Unserer Hauptform soll aber ein Infostand werden, den wir sorgfältig vorbereiten. Start am 19.3.

    Ich bin gespannt, ob wir und wie viel und welcher Art unsere Gespräche mit Unbekannten sein werden.

  • Hallo Klaus-Peter,

    danke für deine Erläuterung. Jetzt verstehe ich, was du meinst.

    Politische Arbeit passiert mit dem direkten Gegenüber, nicht zuletzt auf der Straße, wo wir entsprechende Aktivitäten starten müssen (nicht in erster Linie Demos),

    Du sagst dazu ""nicht zuletzt" schließt aber gerade Niemanden aus, sondern hebt nur Einen hervor, den Passanten."


    Ich nehme deine Kritik gerne auf. Sie ändert allerdings meine anfängliche Kritik nur ganz unwesentlich, nämlich so:


    "Das ist eine extrem gefährliche Reduktion. Damit negierst du die Relevanz jeglicher Medien, angefangen bei Zeitungen, TV, Rundfunk bis hin zum Internet. Das spielt sich alles nicht
    mit dem direkten Gegenüber (statt vorher: auf der Strasse)
    ab, ist aber trotzdem politische Arbeit.

    Es macht keinen Sinn, das eine gegen das andere auszuspielen."


  • Dass man sich auf dem Landestreffen in Sachen FB anders geeinigt hat, weiß ich, halte die Entscheidung aber aus den genannten Gründen nicht für richtig.

    Wie gesagt: Es muss ja nicht jede Gruppe ein FB-Quassel-Forum haben, aber die FB-Landesgruppen (rip) haben doch schon einen immensen Traffic generiert, von dem man in einem "abgeschotteten" Forum nur träumen kann.

    Sowas fehlt einfach und überlässt den Platz anderen, die nicht so in die Bewegung eingebunden sind.


    Liebe Grüße
    Tomas

    Lieber Thomas,


    wir haben sowohl eine Seite als auch eine Gruppe auf FB für Brandenburg aus den genannten Gründen. Die Kritik verstehe ich also nicht. FB kann aber aus meiner Sicht ein Multiplikator sein. Nicht mehr und nicht weniger. Sachdienliche Diskussionen sind dort aufgrund der Struktur nicht möglich. Und mich ständig mit Trollen und / oder geltungssüchtigen FB "Aktivisten" herum zu schlagen, dafür fehlt mir schlicht und ergreifend die Zeiit. Was da teilweise abging und in einigen Gruppen noch abgeht, ist unterste Schublade.


    Liebe Grüße,

    Isabelle

  • Liebe Isabelle,

    dass ihr recht breit aufgestellt seid, weiß ich. Da habt ihr manch anderen Gruppen einiges voraus.

    Das Forum hat ja für einige Bereiche, z.B. die geschlossenen Gruppenbereiche, ja auch seine Berechtigung.

    Aber alles was an öffentlichem Diskurs abläuft, gehört auch in die Öffentlichkeit.

    Die Menschen sollen uns doch kennenlernen.

    Je mehr der politische Kontent aber ins Forum abwandert, desto verödeter wird der Außenauftritt.

    Die Leute wollen mitreden, sie wollen sich auch auseinandersetzen. Das kriegt man mit einem eigenen Forum schlicht nicht hin, und wenn das noch so gut ist, Facebook, die ätzende Datenkrake, in dieser Hinsicht unschlagbar.


    Der Herausforderung, das durch entsprechende Moderation in ordentliche Bahnen zu leiten, muss man sich stellen, statt auf Negativbeispiele zu verweisen! Dafür, dass das gut funktionieren kann, gibt es großartige Beispiele:

    Vor der Sperrung gab es z.B. eine Menge gut funktionierender Landesgruppen. Da konnte man hervorragend diskutieren, z.B. NRW: über 2.000 Mitglieder! Persönliche Anmache etc. gab es da so gut wie gar nicht.

    Ab und zu tauchten mal ein paar rechte U-Boote auf. Die hat die Community schnell an die Mods gemeldet, wenn die das nicht schon selbst gesehen hatten.


    Aufstehen ist angetreten, um "auf der Strasse und im Internet" unübersehbar zu sein. Das kann man mit eigenen Foren leider einfach nicht erreichen, so ärgerlich das ist.

    Facebook zu ignorieren ist schlicht Realitätsverweigerung.

    Da besteht ein Reichweitenunterschied, wie zwischen dem Ersten der ARD und einer Hörfunksendung im Provinzfunk.


    Aufstehen braucht die große Bühne!

  • Lieber Thomas,

    da sind wir grundsätzlich unterschiedlicher Meinung. Das Forum wurde geschaffen, um in Brandenburg über die großen geografischen Entfernungen eine praktikable Arbeitsplattform zu schaffen. Und genau das ist es, eine Arbeitsplattform mit Terminkalender.


    Facebook eignet sich leider nicht für strukturiertes gemeinsames Arbeiten und auch angeregte Diskussionen finde ich persönlich dort oft anstrengend. Lieber belegt, beschuldigt und diffamiert man oft genug andere. Wenn du Zeit und Nerven hast solche Formen der Diskussion zu moderieren, ist das völlig ok. Ich habe dafür schlicht keine Zeit und auch keine Lust mich permanent mit destruktiven Kräften herum zu schlagen. Facebook und ein Teil seiner user nimmt sich selbst viel zu wichtig. Multiplikator und Türenöffner ja, aber das war es dan auch schon.


    Liebe Grüße, Isabelle

  • In den Gruppen werden, können und sollen auch andere Beiträge geteilt und diskutiert werden. Nämlich solche, die von allgemeiner Bedeutung bzw. allgemeinem Interesse sind. Facebook dient uns also ganz klar auch als Generator für Interessenten.

    In der Potsdamer Facebook-Gruppe von Aufstehen sind zur Zeit 65 Mitglieder. Von diesen 65 Mitgliedern haben nach meiner Einschätzung weit über die Hälfte nichts mit Potsdam zu tun, wahrscheinlich nicht mal mit Brandenburg. In der Brandenburger Facebook-Gruppe sind 135 Mitglieder, ich schätze, dass auch hier nur ein kleiner Teil aus Brandenburg kommt. Viele dieser Mitglieder sind auch in anderen Aufstehen-Facebook-Gruppen Mitglied. Die Inhalte fast aller dieser Gruppen ähneln sich zum Verwechseln.


    Bei allen Brandenburger Facebook-Gruppen handelt es sich um geschlossene Gruppen. Das bedeutet, dass nur die wenigen Mitglieder die Inhalte sehen, sonst niemand.


    Ich schreibe das, weil es Aufwand bedeutet, diese Gruppen zu moderieren. Aktuell schaffen wir das kaum noch. Andererseits bedarf dieses Forum dringend neuer Moderatoren, Peter Alm macht das fast allein.


    Daher sollten wir darüber nachdenken, ob wir unsere wenigen Kräfte hier bündeln sollten.


    Es sei denn, es finden sich noch zahlreiche Moderatoren, was ich aktuell aber nicht sehe. Dann sollten wir die Gruppen aber zumindest öffentlich schalten, damit die Öffentlichkeit auch die Inhalte sieht. Wenn wir das nicht leisten können, sollten wir die Gruppen schließen.


    Wenn dieses Forum wegbricht, stehen wir wohl vor dem Aus. Bei den Facebook-Gruppen ist das nicht so dramatisch: in diesen nicht-öffentlichen Gruppen finden keine Diskussionen statt, sie sollen ja hier stattfinden. Für Interessenten sind diese Gruppen uninteressant, zumindest was Aufstehen angeht. Sie sind nicht-öffentlich und selbst ihre Mitglieder, die allein die Inhalte sehen können, sind zum großen Teil keine Brandenburger. Bislang ist noch niemand über den Weg einer Facebook-Gruppe zur realen Potsdamer Gruppe gestoßen.

  • Hallo Michael Bode ich finde Deinen Vorschlag in sofern sehr gut und interessant, als ich meine, das uns als Brandenburger eigentlich eine gemeinsame FB-Gruppe zur Außendarstellung genügen sollte. Da können auch alle Termine und Treffen, Dinge, die uns gemeinsam wichtig sind nach außen kommuniziert werden. Damit würde die Brandenburger Seite bei FB aufgewertet, vielleicht etwas vielfältiger, bunter und interessanter werden. Wenn es also um die Außendarstellung geht, kann ich auch eine öffentlich Schaltung dann nur begrüßen.

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